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Neues Leben. Die Bibel

Warnungen vor jeder Art von Götzendienst

1 Liebe Brüder, vergesst nicht, was vor langer Zeit unsere Vorfahren in der Wüste erlebt haben. Gott ging ihnen in einer Wolke voran und führte sie sicher durchs Meer.
2 Alle wurden in der Wolke und im Meer auf Mose getauft, als sie ihm folgten.
3 Sie aßen alle die gleiche Nahrung1, die Gott ihnen durch ein Wunder schenkte,
4 und tranken aus dem ihnen von Gott geschenkten Felsen, der sie begleitete, und dieser Fels war Christus2.
5 Und doch fand Gott nach all diesen Wundern an den meisten von ihnen kein Gefallen, sodass sie in der Wüste umkamen.
6 Diese Ereignisse sind für uns ein warnendes Beispiel, damit wir nicht wie sie nach unrechten Dingen3 streben
7 oder Götzen anbeten, wie einige von ihnen es taten. In der Schrift heißt es dazu: »Sie setzten sich, um zu essen und zu trinken und feierten ein rauschendes Fest.«4
8 Auch auf Unzucht dürfen wir uns nicht einlassen, wie einige von ihnen es taten und dadurch an einem einzigen Tag den Tod von dreiundzwanzigtausend Menschen verursachten.
9 Auch dürfen wir Christus5 nicht herausfordern, wie manche von ihnen es taten und dann an Schlangenbissen starben.
10 Und murrt nicht wie einige von ihnen, denn daraufhin schickte Gott seinen Engel des Todes, um sie zu vernichten.
11 All diese Ereignisse, die ihnen widerfuhren, dienen uns als Beispiel. Sie wurden für uns, die wir am Ende der Zeiten leben, als Warnung aufgeschrieben.
12 Wer sich für standhaft hält, soll aufpassen, dass er nicht auf die gleiche Weise sündige.
13 Vergesst nicht, dass die Prüfungen, die ihr erlebt, die gleichen sind, vor denen alle Menschen stehen. Doch Gott ist treu. Er wird die Prüfung nicht so stark werden lassen, dass ihr nicht mehr widerstehen könnt. Wenn ihr auf die Probe gestellt werdet, wird er euch eine Möglichkeit zeigen, trotzdem standzuhalten.
14 Deshalb, liebe Freunde, meidet den Götzendienst.
15 Ihr seid doch verständige Menschen. Entscheidet selbst, ob ich die Wahrheit sage.
16 Wenn wir am Tisch des Herrn den Kelch segnen, haben wir dann nicht gemeinsam Anteil6 am Segen des Blutes Christi? Und wenn wir das Brot brechen, haben wir dann nicht gemeinsam Anteil am Segen des Leibes Christi?
17 Wir alle essen von einem Laib Brot und zeigen damit, dass wir alle zusammen ein Leib sind.
18 Denkt doch an das Volk Israel: Alle, die vom Opfer essen, haben dadurch Gemeinschaft mit Gott.
19 Was will ich damit sagen? Behaupte ich nun etwa doch, dass die Götzen, denen die Völker Opfer darbringen, wirkliche Götter sind und dass diese Opfer etwas zu sagen hätten?
20 Nein, ganz und gar nicht. Ich sage vielmehr, dass diese Opfer den Dämonen und nicht Gott dargebracht werden. Und ich möchte nicht, dass ihr in irgendeiner Weise Gemeinschaft mit Dämonen habt.
21 Ihr könnt nicht aus dem Kelch des Herrn und zugleich aus dem Kelch der Dämonen trinken. Ihr könnt nicht am Tisch des Herrn und zugleich am Tisch der Dämonen essen.
22 Oder wollen wir den Herrn etwa zur Eifersucht reizen wie einst Israel? Meinen wir etwa, wir seien stärker als er?
23 Es ist alles erlaubt, aber nicht alles ist hilfreich. Es ist alles erlaubt, aber nicht alles ist gut.
24 Denkt nicht an euren eigenen Vorteil, sondern an die anderen und an das, was für sie am besten ist.
25 Haltet euch an Folgendes: Ihr dürft alles Fleisch essen, das auf dem Markt verkauft wird. Fragt nicht, ob es Götzen dargebracht wurde oder nicht; dann wird euer Gewissen gar nicht erst belastet.
26 Denn »die Erde und alles, was darauf ist, gehört dem Herrn«.7
27 Wenn jemand, der nicht an Christus glaubt, euch zum Essen einlädt, dann nehmt die Einladung an, wenn ihr wollt. Esst, was immer euch angeboten wird, und stellt keine Fragen. Euer Gewissen braucht darüber nicht beunruhigt zu sein.
28 Doch wenn euch jemand warnt, dass dieses Fleisch den Götzen dargebracht wurde, dann esst es nicht, und zwar aus Rücksicht auf denjenigen, der euch davor gewarnt hat.
29 Für euch wäre es vielleicht keine Sache des Gewissens, für ihn aber schon. Doch warum sollte ich meine Freiheit einem anderen zuliebe beschneiden lassen?
30 Wenn ich Gott für das Essen danken und es genießen kann, warum sollte ich dann dafür verurteilt werden, dass ich es esse?
31 Was immer ihr esst oder trinkt oder tut, das tut zur Ehre Gottes!
32 Gebt den Juden oder den Nichtjuden oder der Gemeinde Gottes keinen Anlass, sich über euch zu ärgern.
33 Ich selbst halte es auch so. Ich versuche, in allem, was ich tue, allen zu gefallen. Ich tue nicht einfach, was mir gefällt oder was für mich am besten ist, sondern ich tue, was für sie am besten ist, damit sie gerettet werden.
1 10,3 Griech. geistliche Speise.
2 10,4 Griech. und haben alle denselben geistlichen Trank getrunken; sie tranken nämlich aus dem geistlichen Felsen, der ihnen folgte; der Felsen aber war Christus.
3 10,6 Griech. nach Bösem.
4 10,7 2. Mose 32,6.
5 10,9 In einigen Handschriften heißt es: den Herrn.
6 10,16 Griech. Gemeinschaft mit - ebenso im nächsten Satz.
7 10,26 Psalm 24,1.
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