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Zürcher Bibel

Anweisung für den Genuss von Opfergaben

1 Und der HERR sprach zu Mose:
2 Sage Aaron und seinen Söhnen, dass sie die heiligen Gaben mit Ehrfurcht behandeln sollen, die mir die Israeliten weihen, und dass sie meinen heiligen Namen nicht entweihen sollen. Ich bin der HERR.
3 Sage ihnen: Wenn in den künftigen Generationen einer eurer Nachkommen, während er unrein ist, den heiligen Gaben nahe kommt, die die Israeliten dem HERRN weihen, so soll er getilgt werden, von meinem Angesicht hinweg. Ich bin der HERR.
4 Von den Nachkommen Aarons darf niemand, der an Aussatz oder an Ausfluss leidet, von den heiligen Gaben essen, bevor er wieder rein ist. Und wer etwas berührt, das durch einen Toten unrein wurde, oder wer einen Samenerguss hat
5 oder wer Kleingetier berührt, das für ihn unrein ist, oder einen Menschen, der für ihn unrein ist wegen einer Unreinheit, die an ihm haftet,
6 wer dies berührt, ist unrein bis zum Abend und darf von den heiligen Gaben nicht essen. Er muss zuerst seinen Leib mit Wasser waschen,
7 und wenn die Sonne untergeht, wird er wieder rein. Und danach darf er von den heiligen Gaben essen, denn das ist seine Speise.
8 Er soll nicht ein verendetes oder gerissenes Tier essen und dadurch unrein werden. Ich bin der HERR.
9 So sollen sie meine Anweisung erfüllen und keine Sünde auf sich laden, damit sie nicht sterben müssen, weil sie das Heilige entweihen. Ich bin der HERR, der sie heiligt.
10 Aber kein Fremder darf etwas Heiliges essen. Der Beisasse eines Priesters oder ein Tagelöhner darf etwas Heiliges nicht essen.
11 Wenn aber ein Priester jemanden für Geld kauft, darf dieser davon essen, und so auch der in seinem Haus geborene Sklave. Sie dürfen von seiner Speise essen.
12 Und wenn die Tochter eines Priesters die Frau eines Fremden wird, darf sie von den heiligen Abgaben nicht mehr essen.
13 Wenn die Tochter eines Priesters aber Witwe oder verstossen wird und keine Kinder hat und zurückkehrt in das Haus ihres Vaters, darf sie von der Speise ihres Vaters essen, wie in ihrer Jugend. Aber kein Fremder darf davon essen.
14 Und wenn jemand aus Versehen etwas Heiliges isst, soll er noch ein Fünftel hinzufügen und das Heilige dem Priester geben.
15 Und die Priester sollen die heiligen Gaben der Israeliten nicht entweihen, die sie für den HERRN abheben.
16 Und wenn sie ihre heiligen Gaben essen, sollen sie ihnen nicht schwere Schuld aufbürden. Denn ich bin der HERR, der sie heiligt.

Die Beschaffenheit der Opfertiere

17 Und der HERR sprach zu Mose:
18 Sprich zu Aaron und zu seinen Söhnen und zu allen Israeliten und sage ihnen: Wenn jemand aus dem Haus Israel oder von den Fremden in Israel eine Opfergabe darbringt - jedes Gelübdeopfer und jede freiwillige Gabe, die sie dem HERRN als Brandopfer darbringen,
19 soll ein makelloses männliches Tier von den Rindern, Schafen oder Ziegen sein, damit ihr Wohlgefallen findet.
20 Was einen Makel hat, dürft ihr nicht darbringen, denn es würde euch nicht wohlgefällig machen.
21 Und wenn jemand dem HERRN ein Heilsopfer von den Rindern oder vom Kleinvieh darbringen will, um ein Gelübde zu erfüllen oder als freiwillige Gabe, so muss es makellos sein, damit es Wohlgefallen findet. Es darf keinen Makel haben.
22 Ist ein Tier blind oder hat es ein gebrochenes Glied, ist es verstümmelt oder hat es Warzen oder die Krätze oder eine Flechte, dürft ihr es dem HERRN nicht darbringen und es nicht als Feueropfer für den HERRN auf den Altar legen.
23 Und ein Rind oder ein Schaf, das missgebildet und mangelhaft ist, darfst du als freiwillige Gabe darbringen. Als Gelübdeopfer aber findet es kein Wohlgefallen.
24 Und ein Tier, dessen Hoden zerquetscht, zerschlagen, abgerissen oder abgeschnitten sind, dürft ihr dem HERRN nicht darbringen. Das dürft ihr in eurem Land nicht tun.
25 Auch wenn solche Tiere aus dem Besitz eines Fremden stammen, dürft ihr sie eurem Gott nicht als Speise darbringen. Denn sie haben einen Mangel, es ist ein Makel an ihnen, sie werden euch kein Wohlgefallen bringen.
26 Und der HERR sprach zu Mose:
27 Wenn ein Rind oder ein Schaf oder eine Ziege geboren wird, soll das Junge sieben Tage bei seiner Mutter bleiben. Vom achten Tag an aber findet es Wohlgefallen als Feueropfer für den HERRN.
28 Und ein Rind oder ein Schaf dürft ihr nicht an ein und demselben Tag zusammen mit seinem Jungen schlachten.
29 Und wenn ihr dem HERRN ein Dankopfer darbringt, sollt ihr es so schlachten, dass ihr Wohlgefallen findet.
30 Es soll noch am selben Tag gegessen werden, nichts davon dürft ihr bis zum Morgen übrig lassen. Ich bin der HERR.
31 Ihr sollt meine Gebote halten und sie befolgen. Ich bin der HERR.
32 Und ihr sollt meinen heiligen Namen nicht entweihen, damit ich heilig gehalten werde unter den Israeliten. Ich bin der HERR, der euch heiligt,
33 der euch herausgeführt hat aus dem Land Ägypten, um euer Gott zu sein. Ich bin der HERR.
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