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Neues Leben. Die Bibel

Der Sieg über die Kanaaniter

1 Als der kanaanitische König von Arad, das im Negev1 liegt, erfuhr, dass die Israeliten auf der Straße nach Atarim heranzogen, griff er sie an und nahm einige von ihnen gefangen.
2 Da legten die Israeliten ein Gelübde ab und versprachen dem Herrn: »Wenn du dieses Volk in unsere Hand gibst, werden wir alle ihre Städte bis auf den Grund zerstören2
3 Der Herr erhörte sie und schenkte ihnen den Sieg über die Kanaaniter. Die Israeliten töteten die Kanaaniter und zerstörten ihre Städte. Den Ort des Kampfes nennt man seither Horma3.

Die bronzene Schlange

4 Vom Berg Hor aus zogen die Israeliten weiter und schlugen den Weg zum Roten Meer ein, um Edom zu umgehen. Doch unterwegs wurden die Israeliten ungeduldig
5 und klagten Gott und Mose an: »Warum habt ihr uns aus Ägypten geführt? Etwa, damit wir hier in der Wüste sterben? Hier gibt es weder Brot noch Wasser und dieses Manna können wir nicht mehr sehen!«
6 Da schickte der Herr Giftschlangen. Viele der Israeliten wurden gebissen und starben.
7 Daraufhin liefen die Leute zu Mose und riefen: »Wir haben Schuld auf uns geladen, als wir dem Herrn und dir Vorwürfe machten. Bete zum Herrn, dass er uns von den Schlangen befreit!« Und Mose betete für das Volk.
8 Da sprach der Herr zu ihm: »Fertige eine Schlange an und befestige sie oben an einer Stange. Jeder, der sie anschaut, nachdem er gebissen wurde, wird am Leben bleiben.«
9 Mose fertigte eine Schlange aus Bronze an und befestigte sie an der Spitze einer Stange. Jeder, der von einer Schlange gebissen wurde und dann die bronzene Schlange anschaute, blieb am Leben.

Israels Reise nach Moab

10 Dann zogen die Israeliten weiter und schlugen ihr Lager in Obot auf.
11 Von Obot brachen sie auf und lagerten sich in Ije-Abarim, das in der Wüste östlich von Moab liegt.
12 Von dort zogen sie in das Bachtal des Sered, wo sie erneut ihr Lager aufschlugen.
13 Danach zogen sie weiter und lagerten in der Wüste auf der anderen Seite des Flusses Arnon, der im Gebiet der Amoriter entspringt und die Grenze zwischen den Moabitern und den Amoritern bildet.
14 Deshalb heißt es im Buch der Kriege des Herrn: »Die Stadt Waheb im Gebiet von Sufa und die Bachtäler des Arnon
15 sowie der Abhang seiner Zuflüsse, der sich bis in die Gegend von Ar erstreckt und bis an das Gebiet von Moab reicht.«
16 Von dort zogen die Israeliten nach Beer4, dem Brunnen, an dem der Herr Mose aufforderte: »Ruf das Volk zusammen, ich will ihm Wasser geben.«
17 Damals stimmten die Israeliten folgendes Lied an: »Brunnen, lass dein Wasser quellen! Singt ihm zu!
18 Brunnen, den Fürsten gruben und angesehene Leute mit ihren Zeptern und Stäben aushoben.« Die Israeliten verließen die Wüste und zogen weiter nach Mattana,
19 dann nach Nahaliël und nach Bamot.
20 Von dort kamen sie ins Tal, das im Gebiet der Moabiter in der Nähe des Pisga liegt und von wo aus man einen weiten Blick über das Jordantal hat5.

Der Sieg über Sihon und Og

21 Die Israeliten schickten Boten zu Sihon, dem König der Amoriter, mit folgender Botschaft:
22 »Lass uns durch dein Land ziehen. Wir bleiben auf der Straße des Königs, bis wir dein Gebiet durchzogen haben. Wir werden weder deine Felder noch deine Weinberge betreten und kein Wasser aus deinen Brunnen trinken.«
23 Doch Sihon erlaubte ihnen nicht, durch sein Land zu ziehen. Stattdessen rief er sein Heer zusammen und zog Israel in die Wüste entgegen. Bei Jahaz trafen sie aufeinander und Sihon griff die Israeliten an.
24 Doch die Israeliten schlugen ihn und eroberten sein Land vom Arnon bis zum Jabbok und zum Gebiet der Ammoniter, denn die Grenze der Ammoniter war stark befestigt.
25 Auf diese Weise nahm Israel alle Städte der Amoriter ein und ließ sich darin nieder, in der Stadt Heschbon und den umliegenden Ortschaften.
26 Heschbon war die Hauptstadt des amoritischen Königs Sihon gewesen. Er hatte einst den moabitischen Herrscher besiegt und dessen Land bis zum Arnon eingenommen.
27 Aus diesem Grund heißt es in einem Gedicht: »Kommt nach Heschbon. Die Stadt Sihons soll wieder aufgebaut und befestigt werden.
28 Ein Feuer ging aus von Heschbon, eine Flamme von der Stadt Sihons; sie verbrannte die Stadt Ar in Moab6 und vernichtete die Herrscher auf den Höhen des Arnon.
29 Wehe dir, Volk von Moab; es geht mit dir zu Ende, Volk des Kemosch7! Er machte seine Söhne zu Flüchtlingen, seine Töchter zu Gefangenen Sihons, des Amoriterkönigs.
30 Wir haben sie überwältigt. Zerstört sind die Städte von Heschbon bis nach Dibon. Wir haben sie verwüstet bis Nofach und verbrannt bis Medeba8
31 Die Israeliten ließen sich also im Gebiet der Amoriter nieder.
32 Nachdem Mose Männer ausgesandt hatte, um Jaser zu erkunden, eroberten die Israeliten die Stadt und die umliegenden Ortschaften und vertrieben die Amoriter, die dort lebten.
33 Danach zogen sie nach Norden, und zwar nach Baschan. Doch König Og von Baschan und sein Heer stellten sich ihnen bei Edreï zum Kampf entgegen.
34 Der Herr sprach zu Mose: »Hab keine Angst vor ihm, denn ich habe Og, sein ganzes Heer und sein Land in deine Hand gegeben. Verfahre mit ihm gleich wie mit Sihon, dem Amoriterkönig, der in Heschbon wohnte.«
35 Und tatsächlich besiegten die Israeliten König Og und töteten ihn, seine Söhne und sein ganzes Heer, sodass kein einziger überlebte, und sie nahmen sein Land in Besitz.
1 21,1 Hebr. Südland.
2 21,2 Hebr. ... so werden wir an ihren Städten den Bann vollstrecken. Mit dem hier gebrauchten hebr. Ausdruck ist die vollständige Übergabe von Dingen, Tieren oder Menschen an den Herrn gemeint, indem diese entweder vernichtet oder als Opfer dargebracht werden; so auch in 21,3.
3 21,3 Hebr. Zerstörung, Vernichtung.
4 21,16 Hebr. Brunnen.
5 21,20 O. über Jeschimon blickt.
6 21,28 O. die Städte Moabs.
7 21,29 Kemosch ist der Hauptgott der Moabiter.
8 21,30 Die Bedeutung des Hebr. an dieser Stelle ist unklar.
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