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Zürcher Bibel

Fünfte Plage: Viehpest

1 Da sprach der HERR zu Mose: Geh zum Pharao und sage ihm: So spricht der HERR, der Gott der Hebräer: Lass mein Volk ziehen, damit sie mir dienen.
2 Wenn du dich aber weigerst, sie ziehen zu lassen, und sie weiter festhältst,
3 sieh, dann kommt die Hand des HERRN über dein Vieh auf dem Feld, über die Pferde, Esel, Kamele, Rinder und Schafe, eine sehr schwere Pest.
4 Der HERR aber wird einen Unterschied machen zwischen dem Vieh Israels und dem Vieh Ägyptens, so dass von allem, was den Israeliten gehört, kein einziges Tier sterben wird.
5 Und der HERR setzte einen Zeitpunkt fest und sprach: Morgen wird der HERR dies tun im Land.
6 Und der HERR tat es am folgenden Tag, und alles Vieh Ägyptens starb. Den Israeliten aber starb nicht ein einziges Tier.
7 Da sandte der Pharao hin, und sieh, vom Vieh Israels war nicht ein einziges Tier gestorben. Aber das Herz des Pharao blieb verstockt, und er liess das Volk nicht ziehen.

Sechste Plage: Geschwüre

8 Da sprach der HERR zu Mose und Aaron: Füllt eure Hände mit Ofenruss, und Mose soll ihn vor den Augen des Pharao gegen den Himmel werfen.
9 Und er soll zu Staub werden über dem ganzen Land Ägypten, und es sollen daraus im ganzen Land Ägypten an Menschen und Vieh Geschwüre mit aufplatzenden Blasen entstehen.
10 Und sie nahmen Ofenruss und traten vor den Pharao, und Mose warf ihn gegen den Himmel, und an Menschen und Vieh entstanden Geschwüre mit aufplatzenden Blasen.
11 Die Wahrsager aber konnten vor lauter Geschwüren Mose nicht gegenübertreten; denn die Geschwüre befielen die Wahrsager wie ganz Ägypten.
12 Aber der HERR machte das Herz des Pharao hart, und dieser hörte nicht auf sie, wie der HERR es Mose gesagt hatte.

Siebte Plage: Hagel

13 Da sprach der HERR zu Mose: Tritt morgen früh vor den Pharao und sage zu ihm: So spricht der HERR, der Gott der Hebräer: Lass mein Volk ziehen, damit sie mir dienen.
14 Denn diesmal will ich alle meine Plagen gegen dich senden, gegen deine Diener und gegen dein Volk, damit du erkennst, dass es im ganzen Land keinen gibt wie mich.
15 Denn schon jetzt hätte ich meine Hand ausstrecken und dich und dein Volk mit der Pest schlagen können, und du wärst aus dem Land verschwunden.
16 Aber ich habe dich bestehen lassen, um dir meine Macht zu zeigen und um meinen Namen zu verkünden im ganzen Land.
17 Du bist noch immer hochmütig gegen mein Volk und willst es nicht ziehen lassen.
18 Sieh, ich lasse morgen um diese Zeit einen schweren Hagel niedergehen, wie es in Ägypten vom Tag seiner Gründung bis heute keinen gegeben hat.
19 So sende nun hin, bring dein Vieh und deinen ganzen Besitz auf dem Feld in Sicherheit. Auf alle Menschen und alles Vieh, die auf dem Feld sind und sich nicht ins Haus zurückziehen, wird der Hagel niedergehen, und sie werden sterben.
20 Wer von den Dienern des Pharao das Wort des HERRN fürchtete, liess seine Knechte und sein Vieh in die Häuser flüchten.
21 Wer aber das Wort des HERRN nicht zu Herzen nahm, liess seine Knechte und sein Vieh auf dem Feld.
22 Und der HERR sprach zu Mose: Strecke deine Hand aus gegen den Himmel, und es soll Hagel fallen im ganzen Land Ägypten, auf Mensch und Vieh und auf alles Kraut des Feldes im Land Ägypten.
23 Da streckte Mose seinen Stab aus gegen den Himmel, der HERR aber liess es donnern und hageln, und Feuer fiel auf das Land nieder. Und der HERR liess Hagel niedergehen auf das Land Ägypten.
24 Und es fiel Hagel, und mitten im Hagel flackerte ein Feuer. Er war so schwer, wie es noch keinen gegeben hatte im ganzen Land Ägypten, seit es zu einem Volk geworden war.
25 Und im ganzen Land Ägypten erschlug der Hagel alles, was auf dem Feld war, Mensch und Vieh; auch alles Kraut des Feldes zerschlug der Hagel, und alle Bäume des Feldes zerbrach er.
26 Nur im Land Goschen, wo die Israeliten waren, fiel kein Hagel.
27 Da sandte der Pharao hin und liess Mose und Aaron rufen und sprach zu ihnen: Diesmal habe ich gesündigt; der HERR ist im Recht, ich aber und mein Volk, wir sind im Unrecht.
28 Betet zum HERRN, dass der gewaltige Donner und der Hagel ein Ende nehme! Ich will euch ziehen lassen, nicht länger sollt ihr bleiben.
29 Und Mose sprach zu ihm: Sobald ich zur Stadt hinausgehe, werde ich meine Hände ausbreiten zum HERRN. Dann wird der Donner aufhören, und es wird kein Hagel mehr fallen, damit du erkennst, dass das Land dem HERRN gehört.
30 Von dir und deinen Dienern aber weiss ich: Ihr fürchtet euch noch nicht vor Gott dem HERRN.
31 Der Flachs und die Gerste wurden zerschlagen, denn die Gerste stand gerade in Ähren und der Flachs in Blüte.
32 Der Weizen aber und der Emmer wurden nicht zerschlagen, denn sie reifen später.
33 Und Mose verliess den Pharao und ging aus der Stadt hinaus und breitete seine Hände aus zum HERRN. Da hörten der Donner und der Hagel auf, und es fiel kein Regen mehr auf das Land.
34 Und der Pharao sah, dass Regen, Hagel und Donner aufgehört hatten, aber er sündigte weiter, und er verhärtete sein Herz, er und seine Diener.
35 Und das Herz des Pharao blieb hart, und er liess die Israeliten nicht ziehen, wie es der HERR durch Mose gesagt hatte.
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