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Neues Leben. Die Bibel

Die Feier des Gottesdienstes

1 Das sind die Gesetze und Vorschriften, die ihr gewissenhaft befolgen sollt, solange ihr in dem Land lebt, das der Herr, der Gott eurer Vorfahren, euch zum Besitz gegeben hat:
2 Wenn ihr die Völker vertreibt, die dort leben, dann zerstört alle Heiligtümer, an denen sie ihre Götter verehrt haben, bis auf den Grund - auf den hohen Bergen und Hügeln und unter jedem dicht belaubten Baum.
3 Reißt ihre Altäre ein und zertrümmert ihre heiligen Säulen. Verbrennt ihre Aschera-Pfähle und schlagt ihre Götterstatuen in Stücke. Nichts darf mehr an sie erinnern!
4 Verehrt den Herrn, euren Gott, nicht auf dieselbe Art und Weise, wie diese Völker ihre Götter verehrten.
5 Der Herr, euer Gott, wird sich einen Ort im ganzen Stammesgebiet auswählen. Begebt euch nur dorthin, um ihn zu verehren.
6 An diesen Ort sollt ihr eure Brand- und Schlachtopfer bringen, eure Pflichtabgaben1, eure Weihegaben, die Opfer im Rahmen eurer Gelübde und eure freiwilligen Opfer sowie alle erstgeborenen Tiere aus euren Schaf-, Ziegen- und Rinderherden.
7 Dort sollt ihr und eure Familien in der Gegenwart des Herrn, eures Gottes, feiern und euch an dem freuen, was ihr durch eurer Hände Arbeit und durch den Segen des Herrn, eures Gottes, erreicht habt.
8 Bis jetzt handhabte es jeder von uns so, wie es ihm gefiel, doch das muss sich jetzt ändern.
9 Denn ihr seid noch nicht in das Land gekommen, das der Herr, euer Gott, euch als Erbteil geben wird, damit ihr in ihm zur Ruhe kommt.
10 Schon bald aber werdet ihr den Jordan überqueren und in dem Land wohnen, das der Herr, euer Gott, euch als Erbteil gibt. Wenn er euch dann Ruhe vor allen euren Feinden ringsum geschenkt hat und ihr in Sicherheit lebt,
11 sollt ihr alles, was ich euch anordne - nämlich eure Brand- und Schlachtopfer, eure Pflichtabgaben und Weihegaben und die Opfer im Rahmen eines Gelübdes - zu dem Ort bringen, den der Herr, euer Gott, sich erwählt, damit er dort verehrt werde.
12 Feiert mit euren Söhnen und Töchtern und allen euren Sklaven und Sklavinnen in der Gegenwart des Herrn, eures Gottes. Auch die Leviten, die in euren Städten leben, sollen mitfeiern, denn sie erben selbst kein Land.
13 Bringt eure Opfer auf keinen Fall an irgendeinem beliebigen Ort dar,
14 sondern ausschließlich an dem Ort, den sich der Herr zu diesem Zweck in einem eurer Stammesgebiete auserwählen wird. Dort sollt ihr eure Brandopfer darbringen und all das tun, was ich anordne.
15 In euren Städten dürft ihr jedoch so viele Tiere schlachten und so viel Fleisch essen, wie ihr wollt - je nachdem, wie viel der Herr, euer Gott, euch durch seinen Segen gibt. Jeder von euch darf von dem Fleisch essen, egal ob er rein oder unrein ist, so wie es auch bei Gazellen- und Hirschfleisch der Fall ist.
16 Nur das Blut dürft ihr nicht essen, sondern ihr sollt es wie Wasser auf den Boden gießen.
17 Das, was für den Herrn bestimmt ist, dürft ihr nicht zu Hause verzehren: weder die Pflichtabgaben von eurem Getreide, Wein oder Öl, noch die erstgeborenen Schafe, Ziegen und Rinder aus euren Herden, auch nicht die Opfer im Rahmen eines Gelübdes oder auf freiwilliger Basis sowie Weihegaben.
18 Esst sie vielmehr in der Gegenwart des Herrn, eures Gottes, an dem Ort, den er dazu bestimmt - ihr, eure Söhne und Töchter, eure Sklaven und Sklavinnen und die Leviten, die in euren Städten leben. Freut euch in der Gegenwart des Herrn, eures Gottes, über alles, was ihr durch eurer Hände Arbeit erreicht habt.
19 Solange ihr in eurem Land lebt, sollt ihr euch hüten, die Leviten dabei zu übergehen.
20 Wenn der Herr, euer Gott, euer Gebiet vergrößert, wie er es versprochen hat, dürft ihr Fleisch essen, wann immer ihr wollt.
21 Wenn der Ort, den der Herr, euer Gott, sich erwählt, damit dort sein Name verehrt werde, sehr weit von eurem Wohnort entfernt liegt, dürft ihr eure Schafe, Ziegen und Rinder, die der Herr euch gegeben hat, zu Hause schlachten und dort von dem Fleisch essen.
22 Ihr dürft dieses Fleisch essen, genauso wie man Gazellen- oder Hirschfleisch isst. Dabei spielt es keine Rolle, ob ihr rein oder unrein seid.
23 Doch ihr sollt kein Blut essen. Denn im Blut ist das Leben und ihr dürft nicht das Leben zusammen mit dem Fleisch essen.
24 Esst kein Blut! Gießt es wie Wasser auf den Boden!
25 Esst kein Blut! Dann wird es euch und euren Nachkommen gut gehen, weil ihr in den Augen des Herrn richtig handelt.
26 Bringt eure heiligen Gaben und eure Opfer im Rahmen eines Gelübdes jedoch an den Ort, den sich der Herr erwählen wird.
27 Das Fleisch und das Blut eurer Brandopfer sollt ihr auf dem Altar des Herrn, eures Gottes, opfern. Das Blut eurer Schlachtopfer sollt ihr an den Altar des Herrn, eures Gottes, gießen, das Fleisch hingegen dürft ihr essen.
28 Achtet darauf, dass ihr alle meine Gebote in eurem Leben umsetzt, damit es euch und euren Nachkommen immer gut geht, weil ihr tut, was in den Augen des Herrn, eures Gottes, gut und richtig ist.
29 Der Herr, euer Gott, wird die Völker vor euch verjagen, zu denen ihr jetzt zieht. Wenn ihr sie mit seiner Hilfe vertrieben habt und in ihrem Land wohnt,
30 dann hütet euch davor, ihrem Beispiel zu folgen und über ihre Götter Auskünfte einzuholen, indem ihr fragt: `Wie haben diese Völker ihre Götter verehrt? Ich will es dann genauso machen!´
31 Ihr dürft den Herrn, euren Gott, nicht auf diese Weise verehren. Diese Völker haben im Namen ihrer Götter Dinge getan, die der Herr verabscheut. Ja, sie haben sogar ihre Söhne und Töchter als Opfer für ihre Götter verbrannt.
1 12,6 O. Zehnten. So auch 12,11.17.
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