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Zürcher Bibel

Die Unmündigkeit der Gemeinde

1 Doch ich, liebe Brüder und Schwestern, konnte nicht zu euch sprechen wie zu Menschen, die aus dem Geist leben, sondern musste zu euch sprechen wie zu solchen, die auf das Irdische beschränkt sind, mit in Christus noch unmündigen Kindern.
2 Milch gab ich euch zu trinken, nicht feste Speise; denn die konntet ihr noch nicht vertragen. Ja, ihr könnt es noch immer nicht,
3 denn ihr lebt noch aus dem Irdischen. Sofern nämlich Eifersucht und Streit unter euch herrschen, lebt ihr da nicht aus dem Irdischen, und geht es da unter euch nicht sehr menschlich zu?
4 Denn wenn einer sagt: Ich gehöre zu Paulus, und ein anderer: Ich zu Apollos, seid ihr da nicht wie jedermann?

Die Apostel als Diener des Herrn

5 Was ist denn Apollos? Und was ist Paulus? Diener sind sie, durch die ihr zum Glauben gekommen seid, ein jeder, wie es der Herr ihm gab:
6 Ich habe gepflanzt, Apollos hat bewässert, Gott aber liess es wachsen.
7 Darum zählt weder der, der pflanzt, noch der, der bewässert, sondern Gott, der wachsen lässt.
8 Ob einer pflanzt oder ob er bewässert, gilt gleich viel; jeder wird seinen Lohn erhalten entsprechend der Arbeit, die er geleistet hat.
9 Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; Gottes Ackerfeld und Gottes Bau seid ihr.
10 Gemäss der Gnade Gottes, die mir gegeben wurde, habe ich als kundiger Baumeister das Fundament gelegt, ein anderer baut darauf weiter. Jeder aber sehe zu, wie er darauf weiterbaut!
11 Denn ein anderes Fundament kann niemand legen als das, welches gelegt ist: Jesus Christus.
12 Ob nun einer mit Gold, Silber, Edelsteinen, Holz, Heu oder Stroh auf dem Fundament weiterbaut -
13 eines jeden Werk wird offenbar werden, denn der Tag des Gerichts wird es ans Licht bringen, weil er sich im Feuer offenbart: Wie eines jeden Werk beschaffen ist, das Feuer wird es prüfen.1
14 Hat das Werk, das einer aufgebaut hat, Bestand, so wird er Lohn empfangen.
15 Verbrennt sein Werk, so wird er Schaden erleiden - er selbst aber wird gerettet werden, freilich wie durch Feuer hindurch.
16 Wisst ihr nicht, dass ihr Gottes Tempel seid und dass Gottes Geist in euch wohnt?
17 Wer den Tempel Gottes zerstört, den wird Gott zerstören; denn der Tempel Gottes ist heilig - und das seid ihr.

Die Freiheit der Gemeinde

18 Niemand betrüge sich selbst! Meint einer unter euch, weise zu sein in dieser Weltzeit, so werde er töricht, um weise zu werden.
19 Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit vor Gott. Es steht nämlich geschrieben: Er ist es, der die Weisen fängt in ihrer Verschlagenheit.
20 Und wiederum: Der Herr kennt die Gedanken der Weisen, und er weiss, dass sie nichtig sind.
21 Darum gründe niemand seinen Ruhm auf Menschen! Denn alles ist euer,
22 sei es Paulus, Apollos oder Kefas, sei es Welt, Leben oder Tod, sei es Gegenwärtiges oder Zukünftiges: Alles ist euer,
23 ihr aber gehört Christus, Christus aber Gott.
1 Andere Übersetzungsmöglichkeit: "... wird es ans Licht bringen. Weil er sich im Feuer offenbart, wird auch eines jeden Werk, wie beschaffen es sei, das Feuer prüfen."
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