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Neues Leben. Die Bibel

Weissagung über den Fall Babylons

1 »Steig herab, jungfräuliche Tochter Babylon, setz dich in den Staub. Setz dich, weil kein Thron mehr da ist, auf die Erde, Tochter Chaldäas, denn man wird dich nicht mehr `Zarte und Verwöhnte´ nennen.
2 Nimm Mühlsteine und mahle das Korn. Schlag deinen Schleier zurück und heb die Schleppe. Entblöße die Schenkel, wate durch Flüsse.
3 Nackt sollst du sein und deine Scham sichtbar werden. Ich will Rache an dir nehmen und ich werde niemanden verschonen.«
4 Unser Erlöser, dessen Name der Herr, der Allmächtige ist, ist der Heilige Israels.
5 »Tochter Babyloniens, setz dich still hin, verkrieche dich in die Dunkelheit. Niemals mehr wird man dich `Herrin der Königreiche´ nennen.
6 Ich war zornig über mein Volk und habe meinem Eigentum die Würde genommen, indem ich es in deine Hände fallen ließ. Du aber hast keinerlei Mitleid gezeigt. Sogar den Alten hast du deine schwere Bürde auferlegt.
7 Du glaubtest, du würdest für immer als Königin herrschen. Deshalb hast du Folgendes nicht bedacht: Du hast dir keine Gedanken darüber gemacht, was wohl nach dir sein wird.
8 Hör dies, du Wollüstige, die sich in Sicherheit wiegt und sich im Stillen denkt: `Ich und sonst niemand! Ich werde niemals Witwe werden und auch nicht kinderlos sein.´
9 Doch genau dies wird dich beides am selben Tag ereilen: Kinderlosigkeit und Witwenschaft. Dieses Unglück wird trotz all deiner Zauberkünste und trotz der Kraft deiner magischen Praktiken über dich kommen.
10 Du vertrautest auf deine Bosheit. `Mich sieht doch keiner´, sagtest du. Deine Weisheit und dein Wissen haben dich zur Angeberei verleitet: `Niemand außer mir!´
11 So bricht das Unglück über dich herein und du wirst es nicht wegzaubern können. Es wird Verderben über dich kommen, von dem du dich nicht freikaufen können wirst. Zerstörung wird dich so unvermittelt treffen, dass du nicht wissen wirst, wie dir geschieht.
12 Flüchte dich doch zu deinen Beschwörungsformeln und deinen zahlreichen Zauberkünsten, die du von Jugend an betrieben hast. Vielleicht nützen sie dir und vielleicht haben sie eine abschreckende Wirkung.
13 Du hast dich mit deinen Beratern abgemüht. Sollen sie doch kommen und dich retten, die Astrologen und Sterndeuter, die dir an den Neumonden die Zukunft verkünden.
14 Doch sie werden wie Stroh sein, das im Feuer verbrennt. Sie können sich nicht vor den Flammen retten! Es wird keine Glut sein, an der man sich wärmt, oder ein Feuer, vor dem man sitzen kann.
15 So wird es dir mit all denen ergehen, um die du dich bemüht hast, mit deinen Geschäftsfreunden, mit denen du von Jugend an Handel treibst: Sie werden sich in alle Himmelsrichtungen auf und davon machen. Keiner wird dir noch helfen wollen.«
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