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Neues Leben. Die Bibel

Gesetze bezüglich der Gottgeweihten

1 Dann sprach der Herr zu Mose: »Sprich zu den Israeliten und gib ihnen folgende Anweisungen:
2 `Wenn jemand, sei es ein Mann oder eine Frau, ein Gelübde ablegt sich dem Herrn auf besondere Weise zu weihen,
3 soll er auf Wein und andere alkoholische Getränke verzichten. Er soll keinen Wein- oder Branntweinessig zu sich nehmen, keinen Traubensaft trinken und keine Trauben oder Rosinen essen.
4 Solange er durch sein Gelübde gebunden ist, darf er nichts verzehren, das vom Weinstock stammt, nicht einmal die Kerne oder die Haut von Trauben.
5 Er soll sich während der Zeit seines Gelübdes das Haar nicht schneiden. Bis die Zeit abgelaufen ist, für die er sich dem Herrn geweiht hat, ist er heilig und soll deshalb sein Haar wachsen lassen.
6 Während der gesamten Zeit seines Gelübdes für den Herrn darf er sich keinem Toten nähern.
7 Selbst wenn es sich bei dem Toten um seinen eigenen Vater, seine Mutter, seinen Bruder oder seine Schwester handelt, darf er sich ihretwegen nicht verunreinigen, denn er ist dem Herrn geweiht.
8 Und während der Zeit seiner Weihe ist er heilig für den Herrn.
9 Sollte sein geweihter Kopf trotzdem verunreinigt werden, weil ein Mensch neben ihm unerwartet stirbt, muss er seinen Kopf am siebten Tag, dem Tag seiner Reinigung kahl scheren.
10 Am achten Tag soll er dem Priester zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben zum Eingang des Zeltes Gottes bringen.
11 Der Priester soll den einen Vogel als Sündopfer und den anderen als Brandopfer darbringen. Auf diese Weise soll er Wiedergutmachung für den Gottgeweihten schaffen, weil er wegen des Toten Schuld auf sich geladen hat. Der Gottgeweihte soll sich noch am selben Tag erneut dem Herrn weihen.
12 Weil er sich in der Zeit seiner besonderen Weihe verunreinigt hat, zählen die vergangenen Tage nicht mehr. Er muss die Zeit, für die er sich dem Herrn geweiht hat, von diesem Tag an noch einmal ganz einhalten und ein einjähriges Lamm als Schuldopfer darbringen.´
13 Für das Ende der Zeit, in der er sich mir besonders geweiht hat, gelten folgende Anweisungen: `Man soll ihn zum Eingang des Zeltes Gottes bringen.
14 Und er soll dem Herrn folgende Opfer bringen: ein fehlerloses einjähriges, männliches Lamm als Brandopfer, ein fehlerloses einjähriges, weibliches Lamm als Sündopfer und einen fehlerlosen Widder als Friedensopfer,
15 einen Korb mit ungesäuertem1 Backwerk - Kuchen aus besonders feinem, mit Öl vermischtem Mehl und mit Öl bestrichene Fladen - sowie das dazugehörige Speiseopfer und die vorgeschriebenen Trankopfer.
16 All diese Opfer soll der Priester dem Herrn bringen und das Sündopfer sowie das Brandopfer durchführen.
17 Den Widder soll er dem Herrn als Friedensopfer bringen, zusammen mit dem Korb ungesäuerter Backwaren. Außerdem soll er das dazugehörige Speise- und Trankopfer darbringen.
18 Dann soll der Gottgeweihte seinen geweihten Kopf am Eingang des Zeltes Gottes scheren und das Haar auf das Feuer unter dem Friedensopfer legen.
19 Der Priester soll einen ungesäuerten Kuchen und einen ungesäuerten Brotfladen aus dem Korb nehmen und beides zusammen mit der gekochten Schulter des Widders dem Gottgeweihten in die Hände legen, nachdem dieser sein geweihtes Haar geschoren hat.
20 Danach soll der Priester die Gaben vor dem Herrn in einer symbolischen Opferhandlung hin und her schwingen. Sie sind dem Herrn geweiht und stehen dem Priester zu, genauso wie das Brust- und das Schenkelstück. Anschließend darf der Gottgeweihte wieder Wein trinken.
21 Dieses Gesetz gilt für den Gottgeweihten, der dem Herrn ein Gelübde abgelegt hat. Wegen seines Gelübdes muss er dem Herrn die oben genannte Opfergabe bringen; was er sich darüber hinaus noch leisten kann, ist freiwillig. Wenn er jedoch eine zusätzliche Gabe gelobt hat, muss er seinem Gelübde nachkommen, so wie es das Gesetz der Weihe verlangt.´«

Der priesterliche Segen

22 Dann sprach der Herr zu Mose:
23 »Sag Aaron und seinen Söhnen Folgendes: `Segnet die Israeliten mit diesem Segen:
24 Der Herr segne dich und beschütze dich.
25 Der Herr wende sich dir freundlich zu und sei dir gnädig.
26 Der Herr sei dir besonders nahe und gebe dir seinen Frieden.´
27 Auf diese Weise sollen Aaron und seine Söhne meinen Namen über den Israeliten aussprechen und ich selbst will sie segnen.«
1 6,15 Das bedeutet ohne Sauerteig gebacken.
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