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Neues Leben. Die Bibel

1 Ein trockenes Brot, in Frieden verzehrt, ist besser als ein Festessen im Streit.
2 Ein kluger Diener wird herrschen über den ungeratenen Sohn seines Herrn und zusammen mit den anderen Söhnen wird er das Erbe antreten.
3 Mit Feuer prüft man die Reinheit von Silber und Gold, der Herr aber prüft die Herzen.
4 Ein boshafter Mensch hört auf böses Geschwätz; ein Lügner achtet auf böse Zungen.
5 Wer den Armen verspottet, beleidigt seinen Schöpfer; wer sich über das Unglück anderer freut, erhält seine Strafe.
6 Enkelkinder sind der Ruhm der Alten; Eltern sind der Stolz ihrer Kinder.
7 Gewählt zu reden passt nicht zu einem Narren; noch weniger Lügen zu einem geachteten Menschen.
8 Bestechungsgeschenke wirken für die, die sie zahlen, wie ein Zauber; sie haben mit allem, was sie anpacken, Erfolg.
9 Großzügig zu sein gegenüber den Fehlern eines anderen hält die Liebe lebendig; das ständige Reden darüber trennt die besten Freunde.
10 Einem klugen Menschen nützt eine einzige Zurechtweisung mehr als einem Narren hundert Peitschenschläge auf den Rücken.
11 Ein böser Mensch sucht nur den Aufstand, doch er wird hart bestraft1.
12 Es ist besser, mit einer Bärin zusammenzutreffen, die ihrer Jungen beraubt wurde, als mit einem Narren in seiner Dummheit.
13 Wer Gutes mit Bösem zurückzahlt, in dessen Haus wird das Böse für immer bleiben.
14 Einen Streit anzufangen gleicht dem Öffnen eines Dammes; deshalb lass eine Sache lieber auf sich beruhen, bevor es zum Streit darüber kommt.
15 Wer den Schuldigen freispricht und den Unschuldigen verurteilt, den verabscheut der Herr.
16 Es ist nutzlos, Geld auszugeben, damit ein Narr sich unterrichten lässt, der keinen Sinn für die Weisheit hat.2
17 Auf einen Freund kann man sich immer verlassen, und ein Bruder ist dazu da, dass man einen Helfer in der Not hat.
18 Nur ein unvernünftiger Mensch bürgt für einen anderen und kommt für seine Schulden auf.
19 Wer den Streit liebt, liebt die Sünde; wer stolz ist3, fordert das Unglück heraus.
20 Ein böses Herz findet kein Glück und eine lügnerische Zunge gerät ins Unglück.
21 Ein unvernünftiges Kind bereitet Kummer; der Vater eines Narren kennt keine Freude.
22 Ein fröhliches Herz ist die beste Medizin, ein verzweifelter Geist aber schwächt die Kraft eines Menschen4.
23 Der Gottlose nimmt heimlich Geschenke an und beugt damit das Recht.
24 Der kluge Mensch hat die Weisheit stets vor Augen, doch die Augen eines Narren wandern bis an das Ende der Erde.
25 Ein unvernünftiger Sohn macht dem Vater Kummer und verbittert der Mutter das Leben.
26 Es ist unrecht, einen Gerechten dafür bezahlen zu lassen, dass er gut ist, oder einen anständigen Menschen dafür zu bestrafen, dass er ehrlich ist5.
27 Ein weiser Mensch macht nicht viel Worte; ein kluger Mensch verhält sich besonnen.
28 Selbst einen Narren hält man für weise, wenn er schweigt; solange er den Mund nicht aufmacht, scheint er klug zu sein.
1 17,11 Hebr. aber ein grausamer Bote wird gegen ihn gesandt.
2 17,16 Hebr. Wozu denn Geld in der Hand des Toren? Um Weisheit zu kaufen, da ihm doch der Verstand fehlt?
3 17,19 Hebr. wer seine Türe hoch macht.
4 17,22 Hebr. ein niedergeschlagener Geist dörrt das Gebein aus.
5 17,26 Hebr. aber Edle zu schlagen, ist nicht recht.
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