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Neues Leben. Die Bibel

Gottes Diener

1 »Schaut her, das ist mein Knecht, den ich festhalte. Er ist mein Auserwählter und macht mir Freude. Ich habe ihm meinen Geist gegeben, damit er den Völkern das Recht bringt.
2 Er wird weder schreien und lärmen noch seine Stimme auf der Straße hören lassen.
3 Er wird das geknickte Rohr nicht brechen und den glimmenden Docht nicht auslöschen. Er wird das Recht wahrheitsgetreu ans Licht bringen.
4 Er wird nicht müde werden oder zerbrechen, bis auf der ganzen Erde das Recht fest gegründet dasteht. Selbst ferne Meeresländer erwarten seine Weisungen.«
5 Gott, der Herr, hat den Himmel erschaffen und ausgespannt. Er hat die Erde und alles, was darauf wächst, gemacht. Er gibt allem, was auf der Welt ist, Leben und allem, was auf ihr geht, Atem. Er sagt:
6 »Ich, der Herr, habe dich in Gerechtigkeit berufen und dich bei deiner Hand erfasst. Ich beschütze dich und mache dich zu einem Bund für das Volk und zum Licht für die Völker.
7 Dadurch sollst du den Blinden die Augen öffnen, die Häftlinge aus dem Gefängnis befreien und die in der Dunkelheit Gefangenen ans Licht führen.
8 Ich bin der Herr; das ist mein Name! Ich werde meine Herrlichkeit keinem anderen überlassen. Ich werde das Lob, das mir zukommt, nicht mit Götzen teilen.
9 Vorhersagen haben sich erfüllt, jetzt weissage ich neue Dinge. Ich werde euch die Zukunft sagen, bevor sie eintritt.«

Ein Loblied für den Herrn

10 Singt dem Herrn ein neues Lied! Lobt ihn von den Enden der Erde! All ihr Seefahrer, ihr Meerestiere, all ihr Küstenbewohner singt.
11 Die Steppe und ihre Städte; auch die Dörfer von Kedar sollen ihre Stimmen erklingen lassen. Die Leute der Felsenstadt sollen jubeln und laut von den Gipfeln der Berge herab singen!
12 Sie sollen den Herrn ehren; den Inselbewohnern seinen Ruhm verkünden.
13 Der Herr wird ausziehen wie ein Held; zum Kampf mitreißen wie ein Krieger und den Schlachtruf erschallen lassen. Er wird in gellendes Kriegsgeschrei ausbrechen und sich an seinen Feinden als überlegener Sieger erweisen.
14 »Ich habe sehr lange geschwiegen, ich war still und habe mich zurückgehalten. Doch jetzt werde ich schreien wie eine Gebärende, werde zugleich stöhnen und schnauben.
15 Ich werde Berge und Hügel austrocknen und ihr Grün verwelken lassen. Ich verwandle Flüsse in Sandbänke und werde die Seen trockenlegen.
16 Ich führe Blinde einen neuen Weg, einen Weg, den sie nicht kannten, lasse ich sie gehen. Ich werde die Dunkelheit vor ihnen hell machen und den holprigen Weg vor ihnen ebnen. Diese Dinge werde ich ausführen und nicht davon ablassen.
17 Die aber, die an Götzen glauben, die zu Gussbildern sagen: `Ihr seid unsere Götter´ - werden leer ausgehen und im Erdboden versinken müssen.«

Israels Unvermögen zuzuhören und zu verstehen

18 »Ihr Tauben, hört, und ihr Blinden, blickt auf, damit ihr seht!
19 Wer ist so blind wie mein Diener? Wer ist so taub wie mein eigener Bote? Wer ist so blind wie mein Vertrauter, blind wie der Knecht des Herrn?
20 Du hast viel gesehen, aber es nicht beachtet. Du spitzt die Ohren, und hörst doch nichts.«
21 Es hat dem Herrn gefallen, um seiner Gerechtigkeit willen sein Gesetz zu verherrlichen; er wollte ihm Respekt und Achtung verschaffen.
22 Dennoch, es ist ein beraubtes, geplündertes Volk! Sie sind alle in Gefängnissen gefangen und in Kerkern eingeschlossen. Sie wurden geraubt und zu Diebesgut und es war kein Retter da, niemand sagte: »Gib es zurück!«
23 Aber wer von euch hört sich diese Dinge an und lässt sich wachrütteln und lernt für die Zukunft daraus?
24 Wer hat denn zugelassen, dass Jakob geplündert und Israel ausgeraubt wurde? War es nicht der Herr, gegen den wir gesündigt hatten? Das Volk wollte seinem Weg nicht folgen und gehorchte seinem Gesetz nicht.
25 Deshalb hat er es seinen Zorn spüren lassen und in schreckliche Kriegsnot kommen lassen. Es brannte ringsherum, aber niemand begriff. Er setzte es in Brand, doch niemand nahm es sich zu Herzen.
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