Schließen
BibleServer ist ein auf Spenden basiertes Projekt von ERF Medien. Bereits mit 25 € unterstützen Sie den Fortbestand dieser Website.
Jetzt spenden
Hilfe

Neues Leben. Die Bibel

1 Halleluja! Dankt dem Herrn, denn er ist gut und seine Gnade bleibt ewig bestehen.
2 Wer kann alle herrlichen Wunder des Herrn aufzählen? Wer lobt ihn so, wie es ihm gebührt?
3 Glücklich sind die, die seine Gebote halten und immer tun, was recht ist.
4 Herr, denke auch an mich, wenn du deinem Volk gnädig bist, und hilf auch mir.
5 Lass mich teilhaben am Glück deiner Auserwählten. Lass mich mit einstimmen in den Jubel deines Volkes und dich zusammen mit denen loben, die zu dir gehören.
6 Wie unsere Vorfahren, so haben auch wir gesündigt. Wir haben Unrecht begangen und gegen dich gehandelt.
7 Unsere Vorfahren in Ägypten verstanden deine Wunder nicht. Schon bald vergaßen sie die vielen Beweise deiner Güte und lehnten sich am Roten Meer1 gegen dich auf.
8 Dennoch rettete er sie - um der Ehre seines Namens willen und um seine große Macht zu zeigen.
9 Er befahl dem Meer2, sich zu teilen, und es wurde trocken. Er führte Israel über den Meeresgrund, der trocken war wie eine Wüste.
10 Auf diese Weise rettete er sein Volk vor seinen Feinden und befreite es von seinen Gegnern.
11 Danach strömte das Wasser wieder zurück und bedeckte ihre Feinde, nicht ein Einziger von ihnen blieb am Leben.
12 Da glaubten sie an sein Wort und lobten ihn mit Liedern.
13 Doch wie rasch vergaßen sie wieder, was er getan hatte, und warteten nicht auf seinen Rat.
14 In der Wüste entflammten ihre Begierden und sie stellten Gottes Geduld in der Einöde auf die Probe.
15 Schließlich gab er ihnen, worum sie gebeten hatten, doch er schickte ihnen auch eine Seuche.
16 Die Menschen im Lager wurden eifersüchtig auf Mose und beneideten Aaron, den heiligen Priester des Herrn.
17 Deshalb tat sich die Erde auf und verschlang Datan und begrub Abiram und die anderen Aufrührer.
18 Feuer fiel auf ihre Anhänger und eine Flamme verzehrte die Gottlosen.
19 Am Berg Sinai3 machten sich die Menschen ein Kalb und verneigten sich vor einem goldenen Götzen.
20 Sie tauschten ihren herrlichen Gott ein gegen das Bild eines Gras fressenden Ochsen!
21 Sie vergaßen Gott, ihren Retter, der in Ägypten so große Taten vollbracht hatte,
22 so wundervolle Taten in jenem Land, und so Schreckliches am Roten Meer.
23 Deshalb schwor er, dass er sie vernichten wolle. Doch Mose, sein Erwählter, trat zwischen den Herrn und das Volk und flehte ihn an, von seinem Zorn ab;zulassen und sie nicht zu vernichten.
24 Dann wollten sie das schöne Land nicht betreten, denn sie glaubten Gottes Worten nicht.
25 Sie murrten in ihren Zelten und verweigerten dem Herrn den Gehorsam.
26 Deshalb schwor er, dass er sie in der Wüste töten wolle,
27 dass er ihre Nachkommen unter den Völkern verstreuen und sie in ferne Länder führen würde.
28 Da beteten unsere Väter den Götzen Baal in Peor an und aßen von Opfern, die Toten dargebracht wurden!
29 Damit weckten sie den Zorn des Herrn, und es brach eine Seuche unter ihnen aus.
30 Doch Pinhas hatte den Mut zu handeln und hielt Gericht, und die Plage hörte auf.
31 Sein Handeln machte ihn vor Gott gerecht, ihn und alle seine Kinder von nun an bis in Ewigkeit.
32 Auch bei Meriba forderten sie den Zorn des Herrn heraus und brachten Mose in große Bedrängnis.
33 Sie machten Mose zornig4, und er fing an, unbedacht zu reden.
34 Sie vernichteten die anderen Völker nicht, wie der Herr es ihnen befohlen hatte.
35 Stattdessen vermischten sie sich mit ihnen und übernahmen ihre Bräuche.
36 Sie beteten ihre Götzen an, und das führte sie ins Verderben.
37 Sie opferten sogar ihre Söhne und Töchter den Dämonen.
38 So vergossen sie unschuldiges Blut, das Blut ihrer Söhne und Töchter, die sie den Götzen Kanaans opferten und das Land mit Blut beschmutzten.
39 Sie verunreinigten sich durch ihre bösen Taten und brachen Gott die Treue.
40 Deshalb entbrannte der Zorn des Herrn gegen sein Volk, und er verabscheute sein eigenes Volk.
41 Er lieferte sie den anderen Völkern aus, und die sie hassten, herrschten nun über sie.
42 Ihre Feinde zertraten sie und unterdrückten sie grausam.
43 Immer wieder befreite er sie, aber sie lehnten sich weiter gegen ihn auf und kamen durch ihre Sünde um.
44 Doch noch immer hatte er Mitleid mit ihnen und erhörte ihre Schreie.
45 Er dachte an seinen Bund mit ihnen und bereute in seiner Gnade seinen Zorn.
46 Er ließ sie Erbarmen finden bei allen, die sie gefangen hielten.
47 Herr, unser Gott, rette uns! Sammle uns wieder aus den Völkern, damit wir deinen heiligen Namen preisen und uns freuen, dass wir dich loben können.
48 Gelobt sei der Herr, der Gott Israels, bis in alle Ewigkeit! Und das ganze Volk soll sprechen: »Amen!« Halleluja!
1 106,7 Hebr. am Meer, dem Schilfmeer.
2 106,9 Hebr. Schilfmeer; so auch in 106,22.
3 106,19 Hebr. am Horeb, ein anderer Name für Sinai.
4 106,33 Hebr. sie verbitterten seinen Geist.
© 2018 ERF Medien