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Zürcher Bibel

Manasse, König von Juda. Seine Versündigung und seine Demütigung

1 Zwölf Jahre alt war Manasse, als er König wurde, und fünfundfünfzig Jahre lang war er König in Jerusalem.
2 Und er tat, was böse war in den Augen des HERRN, so abscheulich wie das, was die Nationen getan hatten, die der HERR vor den Israeliten vertrieben hatte.
3 Und er baute die Kulthöhen wieder auf, die Jechiskijahu, sein Vater, niedergerissen hatte, und er errichtete den Baalen Altäre und machte Ascheren, und vor dem ganzen Heer des Himmels warf er sich nieder, und er diente ihnen.
4 Und im Haus des HERRN baute er Altäre, obwohl der HERR gesagt hatte: In Jerusalem soll mein Name sein für immer.
5 Und in beiden Vorhöfen des Hauses des HERRN baute er Altäre für das ganze Heer des Himmels.
6 Und er war es, der seine Söhne durch das Feuer gehen liess im Tal Ben-Hinnom, und er trieb Zeichendeuterei und Wahrsagerei und Zauberei, und er trieb Totenbeschwörung und Weissagerei. Er tat vieles, was böse war in den Augen des HERRN, um ihn zu reizen.
7 Und das Götzenstandbild, das er gemacht hatte, stellte er in das Haus Gottes, von dem Gott zu David und zu Salomo, seinem Sohn, gesagt hatte: In diesem Haus und in Jerusalem, das ich erwählt habe aus allen Stämmen Israels, werde ich meinen Namen niederlegen für alle Zeiten.
8 Und ich werde Israel nicht mehr von dem Boden entfernen, den ich euren Vorfahren bestimmt habe, wenn sie nur alles halten, was ich ihnen geboten habe, die ganze Weisung, die Satzungen und die Rechtsbestimmungen, die durch Mose ergangen sind, und danach handeln.
9 Manasse aber verführte Juda und die Bewohner Jerusalems, mehr Böses zu tun als die Nationen, die der HERR vor den Israeliten vertilgt hatte.
10 Da sprach der HERR zu Manasse und zu seinem Volk; sie aber achteten nicht darauf.
11 Und der HERR brachte die Heerführer des Königs von Assur über sie, und sie nahmen Manasse gefangen mit Haken und legten ihn in doppelte Ketten und führten ihn nach Babel.
12 Und in seiner Bedrängnis flehte er den HERRN, seinen Gott, an und demütigte sich tief vor dem Gott seiner Vorfahren
13 und betete zu ihm. Und er liess sich von ihm erbitten, und er erhörte sein Flehen und brachte ihn nach Jerusalem in sein Königtum zurück. Und Manasse erkannte, dass der HERR Gott ist.
14 Und danach baute er die äussere Mauer für die Stadt Davids, westlich vom Gichon, im Tal und bis da, wo man zum Fisch-Tor kommt, und rings um den Ofel, und er machte sie sehr hoch. Und in allen befestigten Städten Judas setzte er Heerführer ein.
15 Dann schaffte er die fremden Götter und das Götzenbild aus dem Haus des HERRN und alle Altäre, die er auf dem Berg des Hauses des HERRN und in Jerusalem errichtet hatte, und warf sie hinaus vor die Stadt.
16 Und er stellte den Altar des HERRN wieder her und opferte auf ihm Heilsopfer und Dankopfer und befahl Juda, dem HERRN, dem Gott Israels, zu dienen.
17 Doch das Volk opferte noch immer auf den Kulthöhen - aber für den HERRN, seinen Gott.
18 Und was sonst noch von Manasse zu berichten ist, und sein Gebet zu seinem Gott und die Worte der Seher, die im Namen des HERRN, des Gottes Israels, zu ihm geredet haben, sieh, das steht in der Geschichte der Könige Israels.
19 Und sein Gebet und wie er erhört wurde und alle seine Versündigung und seine Untreue und die Stätten, an denen er Kulthöhen gebaut und die Ascheren und Götzenbilder errichtet hatte, bevor er sich demütigte, sieh, das steht geschrieben in der Geschichte der Seher1.
20 Und Manasse legte sich zu seinen Vorfahren, und man begrub ihn in seinem Haus, und Amon, sein Sohn, wurde König an seiner Statt.

Amon, König von Juda. Seine Schuld

21 Zweiundzwanzig Jahre alt war Amon, als er König wurde, und zwei Jahre lang war er König in Jerusalem.
22 Und er tat, was böse war in den Augen des HERRN, wie Manasse, sein Vater, es getan hatte: Und Amon opferte allen Götzenbildern, die Manasse, sein Vater, gemacht hatte, und diente ihnen.
23 Und er demütigte sich nicht vor dem HERRN, wie sich Manasse, sein Vater, gedemütigt hatte, sondern er, Amon, vermehrte die Schuld.
24 Und seine Diener verschworen sich gegen ihn und töteten ihn in seinem Haus.
25 Das Volk des Landes aber erschlug alle, die sich gegen König Amon verschworen hatten. Dann machte das Volk des Landes Joschijahu, seinen Sohn, zum König an seiner Statt.
1 Der Massoretische Text lautet wörtlich: "... in den Worten meiner Seher." Möglicherweise ist aber ein Personenname zu übersetzen: "... in den Worten von Chosai."
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