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Neues Leben. Die Bibel

Der Bote des Herrn kommt nach Bochim

1 Der Engel des Herrn kam von Gilgal nach Bochim herauf und sagte zu den Israeliten: »Ich habe euch aus Ägypten herausgeführt und in dieses Land gebracht, das ich euren Vorfahren mit einem Schwur zugesichert habe. Ich habe gesagt: `Meinen Bund mit euch werde ich niemals brechen.
2 Ihr dagegen sollt euch nicht mit den Menschen verbünden, die in diesem Land wohnen. Ihre Altäre sollt ihr zerstören.´ Doch ihr habt nicht auf mich gehört. Warum habt ihr das getan?
3 Nun sage ich: Ich werde die Menschen, die in eurem Land leben, nicht mehr für euch vertreiben. Sie werden euch von allen Seiten bedrängen und ihre Götter werden eine Stolperfalle für euch sein.«
4 Als der Engel des Herrn das zum Volk gesagt hatte, brachen die Israeliten in lautes Weinen aus.
5 Sie nannten den Ort deshalb Bochim1 und brachten dem Herrn dort Opfer dar.

Josuas Tod

6 Nachdem Josua das Volk entlassen hatte, gingen die einzelnen Stämme daran, das Land, das ihnen als Erbbesitz zugeteilt war, zu erobern.
7 Solange Josua und später die Ältesten, die all die großen Taten gesehen hatten, die der Herr für Israel vollbrachte, lebten, dienten die Israeliten dem Herrn.
8 Josua, der Sohn von Nun, der Diener des Herrn, starb mit 110 Jahren.
9 Er wurde in dem Land begraben, das er als Erbteil erhalten hatte, in Timnat-Serach im Bergland von Ephraim, nördlich vom Berg Gaasch.

Israel ist Gott ungehorsam

10 Als aus Josuas Generation alle gestorben waren, wuchs eine neue Generation heran, die den Herrn nicht kannte und nichts von den Taten wusste, die er für Israel vollbracht hatte.
11 Da taten die Israeliten Böses in den Augen des Herrn und beteten Baal an.
12 Sie verließen den Herrn, den Gott ihrer Vorfahren, der sie aus Ägypten herausgeführt hatte. Sie liefen anderen Göttern nach und beteten die Götter der Völker an, die um sie her lebten. So weckten sie den Zorn des Herrn.
13 Sie verließen den Herrn, um Baal und Aschtoret zu dienen.
14 Darum wurde der Herr zornig auf die Israeliten, und er lieferte sie Räubern aus, die ihren Besitz stahlen. Er gab sie ihren Feinden ringsum preis, sodass sie sich nicht mehr gegen sie behaupten konnten.
15 Jedesmal, wenn die Israeliten in die Schlacht zogen, stellte sich der Herr gegen sie und ließ sie den Kampf verlieren, so wie er es ihnen geschworen hatte. Und das Volk war in großer Not.

Gott rettet sein Volk

16 Da setzte der Herr Richter ein, die die Israeliten vor ihren Feinden retten sollten.
17 Aber die Israeliten hörten nicht auf die Richter, sondern ließen sich mit anderen Göttern ein und warfen sich vor ihnen nieder. So schnell wandten sie sich vom Weg ihrer Vorfahren ab, die sich gehorsam an die Gebote des Herrn gehalten hatten, und folgten ihrem Beispiel nicht.
18 Immer wenn der Herr einen Richter über Israel einsetzte, war er mit dem Richter und rettete das Volk vor seinen Feinden, solange der Richter lebte. Denn der Herr hatte Mitleid mit seinem Volk, das schwer unter seinen Bedrängern und Unterdrückern stöhnte.
19 Doch sobald der Richter gestorben war, kehrten die Israeliten zu ihrem alten Lebensstil zurück und verhielten sich schlimmer als ihre Väter. Sie liefen anderen Göttern nach, dienten ihnen und warfen sich vor ihnen nieder. Und sie weigerten sich, ihre schlechte Lebensweise und ihr trotziges Verhalten aufzugeben.
20 Da wurde der Herr zornig auf Israel. Er sagte: »Weil dieses Volk sich nicht an den Bund gehalten hat, auf den ich seine Vorfahren verpflichtet habe, und weil es nicht auf mich gehört hat,
21 werde ich kein einziges der Völker vertreiben, die bei Josuas Tod noch unbesiegt waren.
22 Damit will ich Israel auf die Probe stellen, damit ich sehe, ob es dem Herrn gehorchen wird wie seine Vorfahren.«
23 Deshalb ließ der Herr die Völker im Land bleiben, anstatt sie schnell zu vertreiben, und darum hatte er auch nicht zugelassen, dass Josua alle Völker besiegte.
1 2,5 Das bedeutet Weinen.
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