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Neues Leben. Die Bibel

Heiligkeit im persönlichen Verhalten

1 Der Herr sprach zu Mose:
2 »Teile dem ganzen Volk der Israeliten Folgendes mit: `Ihr sollt heilig sein, weil ich, der Herr, euer Gott, heilig bin.1
3 Jeder von euch soll seine Mutter und seinen Vater ehren und immer meinen Sabbat als Ruhetag halten; denn ich bin der Herr, euer Gott.
4 Setzt euer Vertrauen nicht in Götzen und fertigt euch keine Götzenfiguren an. Denn ich bin der Herr, euer Gott.
5 Wenn ihr dem Herrn ein Friedensopfer bringt, dann opfert es so, dass ihr und euer Opfer dem Herrn gefallt.
6 Es muss an dem Tag, an dem es geopfert wird, verzehrt werden, oder spätestens am Tag darauf. Alles, was davon noch am dritten Tag übrig ist, soll verbrannt werden.
7 Isst aber trotzdem noch jemand am dritten Tag von dem Opfer, ist es unrein und ich werde das Opfer nicht annehmen.
8 Wer am dritten Tag davon isst, lädt Schuld auf sich, denn er entweiht, was dem Herrn heilig ist. Er soll aus seinem Volk ausgestoßen und getötet werden.
9 Wenn ihr die Ernte in eurem Land einbringt, dann sollt ihr das Getreide nicht bis zum äußersten Rand eurer Felder abschneiden und keine Nachlese halten.
10 Auch in euren Weinbergen sollt ihr keine Nachlese halten und die Trauben, die zu Boden fallen, nicht aufsammeln. Lasst sie für die Armen und die Ausländer liegen. Ich bin der Herr, euer Gott.
11 Ihr sollt nicht stehlen. Ihr sollt nicht lügen. Ihr sollt einander nicht betrügen.
12 Ihr sollt in meinem Namen keinen Meineid ablegen und so den Namen eures Gottes entweihen. Ich bin der Herr!
13 Ihr sollt niemanden erpressen oder berauben. Ihr sollt Arbeiter, die ihr für einen Tag beschäftigt, noch am selben Abend bezahlen.
14 Ihr sollt einen Tauben nicht beschimpfen und einem Blinden nichts in den Weg stellen, sondern Ehrfurcht vor eurem Gott haben. Ich bin der Herr!
15 Wenn ihr eine Gerichtsverhandlung führt, sollt ihr kein Unrecht tun. Ihr sollt eure Mitmenschen stets gerecht richten und weder die Armen begünstigen noch die Reichen bevorzugen.
16 Verleumdet eure Mitmenschen nicht. Du sollst deinem Nächsten nicht nach dem Leben trachten. Ich bin der Herr!
17 Hege in deinem Herzen keinen Hass gegen irgendeinen anderen Menschen, sondern weise ihn zurecht, damit du nicht seinetwegen Schuld auf dich lädst.
18 Übe keine Rache an einem Angehörigen deines Volkes und trage ihm nichts nach, sondern liebe deinen Nächsten wie dich selbst.2 Ich bin der Herr!
19 Haltet alle meine Vorschriften. Kreuzt nicht verschiedene Arten Vieh und sät nicht zwei unterschiedliche Sorten Saatgut auf eurem Feld aus. Zieht keine Kleidung an, die aus zwei verschiedenen Materialien gewoben ist.
20 Wenn ein Mann mit einer Sklavin schläft, die mit einem anderen verlobt ist, jedoch nicht freigelassen oder losgekauft wurde, muss der Mann Schadenersatz leisten. Die beiden werden aber nicht mit dem Tod bestraft, denn die Frau war nicht frei.
21 Der Mann soll dem Herrn einen Widder als Schuldopfer an den Eingang des Zeltes Gottes bringen.
22 Der Priester soll ihm mit dem Widder Wiedergutmachung vor dem Herrn schaffen für die Sünde, die er begangen hat. Dann wird dem Mann seine Sünde vergeben.
23 Wenn ihr in das Land kommt und dort Obstbäume pflanzt, sollt ihr in den ersten drei Jahren ihre Früchte nicht ernten. Sie sind für euch verboten3 und dürfen nicht gegessen werden.
24 Im vierten Jahr soll die gesamte Ernte als Ausdruck des Lobes und des Dankes dem Herrn geweiht werden.
25 Ab dem fünften Jahr dürft ihr die Früchte essen und werdet auf diese Weise einen umso reicheren Ertrag haben. Ich bin der Herr, euer Gott.
26 Esst kein Fleisch, in dem noch Blut ist. Treibt keine Wahrsagerei oder Zauberei.
27 Ihr sollt euer Haar an den Schläfen nicht abschneiden und euren Bart nicht stutzen.
28 Ritzt eure Haut nicht ein aus Trauer um einen Toten und lasst euch nicht tätowieren. Ich bin der Herr!
29 Entehrt eure Tochter nicht, indem ihr sie zur Hure macht, damit im Land nicht Hurerei und Sittenlosigkeit herrscht.
30 Ihr sollt meine Sabbate als Ruhetage einhalten und Ehrfurcht vor meinem Heiligtum haben. Ich bin der Herr!
31 Wendet euch nicht an Totenbeschwörer und sucht keine Wahrsager auf, denn durch sie werdet ihr unrein. Ich bin der Herr, euer Gott.
32 Ehrt und respektiert ältere Menschen. Habt Ehrfurcht vor eurem Gott. Ich bin der Herr!
33 Wenn sich ein Ausländer bei euch niederlässt, sollt ihr ihn nicht ausbeuten.
34 Den Ausländer, der bei euch wohnt, sollt ihr wie einen von euch behandeln und ihr sollt ihn lieben wie euch selbst. Denn ihr selbst wart einst Fremde in Ägypten. Ich bin der Herr, euer Gott.
35 Vor Gericht sollt ihr ehrlich sein und auch beim Abmessen und Abwiegen sollt ihr nicht betrügen.
36 Eure Waagen und Gewichtssteine sollen korrekt sein, genauso wie eure Hohlmaße für das Abmessen von Getreide oder von Flüssigkeiten4. Ich bin der Herr, euer Gott, der euch aus Ägypten geführt hat.
37 Ihr sollt darauf achten, alle meine Gesetze und Vorschriften zu befolgen, denn ich bin der Herr!´«
1 19,2 Vgl. 1. Petrus 1,16.
2 19,18 Vgl. Matthäus 5,43; 19,18-19; 22,39; Markus 12,31; Lukas 10,27; Römer 13,9; Galater 5,14 u. Jakobus 2,8.
3 19,23 Hebr. sie sind für euch unbeschnitten.
4 19,36 Hebr. Benutzt ein ehrliches Efa (ein Trockenmaß) und eine ehrliche Kanne (Hohlmaß).
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