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Neues Leben. Die Bibel

Asas religiöse Reformen

1 Da kam der Geist Gottes über Asarja, den Sohn Odeds.
2 Er zog König Asa entgegen. »Hör mir zu, Asa!«, rief er. »Hört, Männer aus den Stämmen Juda und Benjamin! Der Herr ist so lange bei euch, wie ihr ihm treu bleibt! Wenn ihr ihn sucht, wird er sich finden lassen, doch wenn ihr ihn verlasst, wird er euch verlassen.
3 Lange Zeit lebten die Israeliten ohne den wahren Gott, ohne Priester, der sie unterwies, und ohne das Gesetz Gottes.
4 Aber in schweren Zeiten sind sie zum Herrn, dem Gott Israels, zurückgekehrt, haben ihn gesucht, und er hat sich von ihnen finden lassen.
5 In diesen Zeiten war das Reisen sehr gefährlich, und die Bewohner aller Länder waren von großen Unruhen betroffen.
6 Ein Volk kämpfte gegen das andere und eine Stadt gegen die andere, denn Gott zermürbte die Menschen durch viele Sorgen und Nöte.
7 Nun aber seid stark und mutig und gebt nicht auf, denn euer Tun soll belohnt werden!«
8 Asa wurde durch diese Rede und die Weissagung des Propheten Asarja, des Sohns von Oded, sehr ermutigt, und er ließ alle Götzen im Gebiet von Juda und Benjamin und in den Städten, die er im Gebirge Ephraim erobert hatte, entfernen. Den Altar des Herrn jedoch, der vor dem Eingang des Tempels des Herrn stand, ließ er erneuern.
9 Dann rief Asa alle Einwohner aus dem Gebiet von Juda und Benjamin und die Leute aus den Stämmen Ephraims, Manasses und Simeons, die sich unter ihnen angesiedelt hatten, zusammen. Viele Israeliten waren zu ihm gekommen, weil sie gesehen hatten, dass der Herr, sein Gott, mit ihm war.
10 Die Versammlung fand im dritten Monat1, im 15. Jahr von Asas Herrschaft, in Jerusalem statt.
11 An diesem Tag opferten sie dem Herrn von den Tieren, die sie in der Schlacht erbeutet hatten, 700 Rinder und 7.000 Schafe und Ziegen.
12 Danach schlossen sie einen Bund: Sie versprachen, den Herrn, den Gott ihrer Vorfahren, aus ganzem Herzen und ganzer Seele zu suchen.
13 Jeder, der den Herrn, den Gott Israels, nicht suchen wollte, sollte hingerichtet werden, ganz gleich, ob jung oder alt, Mann oder Frau.
14 Sie schworen mit lauter Stimme dem Herrn und mit Freudengeschrei und dem Klang von Trompeten und Hörnern.
15 Die Freude über den Bund war groß, denn die Menschen hatten sich ihm wirklich von ganzem Herzen verpflichtet. Begeistert suchten sie Gott und er ließ sich von ihnen finden. Und der Herr schenkte ihnen ringsum Ruhe.
16 Asa entließ sogar seine Mutter Maacha aus ihrer Stellung als Königinmutter, weil sie der Göttin Aschera ein Schandbild hatte aufstellen lassen. Er ließ das Bild umstürzen, zerschlagen und am Bach Kidron verbrennen.2
17 Die Höhenheiligtümer wurden nicht völlig abgeschafft, aber Asa selbst blieb Gott sein ganzes Leben lang treu.
18 Er ließ das Silber und Gold und die Geräte, die er und sein Vater geweiht hatten, in das Haus Gottes bringen.
19 Und bis zum 35. Jahr von Asas Regierungszeit war Frieden.
1 15,10 Dieser Monat des hebr. Mondkalenders fällt gewöhnlich in den Mai/Juni.
2 15,16-18 Vgl. 1. Könige 15,13-15.
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