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Neues Leben. Die Bibel

1 Der Gerechte dagegen kommt um, ohne dass sich jemand darüber Gedanken macht. Die, die Gott treu sind, werden abberufen, aber niemandem fällt auf, dass sie dadurch dem Bösen entkommen sollen.
2 Sie treten in den Frieden Gottes ein und ruhen auf ihren Lagern, weil sie ihren Weg geradeaus gingen.

Verurteilung des Götzendienstes

3 »Ihr aber - kommt her, ihr Kinder der Zauberin, Nachkommen von Ehebrechern und Huren!
4 Über wen macht ihr euch lustig, wem gegenüber reißt ihr das Maul so weit auf und wem streckt ihr die Zunge heraus? Seid ihr nicht Kinder der Sünde und eine verlogene Brut?
5 Unter den Eichen hurt ihr beim Götzendienst unter jedem grünen Baum herum. In Tälern und unter Felshängen schlachtet ihr eure Kinder.
6 Abgerundete Steine in den Tälern sind dein Zugang zu den Götzen. Sie bestimmen deiner Meinung nach dein Schicksal. Du hast über ihnen Trankopfer ausgegossen und Speiseopfer daraufgelegt. Soll ich das ruhig mit ansehen?
7 Auf hohen und erhabenen Bergen hast du dein Lager aufgeschlagen; auch dort gingst du hinauf, um zu opfern.
8 Das Abzeichen zur Erinnerung an deinen Herrn hast du hinter dem Eingang versteckt und hinter dem Türpfosten angebracht. So hast du versucht mich loszuwerden, um hinaufsteigen zu können und dir ein geräumiges Hurenlager herzurichten. Dann hast du ausgehandelt, was man dir zu geben hat, bist mit deinen Freiern liebestrunken ins Bett gegangen und hast dich an ihrer Männlichkeit ergötzt.
9 Du bist auch zum König gegangen und hast Öl und reichlich Salben mitgenommen. Du hast deine Boten zu ihm weit ausgesandt, dich bis in die Unterwelt1 verbeugt.
10 Der weite Weg hat dich erschöpft, doch du gabst nicht auf. Du fandest immer wieder neue Kraft und wurdest deshalb nicht schwach.
11 Vor wem hast du dich gescheut und gefürchtet, dass du gelogen hast? An mich dachtest du überhaupt nicht! Du hast mich leichtfertig übergangen.
12 Ich werde selbst verraten, was es mit deiner Gerechtigkeit und deinem Tun auf sich hat, sodass sie dir nichts nützen werden.
13 Wenn du um Hilfe schreist, sollen dich doch deine vielen Götzen retten. Doch sie werden alle vom Wind davongetragen, ein Luftzug wird sie wegpusten. Wer sich aber in mir birgt, wird das Land besitzen und meinen heiligen Berg erben.
14 Der Herr sagt: »Schaufelt fleißig und baut eine glatte Straße! Bahnt meinem Volk einen Weg ohne Hindernisse.«

Gott vergibt den Reumütigen

15 Denn so spricht der Hohe und Erhabene, der in der Ewigkeit wohnt, der, dessen Name der Heilige ist: »Ich wohne an der hohen, heiligen Stätte und bei denen, die einen zerschlagenen und gedemütigten Sinn haben, um die Gedemütigten neu zu beleben, und die zerschlagenen Herzen wieder aufleben zu lassen.
16 Denn ich werde nicht für immer hadern; und nicht ewig zornig sein. Wenn es so wäre, müsste der Geist des Lebens vor mir verschmachten - die Seele des Menschen, die ich selbst geschaffen habe.
17 Ich war wegen seiner Sünde, der Selbstsucht, zornig, schlug mein Volk und verbarg mich vor ihm. Ich war deshalb voller Zorn, weil es Wege wählte, durch die es sich von mir abwandte.
18 Ich habe seine Wege sehr wohl gesehen, aber ich werde es trotzdem heilen und leiten! Ich werde meinem Volk einen Trost bringen, der alle Trauernden erreicht.
19 Ich will es zu einem dankbaren Volk erschaffen. Frieden, Frieden, den Fernen und den Nahen, denn ich werde mein Volk heilen«, spricht der Herr.
20 »Die Gottlosen aber sind wie das aufgewühlte Meer, das niemals still sein kann, sondern ständig Schmutz und Schlamm aufwühlt.
21 Für die Gottlosen gibt es keinen Frieden«, spricht mein Gott.
1 57,9 Hebr. in den Scheol.
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