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Zürcher Bibel

Anweisungen für die Sklaven

1 Wer immer als Sklave unter einem Joch ist, soll dem eigenen Herrn die Ehre geben, die ihm gebührt, damit der Name Gottes und die Lehre nicht gelästert werden.
2 Die aber gläubige Herren haben, sollen es ihnen gegenüber nicht an Respekt fehlen lassen, weil sie Brüder sind, sondern ihnen umso williger dienen, weil sie Gläubige und Geliebte sind, die es sich zur Aufgabe gemacht haben, Gutes zu tun. Dies sollst du lehren und ihnen ans Herz legen!

Warnung vor den Irrlehrern

3 Wer aber andere Lehren verbreitet und sich nicht an die gesunden Worte unseres Herrn Jesus Christus hält und an die Lehre, die der Frömmigkeit entspricht,
4 ist ein Narr. Nichts hat er verstanden, sondern krank ist er vor lauter Streitereien und Wortgefechten, bei denen nichts anderes herauskommt als Neid, Streit, Lästerungen, üble Verdächtigungen
5 - ein fortwährendes Gezänk verwirrter Menschen, die sich um die Wahrheit gebracht haben, weil sie meinen, die Frömmigkeit sei ein einträgliches Geschäft.
6 Es ist ja in der Tat die Frömmigkeit eine Quelle grossen Reichtums - wenn sie mit Genügsamkeit verbunden ist.
7 Denn nichts haben wir in die Welt mitgebracht, so können wir auch nichts aus ihr mitnehmen.
8 Haben wir aber Nahrung und Kleidung, so soll uns das genügen.
9 Die aber reich werden wollen, geraten in Versuchung und in die Schlingen vieler törichter und schädlicher Begierden, die die Menschen ins Verderben und in den Untergang stürzen.
10 Denn die Wurzel aller Übel ist die Liebe zum Geld; von ihr getrieben, sind schon manche vom Glauben abgekommen und haben sich selbst viel Leid zugefügt.

Jagen nach der Frömmigkeit

11 Du aber, Mann Gottes, fliehe davor! Jage der Gerechtigkeit nach, der Frömmigkeit, dem Glauben, der Liebe, der Geduld, der Sanftmut.
12 Kämpfe den guten Kampf des Glaubens! Ergreife das ewige Leben, zu dem du berufen bist, der du dich zum guten Bekenntnis bekannt hast vor vielen Zeugen.
13 Ich fordere dich auf, im Angesicht Gottes, der alles lebendig macht, und Christi Jesu, der das gute Bekenntnis abgelegt hat vor Pontius Pilatus:
14 Bewahre das Gebot unbefleckt und untadelig, bis unser Herr Jesus Christus erscheint,
15 zur rechten Zeit, da ihn erscheinen lässt der selige und alleinige Herrscher, der König der Könige und Herr der Herren,
16 der allein Unsterblichkeit hat, der im unzugänglichen Licht wohnt, den kein Mensch je gesehen hat noch zu sehen vermag. Ihm sei Ehre und ewige Macht, Amen.

Mahnung an die Reichen

17 Den Reichen in der gegenwärtigen Welt aber gebiete, nicht überheblich zu sein und ihre Hoffnung nicht auf den flüchtigen Reichtum zu setzen, sondern auf Gott, der uns alles in reichem Masse zukommen und es uns geniessen lässt.
18 Sie sollen Gutes tun, reich werden an guten Werken, freigebig sein und ihren Sinn auf das Gemeinwohl richten.
19 So verschaffen sie sich eine gute Grundlage für die Zukunft, die dazu dient, das wahre Leben zu gewinnen.

Briefschluss

20 Lieber Timotheus, bewahre, was dir anvertraut ist, und wende dich ab vom heillosen und leeren Gerede, von den Behauptungen der sogenannten Erkenntnis,
21 zu der sich manche bekennen; in Fragen des Glaubens sind sie vom rechten Weg abgekommen. Die Gnade sei mit euch.
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