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Zürcher Bibel

Verteilung des Ostjordanlandes

1 Die Rubeniten und Gaditen aber hatten grosse, sehr zahlreiche Herden, und sie betrachteten das Land Jaser und das Land Gilead, und sieh, die Gegend war für Herden geeignet.
2 Da kamen die Gaditen und Rubeniten und sprachen zu Mose und zu dem Priester Elasar und zu den Fürsten der Gemeinde:
3 Atarot und Dibon und Jaser und Nimra und Cheschbon und Elale und Sebam und Nebo und Beon,
4 das Land, das der HERR vor der Gemeinde Israels geschlagen hat, ist ein Land für Herden, und deine Diener haben Herden.
5 Und sie sagten: Wenn wir Gnade gefunden haben in deinen Augen, so möge man dieses Land deinen Dienern zum Besitz geben. Führe uns nicht über den Jordan.
6 Da sprach Mose zu den Gaditen und Rubeniten: Sollen etwa eure Brüder in den Kampf ziehen, während ihr hier bleibt?
7 Warum wollt ihr den Israeliten den Mut nehmen, in das Land hinüberzuziehen, das der HERR ihnen gegeben hat?
8 So haben eure Vorfahren gehandelt, als ich sie von Kadesch-Barnea aussandte, das Land zu besehen.
9 Sie zogen hinauf bis zum Tal Eschkol und sahen das Land, und dann nahmen sie den Israeliten den Mut, so dass sie nicht in das Land ziehen wollten, das der HERR ihnen gegeben hatte.
10 An jenem Tag entbrannte der Zorn des HERRN, und er schwor:
11 Fürwahr, die Männer, die aus Ägypten heraufgezogen sind, die zwanzig Jahre und älter sind, sollen das Land nicht sehen, das ich Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen habe, weil sie nicht treu zu mir gehalten haben,
12 ausser Kaleb, dem Sohn Jefunnes, dem Kenissiter, und Josua, dem Sohn Nuns, denn sie haben treu zum HERRN gehalten.
13 So entbrannte der Zorn des HERRN über Israel, und er liess sie vierzig Jahre lang in der Wüste umherirren, bis die ganze Generation umgekommen war, die das Böse getan hatte vor den Augen des HERRN.
14 Und seht, nun seid ihr an die Stelle eurer Vorfahren getreten, eine Brut von sündigen Männern, um den glühenden Zorn des HERRN gegen Israel noch grösser zu machen.
15 Wenn ihr euch von ihm abkehrt, wird er es noch länger in der Wüste lassen, und ihr werdet dieses ganze Volk zugrunde richten.
16 Da traten sie zu ihm und sagten: Wir wollen hier Schafhürden errichten für unsere Herden und Städte für unsere Familien.
17 Wir selbst aber wollen für den Kampf bewaffnet vor den Israeliten herziehen, bis wir sie an ihren Ort gebracht haben, unsere Familien aber sollen wegen der Bewohner des Landes in den befestigten Städten bleiben.
18 Wir werden nicht in unsere Häuser zurückkehren, bis von den Israeliten jeder seinen Erbbesitz erhalten hat.
19 Denn wir werden nicht mit ihnen im Gebiet auf der anderen Seite des Jordan Erbbesitz erhalten, weil uns unser Erbbesitz auf dieser Seite des Jordan, im Osten, zugefallen ist.
20 Da sprach Mose zu ihnen: Wenn ihr das tut, wenn ihr euch vor dem HERRN für den Kampf bewaffnet
21 und jeder Bewaffnete von euch vor dem HERRN den Jordan überschreitet, bis er seine Feinde vor sich vertrieben hat
22 und das Land vor dem HERRN unterworfen ist, und ihr danach umkehrt, sollt ihr frei sein von Verpflichtungen gegenüber dem HERRN und gegenüber Israel, und dieses Land soll euer Eigentum werden vor dem HERRN.
23 Wenn ihr aber nicht so handelt, seht, dann versündigt ihr euch gegen den HERRN. Wisst aber, dass eure Sünde euch einholen wird.
24 Errichtet Städte für eure Familien und Hürden für eure Schafe, und was euer Mund gesprochen hat, das tut.
25 Da sprachen die Gaditen und Rubeniten zu Mose: Deine Diener werden tun, was mein Herr befiehlt.
26 Unsere Kinder, unsere Frauen, unsere Herden und unser ganzes Vieh werden dort in den Städten Gileads bleiben.
27 Deine Diener aber werden zum Kampf hinüberziehen, ein jeder für den Krieg bewaffnet vor dem HERRN, wie mein Herr es sagt.
28 Da gab Mose dem Priester Elasar und Josua, dem Sohn Nuns, und den Familienhäuptern der Stämme der Israeliten Anweisung für sie.
29 Und Mose sprach zu ihnen: Wenn die Gaditen und Rubeniten mit euch den Jordan überschreiten, ein jeder für den Kampf bewaffnet vor dem HERRN, und das Land vor euch unterworfen ist, sollt ihr ihnen das Land Gilead als Eigentum geben.
30 Ziehen sie aber nicht bewaffnet mit euch hinüber, sollen sie bei euch im Land Kanaan ansässig werden.
31 Da antworteten die Gaditen und Rubeniten: Was der HERR zu deinen Dienern gesprochen hat, wollen wir so tun.
32 Wir wollen bewaffnet vor dem HERRN in das Land Kanaan hinüberziehen, und unser erblicher Landbesitz diesseits des Jordan soll uns erhalten bleiben.
33 Und Mose gab ihnen, den Gaditen und den Rubeniten und dem halben Stamm Manasses, des Sohns von Josef, das Reich Sichons, des Königs der Amoriter, und das Reich Ogs, des Königs des Baschan, das Land mit seinen Städten samt ihren Gebieten, die Städte des Landes ringsum.
34 Und die Gaditen bauten Dibon und Atarot und Aroer
35 und Atrot-Schofan und Jaser und Jogboha
36 und Bet-Nimra und Bet-Haran, befestigte Städte und Schafhürden.
37 Und die Rubeniten bauten Cheschbon und Elale und Kirjatajim
38 und Nebo und Baal-Meon, die anders hiessen, und Sibma, und sie benannten die Städte, die sie erbaut hatten, mit Namen.
39 Und die Söhne Machirs, des Sohns von Manasse, zogen nach Gilead und eroberten es. Und er vertrieb die Amoriter, die darin waren.
40 Und Mose gab Gilead dem Machir, dem Sohn Manasses, und er liess sich darin nieder.
41 Jair aber, der Sohn Manasses, ging und eroberte ihre Zeltdörfer, und er nannte sie die Zeltdörfer des Jair.
42 Und Nobach ging und eroberte Kenat und seine Tochterstädte, und er nannte es Nobach, nach seinem eigenen Namen.
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