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Zürcher Bibel

Der Bundesschluss des HERRN mit Israel

1 Und Mose rief ganz Israel zusammen und sprach zu ihnen: Ihr habt selbst alles gesehen, was der HERR vor euren Augen im Land Ägypten getan hat am Pharao und an allen seinen Dienern und an seinem ganzen Land:
2 die grossen Prüfungen, die deine Augen gesehen haben, jene grossen Zeichen und Wunder.
3 Aber der HERR hat euch bis zum heutigen Tag noch kein Herz gegeben, das versteht, keine Augen, die sehen, und keine Ohren, die hören.
4 Und ich habe euch vierzig Jahre lang in der Wüste geführt: Eure Kleider sind an euch nicht zerfallen, und an deinem Fuss ist deine Sandale nicht zerfallen.
5 Brot habt ihr nicht gegessen, und Wein und Bier habt ihr nicht getrunken. So solltet ihr erkennen, dass ich der HERR, euer Gott, bin.
6 Und als ihr an diesen Ort kamt, da zog Sichon, der König von Cheschbon, mit Og, dem König des Baschan, gegen uns aus zum Kampf, wir aber schlugen sie.
7 Und wir nahmen ihnen das Land weg und gaben es den Rubeniten und den Gaditen und dem halben Stamm Manasse zum Erbbesitz.
8 So haltet nun die Worte dieses Bundes und handelt danach, damit ihr Erfolg habt bei allem, was ihr tut.
9 Ihr alle steht heute vor dem HERRN, eurem Gott, die Häupter eurer Stämme, eure Ältesten und eure Amtleute, alle Männer von Israel,
10 eure Kinder, eure Frauen und der Fremde in deinem Lager, vom Holzfäller bis zum Wasserschöpfer.
11 Du sollst eintreten in den Bund mit dem HERRN, deinem Gott, und in den eidlichen Vertrag, den der HERR, dein Gott, heute mit dir schliesst,
12 damit er dich heute zu seinem Volk macht und damit er dein Gott wird, wie er es dir verheissen und wie er es deinen Vorfahren, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat.
13 Doch nicht mit euch allein schliesse ich diesen Bund und diesen eidlichen Vertrag,
14 sondern sowohl mit denen, die heute mit uns hier stehen vor dem HERRN, unserem Gott, als auch mit denen, die heute noch nicht hier sind mit uns.
15 Denn ihr wisst selbst, wie wir im Land Ägypten gewohnt haben und wie wir durch die Nationen gezogen sind, durch die ihr gezogen seid.
16 Und bei ihnen habt ihr ihre Scheusale gesehen und ihre Götzen aus Holz und Stein, Silber und Gold.
17 Es soll niemand bei euch sein, kein Mann und keine Frau, keine Sippe und kein Stamm, dessen Herz sich heute vom HERRN, unserem Gott, abwendet, so dass er hingeht und den Göttern jener Nationen dient. Es soll bei euch keine Wurzel wachsen, die Gift und Wermut als Frucht trägt.
18 Und niemand, der die Worte dieses eidlichen Vertrages hört, soll sich in seinem Herzen segnen und sprechen: Mir wird es gut gehen, auch wenn ich meinem verstockten Herzen folge. Denn dann würde das bewässerte Land samt dem trockenen zugrunde gehen.
19 Der HERR wird nicht bereit sein, ihm zu vergeben, sondern der Zorn und der Eifer des HERRN wird sich entzünden gegen diesen Mann, und es werden ihm all die Flüche auflauern, die in diesem Buch geschrieben stehen, und der HERR wird seinen Namen austilgen unter dem Himmel,
20 und der HERR wird ihn zum Unheil aussondern aus allen Stämmen Israels, gemäss all den Flüchen des Bundes, die in diesem Buch der Weisung geschrieben stehen.
21 Und die spätere Generation, eure Kinder, die nach euch kommen werden, und der Fremde, der aus einem fernen Land kommt, sie werden sprechen, wenn sie die Plagen dieses Landes sehen und die Krankheiten, mit denen der HERR es heimgesucht hat -
22 Schwefel und Salz, eine Brandstätte ist sein ganzes Land: Es kann nicht besät werden und lässt nichts sprossen, und kein Kraut wächst darauf, wie nach der Zerstörung von Sodom und Gomorra, Adma und Zebojim, die der HERR in seinem Zorn und Grimm zerstört hat -,
23 alle Nationen werden fragen: Warum hat der HERR diesem Land das angetan? Weshalb dieser grosse, glühende Zorn?
24 Dann wird man sagen: Weil sie den Bund des HERRN, des Gottes ihrer Vorfahren, verlassen haben, den er mit ihnen schloss, als er sie herausführte aus dem Land Ägypten,
25 und weil sie hingingen und anderen Göttern dienten und sich vor ihnen niederwarfen, Göttern, die sie nicht kannten und die er ihnen nicht zugewiesen hatte,
26 deshalb entbrannte der Zorn des HERRN über dieses Land, so dass er all die Flüche darüber kommen liess, die in diesem Buch geschrieben stehen.
27 Und in Zorn und Grimm und grossem Groll riss der HERR sie aus ihrem Boden und warf sie in ein anderes Land, wo sie noch heute sind.
28 Was noch verborgen ist, steht beim HERRN, unserem Gott, was aber offenbar ist, gilt uns und unseren Kindern auf ewig, so dass wir nach allen Worten dieser Weisung handeln können.
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