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Zürcher Bibel

Prophetische Zeichen gegen Jerusalem und gegen Israel und Juda

1 Und du, Mensch, nimm dir einen Ziegelstein und lege ihn vor dich hin, und ritze eine Stadt darauf: Jerusalem.
2 Und verhänge eine Belagerung gegen sie, und baue einen Belagerungswall gegen sie, und schütte eine Sturmrampe gegen sie auf, und errichte Heerlager gegen sie, und stelle ringsum Sturmböcke gegen sie bereit.
3 Und du, nimm dir eine Eisenplatte und stelle sie als eiserne Mauer zwischen dich und die Stadt und richte dein Angesicht gegen sie: Sie soll unter Belagerung sein, und du wirst sie belagern. Ein Zeichen ist dies für das Haus Israel!
4 Und du, lege dich auf deine linke Seite, und lege die Schuld des Hauses Israel darauf. So viele Tage du auf ihr liegst, so lange wirst du ihre Schuld tragen.
5 Und ich, ich auferlege dir die Jahre ihrer Schuld in einer Zahl von Tagen, dreihundertneunzig Tagen, und du wirst die Schuld des Hauses Israel tragen.
6 Und du wirst diese vollenden und dich ein zweites Mal niederlegen, auf deine rechte Seite, und du wirst die Schuld des Hauses Juda tragen, vierzig Tage lang; je einen Tag für jedes Jahr auferlege ich dir.
7 Und richte dein Angesicht und deinen entblössten Arm auf die Belagerung Jerusalems und weissage gegen es.
8 Und sieh, ich lege dir Stricke an, und du wirst dich nicht von einer Seite auf die andere wenden können, bis du die Tage deiner Belagerung vollendet hast.
9 Und du, nimm dir Weizen und Gerste und Bohnen und Linsen und Hirse und Emmer, und schütte dies in ein Gefäss und mache dir Brot daraus. So viele Tage du auf deiner Seite liegst, dreihundertneunzig Tage, so lange wirst du davon essen.
10 Und dein Essen, das du isst, wird abgewogen sein: zwanzig Schekel am Tag; von Zeit zu Zeit wirst du davon essen.
11 Auch das Wasser wirst du abgemessen trinken: ein Sechstel Hin; von Zeit zu Zeit wirst du trinken.
12 Als Gerstenbrot wirst du es essen; in Menschenkot sollst du es backen, vor ihren Augen.
13 Und der HERR sprach: So werden die Israeliten ihr Brot essen: unrein, unter den Nationen, wohin ich sie versprengen werde.
14 Ich aber sprach: Ach Herr, HERR, sieh, ich bin noch nie verunreinigt worden, und seit meiner Kindheit bis jetzt habe ich kein Aas und kein zerrissenes Tier gegessen, und verdorbenes Fleisch ist nicht in meinen Mund gekommen.
15 Da sprach er zu mir: Schau, statt Menschenkot gebe ich dir Kuhdreck: Mache dein Brot darauf.
16 Dann sprach er zu mir: Mensch, sieh, ich zerbreche den Brotstab in Jerusalem: Abgewogen werden sie das Brot essen, voller Kummer, und abgemessen werden sie das Wasser trinken, mit Entsetzen,
17 damit sie Mangel leiden an Brot und an Wasser und sich entsetzen, einer wie der andere, und ihrer Schuld wegen verfaulen!
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