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Zürcher Bibel

Opfer und Sühne

1 Und der HERR sprach zu Mose:
2 Rede zu den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land eurer Wohnstätten kommt, das ich euch gebe,
3 und ihr dem HERRN ein Feueropfer darbringt, ein Brandopfer oder ein Schlachtopfer, um ein besonderes Gelübde zu erfüllen oder als freiwillige Gabe oder an euren Festen, um dem HERRN einen beschwichtigenden Geruch darzubringen von den Rindern oder von den Schafen,
4 dann soll, wer dem HERRN seine Opfergabe bringt, ein Zehntel Feinmehl, angerührt mit einem Viertel Hin Öl, als Speiseopfer darbringen.
5 Und bei einem Lamm sollst du beim Brandopfer oder beim Schlachtopfer ein Viertel Hin Wein als Trankopfer darbringen.
6 Bei einem Widder aber sollst du zwei Zehntel Feinmehl, angerührt mit einem Drittel Hin Öl, als Speiseopfer darbringen.
7 Und ein Drittel Hin Wein sollst du als Trankopfer darbringen, als beschwichtigenden Geruch für den HERRN.
8 Und wenn du ein junges Rind als Brandopfer oder Schlachtopfer darbringst, um ein besonderes Gelübde zu erfüllen oder als Heilsopfer für den HERRN,
9 so soll man zu dem jungen Rind drei Zehntel Feinmehl, angerührt mit einem halben Hin Öl, als Speiseopfer darbringen.
10 Und ein halbes Hin Wein sollst du als Trankopfer darbringen, ein Feueropfer von beschwichtigendem Geruch für den HERRN.
11 So soll bei jedem Rind, bei jedem Widder und bei jedem Tier von den Lämmern oder Ziegen verfahren werden.
12 So sollt ihr es bei jedem Tier tun, nach der Zahl der Tiere, die ihr darbringt.
13 Jeder Einheimische soll das so tun, wenn er dem HERRN ein Feueropfer von beschwichtigendem Geruch darbringt.
14 Und wenn ein Fremder bei euch weilt oder in euren künftigen Generationen jemand unter euch ist und dem HERRN ein Feueropfer von beschwichtigendem Geruch darbringen will, so soll er es ebenso tun, wie ihr es tut.
15 In der Versammlung soll ein und dieselbe Ordnung gelten für euch und für den Fremden, der bei euch weilt. Eine ewige Ordnung ist es für euch von Generation zu Generation: Vor dem HERRN ist der Fremde euch gleich.
16 Ein und dieselbe Weisung und ein und dasselbe Recht gilt für euch und für den Fremden, der bei euch weilt.
17 Und der HERR sprach zu Mose:
18 Rede zu den Israeliten und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, in das ich euch bringe,
19 und vom Brot des Landes esst, sollt ihr eine Abgabe für den HERRN entrichten.
20 Die Erstlingsgabe von eurem Schrotmehl, einen Kuchen, sollt ihr als Abgabe entrichten. Wie die Abgabe von der Tenne, so sollt ihr ihn entrichten.
21 Von den Erstlingen eures Schrotmehls sollt ihr dem HERRN eine Abgabe darbringen, von Generation zu Generation.
22 Und wenn ihr aus Versehen eines dieser Gebote nicht befolgt, die der HERR dem Mose gegeben hat,
23 irgendetwas, was euch der HERR durch Mose geboten hat, seit der HERR es geboten hat und weiterhin für Generation um Generation,
24 falls es von der Gemeinde unbemerkt, aus Versehen geschehen ist, soll die ganze Gemeinde einen Jungstier als Brandopfer darbringen, als beschwichtigenden Geruch für den HERRN, und dazu das vorgeschriebene Speiseopfer und Trankopfer und einen Ziegenbock als Sündopfer.
25 Und der Priester soll für die ganze Gemeinde der Israeliten Sühne erwirken, so wird ihnen vergeben werden. Denn es war ein Versehen, und sie haben ihre Opfergabe, ein Feueropfer für den HERRN, und ihr Sündopfer vor den HERRN gebracht für ihr Vergehen.
26 So wird der ganzen Gemeinde der Israeliten und dem Fremden, der in ihrer Mitte weilt, vergeben werden, denn das ganze Volk hatte Teil an dem Versehen.
27 Sündigt aber ein Einzelner aus Versehen, dann soll er eine einjährige Ziege als Sündopfer darbringen.
28 Und der Priester soll für den, der sich aus Versehen vor dem HERRN versündigt hat, die Sühnehandlung vollziehen, um ihm Sühne zu erwirken, so wird ihm vergeben werden.
29 Für den Einheimischen bei den Israeliten und für den Fremden, der in ihrer Mitte weilt, soll bei euch ein und dieselbe Weisung gelten, wenn er etwas aus Versehen tut.
30 Wer aber von den Einheimischen oder von den Fremden etwas mit Absicht tut, der lästert den HERRN, und er soll aus seinem Volk getilgt werden.
31 Denn er hat das Wort des HERRN verachtet und sein Gebot gebrochen. Er soll getilgt werden, seine Schuld bleibt auf ihm.

Sabbatschändung

32 Und die Israeliten waren in der Wüste und ertappten einen Mann, der am Sabbattag Holz sammelte.
33 Und die ihn beim Holzsammeln ertappt hatten, brachten ihn zu Mose und Aaron und zu der ganzen Gemeinde.
34 Und sie legten ihn in Gewahrsam, denn es war noch nicht bestimmt, was mit ihm geschehen sollte.
35 Der HERR aber sprach zu Mose: Der Mann muss getötet werden! Die ganze Gemeinde soll ihn ausserhalb des Lagers steinigen.
36 Da führte ihn die ganze Gemeinde vor das Lager hinaus, und sie steinigten ihn, so dass er starb, wie der HERR es Mose geboten hatte.

Kleiderquasten

37 Und der HERR sprach zu Mose:
38 Rede zu den Israeliten und sage zu ihnen, sie sollen sich an den Zipfeln ihrer Kleider eine Quaste machen, von Generation zu Generation, und sie sollen an der Zipfelquaste eine Schnur von blauem Purpur anbringen.
39 Und wenn ihr die Quaste seht, sollt ihr an alle Gebote des HERRN denken und sie einhalten und nicht eurem Herzen und euren Augen folgen und hinter ihnen herhuren,
40 damit ihr an alle meine Gebote denkt und sie einhaltet und eurem Gott heilig seid.
41 Ich bin der HERR, euer Gott, der euch herausgeführt hat aus dem Land Ägypten, um euer Gott zu sein. Ich bin der HERR, euer Gott.
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