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Neues Leben. Die Bibel

Trost für das Gottesvolk

1 »Tröstet, ja, tröstet mein Volk«, spricht euer Gott.
2 »Redet zum Herzen Jerusalems. Sagt ihm, dass seine Leidenszeit vorüber ist und dass seine Sünden bezahlt wurden. Denn der Herr hat es für alle seine Sünden doppelt gestraft.«
3 Eine Stimme ruft: »Baut dem Herrn eine Straße durch die Wüste. Ebnet unserem Gott einen Weg durch die Steppe.
4 Jedes Tal soll aufgeschüttet und jeder Berg und Hügel eingeebnet werden. Das Unebene soll gerade und das Hügelige eben werden.
5 Dann wird die Herrlichkeit des Herrn offenbar und alle Menschen werden sie sehen. Dies hat der Herr beschlossen!«
6 Eine Stimme sagte: »Rufe!« Ich fragte: »Was soll ich verkünden?« »Menschen sind wie Gras. Ihre Schönheit ist wie eine Feldblume.
7 Das Gras verdorrt und die Blumen welken, wenn der Atem des Herrn über sie weht. Ja, wirklich: Das Volk ist Gras.
8 Das Gras verdorrt und die Blumen welken; aber das Wort des Herrn hat für immer Bestand.«
9 Zion, du Überbringerin der guten Botschaft, steig auf einen hohen Berg! Sprich mit lauter Stimme, Jerusalem, du Freudenbotin, sprich laut und fürchte dich nicht. Sag den Städten Judas: »Seht, da ist euer Gott!«
10 Seht, der Herr, euer Herrscher, kommt mit Macht. Der Herr regiert zu seinem Nutzen. Seht hin: Er bringt eine Belohnung mit und führt sein wiedererworbenes Volk vor sich her.
11 Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte: Die Lämmer wird er im Arm tragen und sie auf seinem Schoß halten, die Mutterschafe wird er freundlich leiten.
12 Wer hat das Meer mit seiner Hand gemessen und das Maß des Himmels mit seiner Handspanne festgesetzt? Wer hat den Staub der Erde mit einem Scheffel gemessen, wer hat die Berge gewogen und die Hügel auf die Waagschale gelegt?
13 Wer kann wissen, was der Herr denkt? Wer kann sein Ratgeber sein?
14 Mit wem hat er sich beraten, um Einsicht zu gewinnen, und sich in Rechtsfragen belehren zu lassen; und wer hat ihm beigebracht, wie man zu Erkenntnis kommt?
15 Die Völker sind in seinen Augen wie ein Tropfen am Eimer, wie ein Staubkorn auf einer Waage. Ferne Länder fallen bei ihm nicht mehr als ein Staubkörnchen ins Gewicht.
16 Die Wälder des Libanon enthalten nicht genügend Brennholz und alle seine Tiere wären nicht genug für ein Brandopfer.
17 Die gesamte Weltbevölkerung ist in seinen Augen nichts.
18 Wer also könnte Gott gleichen oder was könnte man ihm als Vergleich an die Seite stellen?
19 Götzenbilder werden von Handwerkern gegossen, von Goldschmieden vergoldet und mit silbernen Ketten verziert.
20 Wer zu arm für eine solche Gabe ist, muss Holz nehmen, das nicht fault und einen geschickten Handwerker aufsuchen, damit er ihm ein Götzenbild anfertigt, das nicht wackelt.
21 Wisst ihr es nicht? Habt ihr es nicht gehört? Wurde euch das nicht von Anfang an verkündigt? Habt ihr keine Einsicht darüber gewonnen, worauf die Erde gegründet ist?
22 Gott thront hoch über der Erde. Die Menschen erscheinen ihm wie Heuschrecken. Er spannt den Himmel wie einen Schleier und breitet ihn wie ein Wohnzelt aus.
23 Er macht die Großen dieser Welt wirkungslos und die obersten Richter zunichte.
24 Kaum sind sie gepflanzt und gesät, kaum haben sie Wurzeln geschlagen, da bläst er über sie hinweg und sie müssen verdorren. Der Sturm trägt sie davon wie Spreu.
25 »Mit wem also wollt ihr mich vergleichen? Wer ist mir gleich?«, fragt der Heilige.
26 Blickt zum Himmel hinauf und schaut. Wer hat erschaffen, was ihr da seht? Er bestimmt die Zahl der Sterne, die aufgehen und nennt jeden bei seinem Namen. Durch seine große Kraft und die Fülle seiner Macht fehlt keiner von ihnen.
27 Warum also sagst du, Jakob, und du, Israel: »Der Herr weiß nicht, wie es mir geht und mein Recht ist ihm egal.«
28 Weißt du es denn nicht? Hast du denn nicht gehört? Der Herr ist ein ewiger Gott, der Schöpfer der ganzen Erde. Er wird nicht matt oder müde. Sein Verstand ist unergründlich.
29 Er gibt den Erschöpften neue Kraft; er gibt den Kraftlosen reichlich Stärke.
30 Es mag sein, dass selbst junge Leute matt und müde werden und junge Männer völlig zusammenbrechen,
31 doch die, die auf den Herrn warten, gewinnen neue Kraft. Sie schwingen sich nach oben wie die Adler. Sie laufen schnell, ohne zu ermüden. Sie werden gehen und werden nicht matt.
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