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Neues Leben. Die Bibel

1-2 Korach, der Sohn Jizhars aus der Sippe Kehat vom Stamm Levi, zettelte mit Datan und Abiram, den Söhnen Eliabs, und On, dem Sohn Pelets vom Stamm Ruben, einen Aufstand gegen Mose an. Sie wurden unterstützt von 250 Israeliten, die alle angesehene, führende Männer der Versammlung waren.
3 Sie schlossen sich gegen Mose und Aaron zusammen und sagten zu ihnen: »Ihr seid zu weit gegangen! Jeder Israelit ist heilig und der Herr ist mitten unter uns. Warum stellt ihr euch über das Volk des Herrn?«
4 Als Mose das hörte, warf er sich zu Boden.
5 Dann sagte er zu Korach und seinen Anhängern1: »Morgen früh wird der Herr zeigen, wer zu ihm gehört und wer heilig ist. Nur wen der Herr erwählt, darf sich ihm nähern.
6 Du, Korach, und deine Anhänger, ihr sollt Folgendes tun: Nehmt euch Räucherpfannen,
7 zündet morgen früh darin Feuer an und streut vor dem Herrn Weihrauch darüber. Derjenige, den der Herr dann erwählt, der ist heilig. Ihr Leviten seid es, die zu weit gegangen seid!«
8 Und Mose sprach zu Korach: »Hört doch, ihr Leviten:
9 Ist es euch etwa zu wenig, dass der Gott Israels euch aus der ganzen Gemeinde der Israeliten auserwählt hat, ihm nahe zu sein, in seinem Heiligtum Dienst zu tun und für das Volk zu dienen?
10 Nur du und deine levitischen Brüder dürft in seine Nähe kommen, und jetzt fordert ihr außerdem noch das Priesteramt!
11 In Wirklichkeit lehnst du dich mit deinen Anhängern gegen den Herrn auf! Wer ist überhaupt Aaron, dass ihr gegen ihn aufbegehrt?«
12 Mose ließ auch Datan und Abiram, die Söhne Eliabs, zu sich rufen, aber sie ließen ihm ausrichten: »Wir kommen nicht zu dir.
13 Reicht es denn nicht, dass du uns aus einem Land, in dem Milch und Honig überfließen, in diese Wüste geführt hast, um uns hier sterben zu lassen? Willst du dich nun auch noch als Herrscher über uns aufspielen?
14 Tatsächlich hast du uns in ein Land geführt, in dem Milch und Honig überfließen, und uns Felder und Weingärten zum Besitz gegeben! Willst du diesen Leuten weiterhin etwas vormachen? Wir kommen nicht!«
15 Da wurde Mose sehr zornig und bat den Herrn: »Nimm ihre Opfer nicht an. Nicht einen einzigen Esel habe ich ihnen weggenommen und auch sonst habe ich keinem von ihnen je etwas zuleide getan.«
16 Und Mose forderte Korach auf: »Du und deine Anhänger, kommt morgen vor den Herrn. Auch Aaron wird da sein.
17 Dann soll jeder seine Räucherpfanne mitbringen und Weihrauch hineinstreuen. Anschließend soll jeder seine Räucherpfanne vor den Herrn bringen, 250 Räucherpfannen sollen es sein. Auch du und Aaron sollen eine Räucherpfanne mitbringen.«
18 Da kamen die Männer mit ihren Räucherpfannen, legten glühende Kohlen hinein, streuten Räucherwerk darüber und stellten sich gemeinsam mit Mose und Aaron am Eingang des Zeltes Gottes auf.
19 Korach, der die ganze Gemeinschaft gegen Mose und Aaron aufgewiegelt hatte, und alle Israeliten kamen zum Eingang des Zeltes Gottes. Dann erschien ihnen die Herrlichkeit des Herrn
20 und der Herr sprach zu Mose und Aaron:
21 »Tretet von diesem Volk zurück, denn ich will es auf der Stelle vernichten!«
22 Aber Mose und Aaron warfen sich zu Boden. »Gott, du bist der Herr alles Lebendigen«, beteten sie, »willst du wirklich das ganze Volk bestrafen, wenn doch nur ein einziger Mann schuldig geworden ist?«
23 Und der Herr antwortete Mose:
24 »Befiehl den Leuten, sich von den Zelten Korachs, Datans und Abirams zurückzuziehen.«
25 Da stand Mose auf und ging zu Datan und Abiram. Die führenden Männer Israels folgten ihm.
26 »Geht weg von den Zelten dieser gottlosen Männer!«, befahl er der Menge. »Berührt nichts, was ihnen gehört, damit ihr nicht aufgrund ihrer Sünden vernichtet werdet.«
27 Da wichen alle von den Zelten Korachs, Datans und Abirams zurück. Datan und Abiram waren aus ihren Zelten getreten und standen mit ihren Frauen, Kindern und übrigen Familienangehörigen in den Zelteingängen.
28 Mose sagte: »Daran sollt ihr erkennen, dass der Herr mich gesandt hat, damit ich alle diese Dinge tue, und dass ich nicht eigenmächtig handle.
29 Wenn diese Männer sterben wie alle anderen Menschen auch und sie das gewöhnliche Schicksal aller Menschen trifft, dann hat der Herr mich nicht gesandt.
30 Wenn der Herr jedoch etwas noch nie Dagewesenes vollbringt und die Erde sich auftut und sie und alles, was ihnen gehört, verschlingt, sodass sie lebendig ins Totenreich hinabfahren, dann werdet ihr erkennen, dass diese Männer den Herrn verachtet haben.«
31 Kaum hatte Mose ausgesprochen, da spaltete sich die Erde unter ihnen.
32 Der Boden öffnete sich und verschluckte die Männer und ihre Familien samt allen, die zu Korach gehörten, sowie ihren ganzen Besitz.
33 Sie fuhren lebendig ins Totenreich hinab, mitsamt ihrem ganzen Besitz. Die Erde schloss sich wieder über ihnen und so verschwanden sie aus der versammelten Menschenmenge.
34 Aber alle Israeliten, die um sie herum gestanden hatten, flohen bei ihrem Schreien, denn sie dachten, die Erde würde auch sie verschlingen.
35 Dann schickte der Herr Feuer und verbrannte die 250 Männer, die Weihrauch darbrachten.
1 16,5 Hebr. und seiner ganzen Gemeinschaft. S. a. 16,6.11.16.
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