Hilfe

Neues Leben. Die Bibel

Das nahende Ende

1 Danach erhielt ich eine Botschaft vom Herrn:
2 »Menschenkind, so spricht Gott, der Herr, zum Land Israel: `Das Ende ist da! Das Ende kommt für alle vier Ecken des Landes.
3 Jetzt kommt dein Ende, denn ich lasse meinen Zorn an dir aus. Ich richte dich für dein Verhalten, und deine ganzen abscheulichen Taten werden auf dich zurückfallen.
4 Ich werde meine Augen von dir abwenden und kein Mitleid mit dir haben, sondern dich für dein Verhalten strafen. Deine abscheulichen Taten sollen auf dich zurückfallen. Dann werdet ihr erkennen, dass ich der Herr bin.´
5 So spricht Gott, der Herr: `Das Unglück kommt, Schlag auf Schlag!
6 Das Ende ist da! Es ist gekommen! Es kommt zu dir, es kommt!
7 Jetzt bist du an der Reihe, du Bewohner des Landes! Die Zeit ist gekommen, der Tag ist nah. Es wird ein Tag des Entsetzens sein und nicht ein Tag, an dem Freudenrufe auf den Bergen erklingen.
8 Schon bald wird sich mein Zorn über dich ergießen. Ich lasse meine Wut an dir aus, richte dich für deine Wege und lasse all deine abscheulichen Taten auf dich zurückfallen.
9 Ich werde dich nicht schonen und kein Mitleid mit dir haben, sondern dich so bestrafen, wie du es für dein Verhalten verdienst. Deine abscheulichen Taten werden auf dich zurückfallen. Dann werdet ihr erkennen, dass ich, der Herr, euch bestrafe1.
10 Der Tag ist da, er kommt! Die Wende kommt. Die Bosheit wächst und der Hochmut blüht.
11 Die Grausamkeit regiert im Zeichen der Gottlosigkeit.2 Nichts davon wird übrig bleiben, nichts von ihrem Reichtum und ihrem Prunk, nichts von ihrer Herrlichkeit.
12 Ja, die Zeit ist gekommen, der Tag ist da! Der Käufer soll sich nicht freuen, der Verkäufer soll nicht traurig sein, denn all ihr Reichtum wird von meinem glühenden Zorn getroffen.
13 Und wenn der Verkäufer überlebt, wird er nicht mehr zu seinem Geschäft zurückkehren. Ich habe eine Vision über sie gesehen: Es wird sich nicht ändern. Wegen seiner Sünde wird keiner sein Leben retten können.

Israels Verwüstung

14 Sie stoßen ins Horn und rüsten sich, aber keiner zieht in die Schlacht, denn mein glühender Zorn ist gegen sie gerichtet.
15 Das Schwert tötet sie draußen und die Pest und der Hunger drinnen. Wer draußen auf freiem Feld ist, wird durch das Schwert umkommen, und wer innerhalb der Stadtmauern bleibt, wird von Hunger und Pest gefressen werden.
16 Die Überlebenden hausen in den Bergen wie Tauben in den Schluchten, sie stöhnen alle über ihre Sünden.
17 Alle Hände werden herabsinken und alle Knie schwach werden.
18 Sie tragen Säcke als Kleider, Schrecken überwältigt sie, die Scham steht auf jedem Gesicht geschrieben. Jeder Kopf ist kahl geschoren.
19 Sie werfen ihr Geld auf die Straßen, ihr Gold betrachten sie als wertlosen Plunder, denn an dem Tag, wenn der Zorn des Herrn losbricht, wird Geld und Gold ihnen nichts nützen. Ihre Gier werden sie nicht damit stillen und ihren Bauch nicht damit füllen können, denn es hat sie zur Sünde verführt.
20 Ihren herrlichen Schmuck haben sie in ihrem Hochmut dazu verwendet, lästerliche, abscheuliche Götzen anzufertigen. Deshalb sorge ich dafür, dass ihnen das alles zuwider wird.
21 Ich mache daraus eine Beute für Fremde; Gottlose sollen es plündern und entweihen.
22 Ich wende meine Augen von ihnen ab und sie werden mein Heiligtum3 entweihen; Räuber werden dort einfallen und es entheiligen.
23 Schmiedet Ketten, denn das Land ist voll von furchtbaren Verbrechen und Jerusalem4 ist voll von Grausamkeit.
24 Ich rufe die grausamsten Völker herbei, damit sie in ihre Häuser einbrechen. Ich mache dem Stolz der Mächtigen ein Ende und ihre Heiligtümer werden entweiht.
25 Die Angst greift um sich. Nun suchen die Menschen Frieden, aber sie finden keinen.
26 Das Unglück wird über sie hereinbrechen, Schlag auf Schlag; eine Nachricht wird die andere jagen. Sie hoffen auf eine Vision ihrer Propheten, doch der Priester hat keine Botschaft mehr für sie und der Älteste kann ihnen keinen Rat geben.
27 Der König wird trauern und der Fürst wird hilflos sein, und die Hände der Menschen werden vor Angst zittern. Ich werde sie so behandeln, wie sie es für ihr Verhalten verdienen; sie sollen so gerichtet werden, wie sie auch selbst Recht sprechen. Dann werden sie erkennen, dass ich der Herr bin!´«
1 7,9 Hebr. dass ich, der Herr, ein Schlagender bin.
2 7,11 Hebr. Die Gewalttat erwuchs zu einem Stab des Frevels.
3 7,22 Hebr. mein Verborgenes; gemeint ist der Tempel.
4 7,23 Hebr. die Stadt.
© 2017 ERF Medien