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Neues Leben. Die Bibel

Keine Rettung vor Babel

1 Der Herr sprach ein weiteres Mal zu Jeremia, als Paschhur, der Sohn Malkijas, und der Priester Zefanja, der Sohn Maasejas, zu ihm kamen. Sie sollten Jeremia im Auftrag des Königs Zedekia sagen:
2 »Der babylonische König Nebukadnezar hat uns überfallen. Befrage doch den Herrn für uns! Vielleicht vollbringt der Herr ein Wunder, wie er es schon so oft getan hat, und Nebukadnezar wird zum Abzug gezwungen.«
3 Jeremia antwortete ihnen: »Geht zurück zu König Zedekia und antwortet ihm:
4 `So spricht der Herr, der Gott Israels: Eure Soldaten kämpften bisher außerhalb der Stadtmauern gegen den babylonischen König und gegen die Chaldäer, die euch belagern. Aber ich will selbst dafür sorgen, dass sie sich wieder in die Stadt zurückziehen müssen.
5 Ich selbst werde gegen euch in den Kampf ziehen, mit hocherhobener Hand und starkem Arm, zornig und voller Wut!
6 Ich will eine verheerende Seuche in die Stadt kommen lassen, an der alle Bewohner dieser Stadt, sowohl Menschen als auch Tiere, sterben sollen.
7 Der Herr spricht: Dann aber will ich König Zedekia mitsamt seinem Gefolge und allem Volk in die Hand Nebukadnezars geben, soweit sie nicht an der Pest, im Krieg oder vor Hunger gestorben sind. In die Hände ihrer Feinde sollen sie fallen; die werden sie ohne Erbarmen erschlagen.´
8 Zum Volk sag Folgendes: `So spricht der Herr: Ihr müsst euch entscheiden, was ihr haben wollt: das Leben oder den Tod.
9 Wer in Jerusalem bleibt, wird durch Krieg, Hunger oder die Pest sterben. Wer sich aber aus der Stadt hinauswagt und sich den Chaldäern ergibt, die euch belagern, der wird leben.
10 Denn ich habe beschlossen, Unheil über die Stadt zu bringen und nichts Gutes, spricht der Herr. Der babylonische König wird sie erobern und niederbrennen.´«

Gericht über die Könige von Juda

11 »Sag dem König und seiner Familie: `Hört die Botschaft des Herrn, ihr, die ihr von König David abstammt!
12 So spricht der Herr: Achtet darauf, gerechte Gerichtsurteile zu fällen, wenn ihr jeden Morgen Gericht haltet! Rettet den Schwachen aus der Gewalt seines brutalen Unterdrückers! Sonst wird sich mein Zorn wie ein unauslöschliches Feuer über euch ergießen. Denn ihr habt zu viel Böses getan.
13 Ich will gegen dich, Jerusalem, deinen König und deine Bewohner kämpfen! Ihr brüstet euch und sagt: »Wir sind sicher! Keiner wird es wagen, uns anzugreifen oder gar in unsere Stadt einzudringen!«
14 Aber ich will euch für alles, was ihr getan habt, zur Rechenschaft ziehen, spricht der Herr. Ich werde ein Feuer entfachen, das alles ringsum in Schutt und Asche legen wird.´«
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