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Neues Leben. Die Bibel

Weitere Sprüche Salomos

1 Es folgen noch mehr Sprüche Salomos, gesammelt von den Ratgebern Hiskias, des Königs von Juda.
2 Es ist das Vorrecht Gottes, eine Sache zu verbergen, und das Vorrecht des Königs, sie aufzudecken.
3 Niemand kann die Höhe des Himmels und die Tiefe der Erde erforschen oder wissen, was im Kopf des Königs vorgeht.
4 Entferne die Schlacken vom Silber, und der Silberschmied wird ein Gefäß daraus formen.
5 Verjage die Gottlosen vom Hof des Königs, und seine Herrschaft wird durch Gerechtigkeit gefestigt werden.
6 Spiel dich nicht auf vor dem König und verlange keinen Platz unter den Fürsten.
7 Es ist besser, wenn man dir einen guten Platz anbietet, als auf einen schlechteren Platz verwiesen und so öffentlich beschämt zu werden! Wenn du etwas gesehen hast,
8 geh deswegen nicht gleich vor Gericht. Du könntest eine schmerzliche Niederlage vor deinem Nachbarn erleiden.
9 Besprich die Sache zunächst unter vier Augen mit ihm. Erzähle niemandem etwas davon,
10 damit dich keiner beschuldigt, du würdest alles ausplaudern, und dein guter Ruf für immer dahin ist.
11 Ein gutes Wort zur rechten Zeit ist so lieblich wie goldene Äpfel in einem silbernen Korb.
12 Eine weise Ermahnung ist dem, der sie beachtet, ebenso kostbar wie Schmuck aus reinem Gold.
13 Vertrauenswürdige Boten sind so erfrischend wie Schnee in der Sommerhitze. Sie beleben den Geist ihres Herrn.
14 Ein Mensch, der ein versprochenes Geschenk zurückhält, ist wie Wind und Wolken, die keinen Regen bringen.
15 Geduld kann einen Fürsten überzeugen, und sanfte Worte können den heftigsten Widerstand brechen.
16 Schmeckt dir Honig?1 Iss nicht zu viel davon, oder dir wird übel!
17 Besuche deinen Nachbarn nicht zu oft, damit er nicht zu viel von dir bekommt und sich über dich ärgert.
18 Lügen über einen anderen zu verbreiten ist ebenso verletzend, wie ihn mit der Axt zu schlagen, mit einem Schwert zu verwunden oder mit einem scharfen Pfeil auf ihn zu schießen.
19 Einem unzuverlässigen Menschen zu vertrauen ist, als versuchte man, mit Zahnschmerzen zu kauen oder mit einem gebrochenen Fuß zu gehen2.
20 Einem Menschen, dem das Herz schwer ist, fröhliche Lieder vorzusingen ist gerade so, als würde einer bei großer Kälte die Jacke ablegen oder Salz in eine Wunde streuen3.
21 Wenn dein Feind hungrig ist, gib ihm zu essen. Wenn er durstig ist, gib ihm zu trinken.
22 So wirst du glühende Kohlen auf sein Haupt sammeln, und der Herr wird dich belohnen.
23 So sicher wie der Nordwind Regen bringt, bringt eine geschwätzige Zunge Ärger!
24 Es ist besser, allein in einem Winkel auf dem Dach zu wohnen als gemeinsam mit einer nörgelnden Frau in einem schönen Haus.
25 Gute Nachrichten aus der Ferne sind wie kaltes Wasser für den Durstigen.
26 Wenn ein gerechter Mensch mit dem Gottlosen gemeinsame Sache macht, so ist er wie eine trübe Quelle oder ein verunreinigter Brunnen.
27 So wie es nicht gut ist, zu viel Honig zu essen, ist es auch nicht gut, zu viel über die Ehre nachzudenken, die man verdient.
28 Ein Mensch ohne Selbstbeherrschung ist so schutzlos wie eine Stadt mit eingerissenen Mauern.
1 25,16 Hebr. Hast du Honig gefunden.
2 25,19 Hebr. Ein zerbrochener Zahn und ein wankender Fuß, so ist das Hoffen auf den Treulosen am Tag der Not.
3 25,20 Hebr. Essig auf Natron.
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