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Schlachter 2000

Elberfelder Bibel

Neue Genfer Übersetzung

1 Nachdem Gott in vergangenen Zeiten vielfältig und auf vielerlei Weise zu den Vätern geredet hat durch die Propheten,
2 hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn. Ihn hat er eingesetzt zum Erben von allem, durch ihn hat er auch die Welten geschaffen;
3 dieser ist die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der Ausdruck seines Wesens und trägt alle Dinge durch das Wort seiner Kraft; er hat sich, nachdem er die Reinigung von unseren Sünden durch sich selbst vollbracht hat, zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt.

Der Sohn Gottes ist erhabener als die Engel

4 Und er ist umso viel erhabener geworden als die Engel, als der Name, den er geerbt hat, ihn auszeichnet vor ihnen.
5 Denn zu welchem von den Engeln hat er jemals gesagt: »Du bist mein Sohn; heute habe ich dich gezeugt«?1 Und wiederum: »Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein«?2
6 Und wenn er den Erstgeborenen wiederum in die Welt einführt, spricht er: »Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten!«3
7 Von den Engeln zwar sagt er: »Er macht seine Engel zu Winden und seine Diener zu Feuerflammen«4 ;
8 aber von dem Sohn: »Dein Thron, o Gott, währt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Das Zepter deines Reiches ist ein Zepter des Rechts.
9 Du hast Gerechtigkeit geliebt und Gesetzlosigkeit gehasst; darum hat dich, o Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl, mehr als deine Gefährten!«5
10 Und: »Du, o Herr, hast im Anfang die Erde gegründet, und die Himmel sind das Werk deiner Hände.
11 Sie werden vergehen, du aber bleibst; sie alle werden veralten wie ein Kleid,
12 und wie einen Mantel wirst du sie zusammenrollen, und sie sollen ausgewechselt werden. Du aber bleibst derselbe, und deine Jahre nehmen kein Ende.«6
13 Zu welchem von den Engeln hat er denn jemals gesagt: »Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel für deine Füße«7 ?
14 Sind sie nicht alle dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, welche das Heil8 erben sollen?
1 Ps 2,7.
2 2Sam 7,14; 1Chr 17,13.
3 Ps 97,7. »Welt« = Erdkreis (oikoumene).
4 Ps 104,4.
5 Ps 45,7-8.
6 Ps 102,26-28.
7 Ps 110,1.
8 od. die Errettung.

Gottes Offenbarung im Sohn - Jesu Erhabenheit über die Engel

1 Nachdem Gott vielfältig und auf vielerlei Weise ehemals zu den Vätern geredet hat in den1 Propheten,
2 hat er am Ende dieser Tage zu uns geredet im Sohn2, den er zum Erben aller Dinge eingesetzt hat, durch den er auch die Welten3 gemacht hat;
3 er, der Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und Abdruck seines Wesens ist und alle Dinge durch das Wort seiner4 Macht trägt, hat sich, nachdem er die Reinigung von den Sünden bewirkt hat, zur Rechten der Majestät in der Höhe gesetzt;
4 und er ist um so viel erhabener geworden als die Engel, wie er einen vorzüglicheren Namen vor ihnen ererbt hat.
5 Denn zu welchem der Engel hat er jemals gesagt: "Mein Sohn bist du, ich habe dich heute gezeugt"?, und wiederum: "Ich werde ihm Vater und er wird mir Sohn sein"?
6 Wenn er aber den Erstgeborenen wieder in den Erdkreis5 einführt, spricht er: "Und alle Engel Gottes sollen ihn anbeten!"
7 Und von den Engeln zwar spricht er: "Der seine Engel zu Winden6 macht und seine Diener7 zu einer Feuerflamme",
8 von dem Sohn aber: "Dein Thron, Gott, ist von Ewigkeit zu Ewigkeit8, und das Zepter der Aufrichtigkeit ist Zepter deines Reiches9;
9 du hast Gerechtigkeit geliebt und Gesetzlosigkeit gehasst; darum hat dich, Gott, dein Gott gesalbt10 mit Freudenöl11 vor deinen Gefährten."
10 Und: "Du, Herr, hast im Anfang die Erde gegründet, und die Himmel sind Werke deiner Hände;
11 sie werden untergehen, du aber bleibst; und sie alle werden veralten wie ein Gewand,
12 und wie einen Mantel wirst du sie zusammenrollen, wie ein Gewand, und sie werden verwandelt werden. Du aber bist derselbe12, und deine Jahre werden nicht aufhören."
13 Zu welchem der Engel aber hat er jemals gesagt: "Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel deiner Füße"?
14 Sind sie nicht alle dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um derer willen, die das Heil13 erben sollen?
1 o. durch die
2 d. h. in der Person des Sohnes, für dessen Einzigartigkeit der fehlende Artikel im Griech. bezeichnend ist
3 o. die Zeitalter; o. die Ewigkeiten; griech. Äonen
4 d. h. seiner eigenen
5 o. die bewohnte Erde; so auch Kap. 2,5
6 o. zu Geistern; vgl. Anm. zu Joh 3,8
7 griech. leitourgos; das Wort wurde auch für geistliche und weltliche Amtsträger verwendet
8 w. in das Zeitalter des Zeitalters (griech. Äon)
9 o. deiner Königsherrschaft
10 o. darum hat Gott, dein Gott, dich gesalbt
11 w. Öl des Jubels
12 d. h. der ewig Unveränderliche
13 o. die Rettung

Der Sohn – das Ebenbild Gottes

1 Viele Male und auf verschiedenste Weise sprach Gott in der Vergangenheit durch die Propheten zu unseren Vorfahren.
2 Jetzt aber, am Ende der Zeit, hat er durch ´seinen eigenen` Sohn zu uns gesprochen. Der Sohn ist der von Gott bestimmte Erbe aller Dinge. Durch ihn hat Gott die ganze Welt erschaffen.
3 Er ist das vollkommene Abbild von Gottes Herrlichkeit, der unverfälschte Ausdruck seines Wesens. Durch die Kraft seines Wortes trägt er das ganze Universum. Und nachdem er das Opfer gebracht hat, das von den Sünden reinigt, hat er den Ehrenplatz im Himmel eingenommen, den Platz an der rechten Seite Gottes, der höchsten Majestät.
4 Selbst im Vergleich mit den Engeln ist seine Stellung einzigartig. Ihm wurde ja auch ein unvergleichlich höherer Titel verliehen als ihnen.
5 Oder hat Gott je zu einem von den Engeln gesagt: »Du bist mein Sohn; heute habe ich dich gezeugt.«1? An einer anderen Stelle sagt Gott: »Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein.«2
6 Und dort, wo die Rede davon ist, dass Gott ihn, den Erstgeborenen, in unsere Welt einführt, heißt es: »Alle Engel Gottes sollen sich vor ihm niederwerfen und ihn anbeten.«3
7 Die Engel werden als Diener bezeichnet; es heißt in der Schrift: »Gott macht seine Engel zu Sturmwinden, seine Diener zu Feuerflammen.«4 
8 Zum Sohn jedoch wird gesagt: »Dein Thron, oGott, hat für immer Bestand; Gerechtigkeit ist das Kennzeichen deiner Herrschaft.
9 Du liebst das Recht; alles Unrecht ist dir verhasst. Deshalb, oGott, hat dein Gott das Salböl der Freude in solcher Fülle über dich ausgegossen, wie er es bei keinem deiner Freunde getan hat.«5
10 An einer anderen Stelle heißt es: »Du, Herr, hast am Anfang das Fundament der Erde gelegt, und auch der Himmel ist das Werk deiner Hände.
11 Himmel und Erde werden vergehen, du aber bleibst. Sie werden alt werden – alt wie ein ´abgenutztes` Kleid;
12 du wirst sie zusammenrollen wie einen Umhang, sie werden ausgewechselt werden wie ein ´abgetragenes` Kleidungsstück. Du aber bleibst der, der du bist, und deine Zeit wird kein Ende haben.«6
13 Und hat Gott je zu einem Engel gesagt: »Setze dich an meine rechte Seite, bis ich deine Feinde zum Schemel für deine Füße gemacht habe!«7?
14 Nein, die Engel sind alle nur Diener, Wesen der unsichtbaren Welt, die denen zu Hilfe geschickt werden, die am kommenden Heil teilhaben sollen, dem Erbe, ´das Gott uns schenkt`.
1 Psalm 2,7.
2 2.Samuel 7,14; 1.Chronik 17,13.
3 5.Mose 32,43 (nach der Septuaginta); Psalm 97,7.
4 Psalm 104,4 (nach der Septuaginta).
5 Psalm 45,7.8.
6 Psalm 102,26-28.
7 Psalm 110,1.
8 w. in das Zeitalter des Zeitalters (griech. Äon)
9 o. deiner Königsherrschaft
10 o. darum hat Gott, dein Gott, dich gesalbt
11 w. Öl des Jubels
12 d. h. der ewig Unveränderliche
13 o. die Rettung
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