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Neues Leben. Die Bibel

Hiobs achte Rede: Seine Antwort an Elifas

1 Da ergriff wieder Hiob das Wort:
2 »Gerade jetzt ist meine Klage die beste Verteidigung gegen euch. Ich halte mit fester Hand an meinem Seufzen fest.1
3 Ich wollte, ich wüsste, wie ich Gott finden und zu seiner Wohnung kommen könnte.
4 Ich würde ihm mein Anliegen schildern und meine Argumente vortragen.
5 Dann wollte ich wissen, was er mir entgegnet, und die Worte verstehen, die er zu mir sagt.
6 Würde er wohl mit seiner unermesslichen Kraft mit mir streiten? Nein, er würde mich anhören.
7 Da würde ich dann als Aufrichtiger einen Rechtsstreit mit ihm führen, und mein Richter würde mich für immer freisprechen.2
8 Doch gehe ich nach Osten, so ist er nicht da. Gehe ich nach Westen, merke ich nichts von ihm.
9 Tut er sein Werk im Norden, fällt es mir nicht auf. Wende ich mich nach Süden, sehe ich ihn nicht.
10 Er aber kennt meinen Weg. Und wenn er mich wie Gold im Feuer prüfte, würde ich davonkommen.
11 Denn ich bin den Wegen Gottes treu geblieben, ich bin nicht einen Schritt von ihnen abgewichen.
12 Ich habe seine Gebote nicht übertreten, sondern sein Wort in meinem Herzen bewahrt. Es war mir wichtiger als mein eigenes Ansehen.
13 Und doch bleibt er sich immer treu. Wer könnte ihn von etwas abbringen? Er führt aus, was er sich vornimmt.
14 Und er wird auch ausführen, was er für mich bestimmt hat. Es ist Gottes Art, so zu handeln.3
15 Deshalb erschrecke ich vor seiner Gegenwart. Wenn ich daran denke, zittere ich vor ihm.
16 Gott hat mir meinen Mut genommen, der Allmächtige hat mich erschreckt.
17 Ist es nicht nur Finsternis, die mich umgibt, nichts als dichte, undurchdringliche Dunkelheit?
1 23,2 O. Ich versuche mein Seufzen zu kontrollieren.
2 23,7 Hebr. Ein Redlicher würde mit ihm rechten, und ich werde für immer meinem Richter entkommen.
3 23,14 Hebr. Und solches hat er noch viel im Sinn.
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