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Neues Leben. Die Bibel

1 Elihu fuhr fort:
2 »Gedulde dich noch ein wenig, ich will dich weiter belehren, denn es gibt noch mehr Dinge, die über Gott zu sagen sind.
3 Ich will mit meinem Wissen weit ausholen und meinem Schöpfer Recht verschaffen.
4 Meine Worte sind wirklich wahr, vor dir steht ein Mann mit umfangreichem Wissen.
5 Gott ist mächtig, doch nicht nachtragend! Mitgefühl ist seine besondere Stärke.
6 Die Gottlosen lässt er nicht am Leben, und den Bedrängten verhilft er zu ihrem Recht.
7 Den Schuldlosen verliert er nicht aus den Augen, sondern weist ihm wie Königen auf dem Thron einen dauerhaften Ehrenplatz zu1.
8 Wenn sie in Fesseln gefangen sind, gebunden in Stricken des Elends,
9 dann hält er ihnen ihre Sünden und bösen Taten vor Augen, mit denen sie sich überhoben haben.
10 Er öffnet ihnen das Ohr für seine Warnungen und sagt ihnen, dass sie sich vom Unrecht abwenden sollen.
11 Wenn sie bereit sind zu hören und Gott zu dienen, werden sie ihre Tage im Glück verbringen und ihr Leben im Wohlergehen vollenden.
12 Doch wenn sie nicht auf ihn hören, wird ein tödlicher Schuss sie niederstrecken und sie werden ohne Erkenntnis2 sterben.
13 Denn die Gottlosen sind voll zorniger Auflehnung. Selbst wenn Gott sie fesselt, wollen sie ihn nicht um Hilfe bitten.
14 Sie sterben jung, nachdem sie sich ihr Leben lang dem Laster hingegeben haben3.
15 Die Leidenden dagegen wird er gerade durch ihr Leiden retten, denn es öffnet ihnen die Augen.
16 Auch dich rettet Gott aus dem Rachen der Not. Anstelle der Enge schenkt er dir einen weiten Raum - Behaglichkeit an einem reich gedeckten Tisch.
17 Doch du bist ganz erfüllt vom Gedanken, dass der Gottlose verurteilt werden soll. Darum werden das Urteil und das Strafgericht auch für dich sicher nicht ausbleiben.
18 Lass dich von deinem Zorn lieber nicht zu Unmutsausbrüchen verleiten und von der Größe der Erlösung nicht zum Unrecht verführen.
19 Werden dich dein Schreien und deine eigenen Anstrengungen aus der Not herausbringen?
20 Sehne dich nicht nach der Nacht, in der Gott die Völker richtet.4
21 Sei auf der Hut! Wende dich nicht weiter diesem Unrecht zu, denn du hast es bereits vorgezogen, dich aufzulehnen, statt geduldig zu leiden.

Elihu erinnert Hiob an Gottes Macht

22 Denk daran, dass Gott in seiner Macht große Dinge tut. Welcher Lehrer kann sich mit ihm vergleichen?
23 Wer könnte ihm vorschreiben, was er zu tun hat, und wer dürfte es wagen zu sagen: `Du hast Unrecht getan.´?
24 Nimm dir lieber vor, sein Handeln zu loben, das Menschen schon immer besungen haben.
25 Alle Welt freut sich an dem, was er tut, auch wenn man es nur von weitem sehen kann.
26 Denk daran, Gott steht unendlich hoch über unserem Begreifen. Die Zahl seiner Jahre können wir nicht erforschen.
27 Er sammelt die Wassertropfen in Wolken und lässt daraus den Regen fallen.
28 Er rieselt aus den Wolken und kommt allen Menschen zugute.
29 Kann ein Mensch begreifen, wie sich die Wolken auftürmen und der Donner am Himmel rollt?
30 Schau doch, wie er sein Licht über den Himmel ausbreitet und das Meer mit Blitzen bedeckt!
31 Damit richtet er die Völker und gibt ihnen gleichzeitig Nahrung im Überfluss.
32 Mit seinen Händen hält er das Licht umschlossen. Dann lässt er es herausfahren gegen seine Feinde.
33 Der Donner zeigt seine Gegenwart an, der Sturm verkündet seinen Zorn5.
1 36,7 O. und Könige lässt er für immer auf dem Thron sitzen, damit sie erhöht sind.
2 36,12 Hebr. ohne Verstand.
3 36,14 Hebr. und ihr Leben gleicht (dem Ende) der Lustknaben.
4 36,20 Hebr. die Völker von ihrer Stelle auffahren lässt. Die Bedeutung des Hebr. ist an dieser Stelle unklar.
5 36,33 O. selbst das Vieh weiß, wann ein Sturm aufzieht. Die Bedeutung des Hebr. ist an dieser Stelle unklar.
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