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Neues Leben. Die Bibel

Eine Botschaft für Jerusalem

1 »Ariel, Ariel1, der Stadt, in der David lagerte, wird es schlecht ergehen. Fügt nur Jahr an Jahr und feiert die Feste.
2 Dennoch werde ich Ariel bedrängen und man wird weinen und klagen. Dann wird es ein rechter Ariel für mich sein.
3 Ich werde dich ringsherum belagern und Türme und Bollwerke gegen dich errichten.
4 Dann bist du gedemütigt. Du wirst aus der Erde sprechen und der Staub wird deine Stimme dämpfen. Sie wird wie eine Geisterstimme aus der Erde dringen; aus dem Staub wird sie flüstern.
5 Doch deine vielen Feinde werden wie feiner Staub sein und die vielen Gewalttätigen wie Spreu umherwehen. Dann wird sich urplötzlich Folgendes zutragen:
6 Ich, der Herr, der Allmächtige, werde mit Donner und Erdbeben und großem Lärm, mit Sturm, Unwetter und verzehrendem Feuer gegen sie vorrücken.
7 Die Völkerscharen derer, die zum Krieg gegen Ariel auszogen, werden zusammen mit allen Festungen und Mitteln, die gegen die Stadt aufgefahren wurden, wie ein nächtliches Traumgesicht verschwinden.
8 Wie ein Hungriger vom Essen träumt und doch hungrig aufwacht und wie ein Durstiger träumt, zu trinken und schwach vor Durst erwacht - so wird es all den Völkern ergehen, die gegen den Berg Zion zum Krieg ausziehen.«
9 Haltet inne und staunt. Blendet euch selbst und erblindet. Sie sind betrunken, aber nicht vom Wein! Sie wanken, aber nicht vom Alkohol!
10 Denn der Herr hat über sie einen Geist ausgegossen, der sie in einen tiefen Schlaf versetzt und ihre Augen verschließt. Er hat die Wahrnehmung der Propheten und ihrer Häupter, der Seher, verhüllt.
11 Deshalb ist jede Weissagung für sie wie ein Buch in einer verschlüsselten Sprache geworden. Wenn sie dieses Buch jemandem geben und ihn bitten zu lesen, muss er eingestehen: »Ich kann es nicht lesen, denn es ist verschlüsselt.«
12 Wenn sie Menschen bitten, es zu lesen, die nicht lesen können, dann sagen sie: »Wir können nicht lesen.«
13 Der Herr hat gesagt: »Dieses Volk sucht meine Nähe nur mit dem Mund und ehrt mich nur mit Lippenbekenntnissen. In seinem Herzen aber hält es einen weiten Abstand von mir. Seine Furcht vor mir erschöpft sich in auswendig gelernten Sprüchen.
14 Deshalb will ich weiterhin auf wundersame Weise, rätselhaft und erstaunlich seltsam, mit diesem Volk verfahren. Ich will die Weisheit seiner Weisen zunichte machen und seine Klugen ihrer Klugheit berauben.«
15 Schlimmes steht denen bevor, die versuchen, ihre Pläne tief im Verborgenen vor dem Herrn zu verstecken, deren Treiben im Dunkeln geschieht und die sagen: »Wer sieht und erkennt uns schon?«
16 Oh, ihr Tatsachenverdreher. Soll denn der Töpfer dem Ton gleichgestellt werden, dass ein Werk zu seinem Schöpfer sagen kann: »Er hat mich nicht gemacht« und das Gefäß zu dem, der es gemacht hat: »Er versteht nichts«?
17 Wird es nicht schon sehr bald geschehen, dass der Libanonwald in einen Garten voller Früchte umgewandelt, anderseits der Frucht bringende Garten zum Waldgestrüpp wird?
18 Dann hören Taube Wörter, die aus einem Buch vorgelesen werden und Blinde können sogar bei Dunkelheit und Finsternis sehen.
19 Die Erniedrigten werden wieder Freude am Herrn erleben. Die Armen unter den Menschen werden über den Heiligen Israels jubeln.
20 Denn es gibt keine Gewalttäter mehr, und die Spötter sind verschwunden; und alle bösen Ränkeschmiede sind ausgerottet.
21 Mit den Wort- und Rechtsverdrehern und den falschen Zeugen ist es vorbei.
22 Deshalb spricht der Herr, der Abraham erlöst hat, zum Volk Israel2: »Mein Volk soll nicht mehr beschämt werden und nicht mehr erblassen.
23 Vielmehr wird es, wenn es seine Kinder - und das, was ich unter ihnen getan habe - ansieht, meinen Namen als heilig verehren. Sie werden den Heiligen Israels ehren und Ehrfurcht vor dem Gott Israels bekommen.
24 Die im Irrtum gefangen waren, lernen Erkenntnis und die Unzufriedenen werden sich belehren lassen.«
1 29,1 Hebr. wahrscheinlich Altarherd.
2 29,22 Hebr. Haus Jakobs; so auch in 29,23.
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