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Neues Leben. Die Bibel

Psalm 44

1 Für den Chorleiter: Ein Psalm der Nachkommen Korachs.
2 Gott, wir haben es mit eigenen Ohren gehört - unsere Vorfahren haben uns erzählt, was du vor langer Zeit getan hast:
3 Du hast die anderen Völker vertrieben und das Land unsren Vorfahren geschenkt. Du hast ihre Feinde vernichtet und unsere Väter befreit, damit unser Volk sich ausbreiten konnte.
4 Sie haben das Land nicht mit ihren Schwertern erobert und nicht aus eigener Kraft gesiegt. Deine große Macht war es, die ihnen zum Sieg verhalf, weil du auf ihrer Seite warst und deine Liebe bei ihnen war.1
5 Du bist mein König und mein Gott. Auf dein Wort hin erringt dein Volk2 den Sieg.
6 Nur mit dir können wir unsere Feinde schlagen, und nur in deinem Namen können wir sie besiegen.
7 Ich verlasse mich nicht auf meinen Bogen und vertraue nicht auf mein Schwert, dass es mir hilft.
8 Du bist es, der uns den Sieg über unsere Feinde schenkt und die umkommen lässt, die uns hassen.
9 Gott, alle Tage wollen wir dich loben und deinem Namen unaufhörlich danken.
10 Doch jetzt hast du uns verstoßen und beschämt. Du führst unser Heer nicht mehr in die Schlacht.
11 Du lässt uns vor unseren Feinden fliehen und gestattest ihnen, unser Land zu plündern.
12 Du gabst uns hin wie Schafe zur Schlachtung und hast uns unter die Völker zerstreut.
13 Du hast uns, dein kostbares Volk, für einen Hungerlohn verkauft, mit dem du nicht den kleinsten Gewinn gemacht hast.
14 Du hast zugelassen, dass unsere Nachbarn uns verlachen. Den Völkern um uns herum sind wir zum Spott geworden.
15 Du hast uns zum Spott werden lassen, sodass die ganze Welt über uns lacht.
16 Jeden Tag habe ich meine Schande vor Augen und Scham steht mir ins Gesicht,
17 wenn ich den Hohn unserer Spötter höre und die rachedurstigen Feinde sehe.
18 Dies alles geschah, obwohl wir dir treu waren und deinen Bund nicht verletzt haben.
19 Unsere Herzen haben dich nicht verlassen. Wir sind nicht von deinem Weg abgewichen.
20 Dennoch hast du uns in der Wüste gestraft3 und uns mit Dunkelheit und Tod bedeckt.
21 Hätten wir Gott vergessen oder unsere Hände im Gebet zu fremden Göttern erhoben,
22 hättest du es gleich gewusst, denn du kennst die Geheimnisse unserer Herzen.
23 Aber weil wir an dir festhalten, werden wir jeden Tag getötet und wie Schafe geschlachtet.
24 Herr, wach auf! Warum schläfst du? Erhebe dich! Verstoße uns nicht für immer!
25 Warum wendest du dich von uns ab? Warum verschließt du deine Augen vor unserem Leid und unserer Unterdrückung?
26 Wir werden in den Staub gedrückt und liegen am Boden.
27 Erhebe dich! Komm und hilf uns! Rette uns um deiner Gnade willen!
1 44,4 Hebr. Denn nicht durch ihr Schwert eroberten sie das Land und ihr Arm verlieh ihnen keine Rettung, sondern deine Rechte und dein Arm und das Licht deines Angesichtes, weil du sie liebtest.
2 44,5 Hebr. Jakob.
3 44,20 Hebr. zermalmt.
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