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Zürcher Bibel

Die Rache der Gibeoniter an den Söhnen Sauls

1 Und in den Tagen Davids herrschte eine Hungersnot, drei Jahre lang, Jahr für Jahr. Da suchte David das Angesicht des HERRN. Und der HERR sprach: Es ist wegen Saul und des Hauses der Blutschuld, denn er hat die Gibeoniter getötet.
2 Da rief der König die Gibeoniter und sprach zu ihnen - die Gibeoniter aber gehörten nicht zu den Israeliten, sondern zum Rest der Amoriter, und obwohl die Israeliten ihnen einen Schwur geleistet hatten, wollte Saul sie erschlagen in seinem Eifer für die Israeliten und die Judäer -,
3 David also sprach zu den Gibeonitern: Was soll ich tun für euch? Und wodurch kann ich Sühne erwirken, damit ihr den Erbbesitz des HERRN segnet?
4 Und die Gibeoniter sagten zu ihm: Uns geht es nicht um Silber oder Gold gegenüber Saul und gegenüber seinem Haus; und es geht uns nicht darum, jemanden in Israel zu töten. Und er sprach: Was immer ihr sagt, ich werde es für euch tun.
5 Da sagten sie zum König: Der Mann, der uns ausrotten wollte und der Pläne ausgeheckt hat gegen uns, um uns zu vernichten, damit wir nirgendwo mehr bestehen können im Gebiet Israels,
6 von seinen Söhnen sollen uns sieben Männer herausgegeben werden. Für den HERRN werden wir ihnen die Knochen brechen im Gibea Sauls, des Auserwählten des HERRN. Da sprach der König: Ich werde sie herausgeben.
7 Mefiboschet aber, den Sohn Jehonatans, des Sohns von Saul, verschonte der König, weil zwischen ihnen der Schwur beim HERRN galt, zwischen David und Jehonatan, dem Sohn Sauls.
8 Die zwei Söhne der Rizpa aber, der Tochter des Ajja, die diese Saul geboren hatte, Armoni und Mefiboschet, und die fünf Söhne der Michal, der Tochter Sauls, die diese Adriel geboren hatte, dem Sohn Barsillais des Mecholatiters, diese nahm der König
9 und gab sie in die Hand der Gibeoniter, und diese brachen ihnen die Knochen auf dem Berg, vor dem HERRN. So fielen die sieben gemeinsam. Und in den ersten Tagen der Ernte wurden sie getötet, zu Beginn der Gerstenernte.
10 Und Rizpa, die Tochter des Ajja, nahm das Trauergewand und breitete es sich auf dem Felsen aus, vom Beginn der Ernte an, bis Wasser vom Himmel auf die Toten1 fiel. Und sie liess nicht zu, dass bei Tag die Vögel des Himmels sich auf ihnen niederliessen oder die Tiere des Feldes bei Nacht.
11 Und David wurde berichtet, was Rizpa, die Tochter des Ajja, die Nebenfrau Sauls, getan hatte.
12 Da ging David und holte die Knochen Sauls und die Knochen Jehonatans, seines Sohns, von den Herren von Jabesch im Gilead. Diese hatten sie von dem Platz in Bet-Schan geraubt, wo die Philister sie aufgehängt hatten, an dem Tag, als die Philister Saul am Gilboa erschlagen hatten.
13 Und von dort brachte er die Knochen Sauls und die Knochen Jehonatans, seines Sohns, herauf. Dann sammelte man die Gebeine derer, denen man die Knochen gebrochen hatte.
14 Und man begrub die Knochen Sauls und Jehonatans, seines Sohns,2 in Zela im Land Benjamin, im Grab seines Vaters Kisch. Und man tat alles, was der König befohlen hatte. Und danach liess Gott sich für das Land erbitten.

Die Helden Davids und ihre Taten

15 Und wieder hatten die Philister Krieg mit Israel. Und David zog hinab, und seine Diener waren bei ihm, und sie bekämpften die Philister, und David war erschöpft.
16 In Nob aber war Jischbi,3 der zu den Kindern des Rafa gehörte, und das Gewicht seiner Lanze betrug dreihundert Schekel Bronze, und er war mit einer neuen Waffe umgürtet, und er sagte, er wolle David erschlagen.
17 Abischai aber, der Sohn der Zeruja, kam ihm zu Hilfe und schlug den Philister und tötete ihn. Damals wurde David von seinen Männern beschworen: Du darfst nicht mehr mit uns zum Kampf ausziehen, damit du nicht die Leuchte Israels auslöschst.
18 Und danach kam es in Gob noch einmal zur Schlacht gegen die Philister. Damals erschlug Sibbechai, der Chuschatiter, Saf, der zu den Kindern des Rafa gehörte.
19 Und als die Schlacht gegen die Philister in Gob noch im Gang war,4 erschlug Elchanan, der Sohn des Jare-Oregim, der Betlehemit, Goliat, den Gattiter, und das Holz seines Speers war wie ein Webbaum.
20 Und in Gat kam es noch einmal zur Schlacht. Und dort war ein streitsüchtiger Mann, und er hatte sechs Finger an seinen Händen und sechs Zehen an seinen Füssen, vierundzwanzig insgesamt, und auch er war Rafa geboren worden.
21 Und er verhöhnte Israel; Jehonatan aber, der Sohn des Schima, des Bruders von David, erschlug ihn.
22 Diese vier waren Rafa in Gat geboren worden, und sie fielen durch die Hand Davids und durch die Hand seiner Diener.
1 Wörtlich: "..., bis Wasser vom Himmel auf sie fiel. ..."
2 Möglicherweise ist zu übersetzen: "Und man begrub sie zusammen mit den Knochen Sauls und Jehonatans, seines Sohns, ..."
3 Die Übersetzung "In Nob aber war Jischbi" ist unsicher.
4 Möglich ist auch die Übersetzung: "Und als es in Gob noch einmal zur Schlacht gegen die Philister kam, ..."
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