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Neues Leben. Die Bibel

Salomos zahlreiche Frauen

1 König Salomo liebte viele ausländische Frauen. Außer der Tochter des Pharaos heiratete er noch Frauen aus Moab, Ammon, Edom, Sidon und aus dem Volk der Hetiter.
2 Dies waren die Völker, von denen der Herr seinem Volk ganz klar befohlen hatte: »Lasst euch nicht mit ihnen ein, denn sie würden euch dazu verführen, ihre Götter anzubeten.« Doch Salomo hatte eine Vorliebe für sie.
3 Er hatte 700 Frauen und 300 Nebenfrauen, und sie beeinflussten sein Herz.
4 Als Salomo alt geworden war, hatten seine Frauen ihn so weit gebracht, dass er ihre Götter anbetete. Er vertraute nicht länger allein auf den Herrn, seinen Gott, wie sein Vater, König David, es getan hatte.
5 Salomo betete Astarte, die Göttin der Sidonier, an und Milkom, den abscheulichen Gott der Ammoniter.
6 Und so tat Salomo etwas, was dem Herrn missfiel; er hielt sich nicht mehr ausschließlich an den Herrn, wie sein Vater David es getan hatte.
7 Er ließ für Kemosch, den scheußlichen Gott Moabs, auf dem Berg östlich von Jerusalem, einen Altar errichten, und einen weiteren für Moloch, den abscheulichen Gott der Ammoniter.
8 Das tat Salomo für alle seine ausländischen Frauen, die ihren Göttern Weihrauch verbrennen und opfern wollten.
9 Der Herr wurde zornig über Salomo, weil sein Herz sich vom Herrn, dem Gott Israels, abgewandt hatte, obwohl er ihm zweimal erschienen war.
10 Er hatte Salomo eindringlich davor gewarnt, andere Götter anzubeten, doch Salomo hörte nicht darauf.
11 Da sprach der Herr zu ihm: »Weil du meinen Bund nicht gehalten und meinen Gesetzen, die ich dir gab, nicht gehorcht hast, werde ich dir dein Königreich nehmen und es einem deiner Diener geben.
12 Doch um deines Vaters David willen werde ich es noch nicht zu deinen Lebzeiten tun. Ich werde es erst deinem Sohn wegnehmen.
13 Und er soll weiterhin wenigstens König eines Stammes bleiben, um meines Dieners David und um Jerusalems, meiner erwählten Stadt, willen.«

Salomos Feinde

14 Mit dem Edomiter Hadad aus dem Königsgeschlecht von Edom schickte der Herr Salomo einen erbitterten Feind.
15 Vor vielen Jahren, als Krieg mit Edom herrschte, war Davids Heerführer Joab nach Edom gezogen, um einige Israeliten zu bestatten, die in der Schlacht gefallen waren. Zu dieser Zeit hatte er nahezu die gesamte männliche Bevölkerung Edoms ausgerottet.
16 Joab und das Heer waren sechs Monate dort geblieben, bis sie in Edom alle Männer getötet hatten.
17 Doch Hadad und einige wenige Männer aus dem Hofstaat seines Vaters waren geflohen. Hadad war damals noch ein Junge gewesen. Sie wollten nach Ägypten.
18 Zuerst flohen sie von Midian nach Paran, wo sich ihnen weitere Männer anschlossen. Von dort zogen sie weiter nach Ägypten und gingen zum Pharao, dem König von Ägypten. Er gab Hadad Unterkunft, Nahrung und Land.
19 Der Pharao mochte Hadad sehr und gab ihm die Schwester von Königin Tachpene, seiner eigenen Gattin, zur Frau.
20 Sie gebar ihm einen Sohn, Genubat, der gemeinsam mit den Söhnen des Pharaos bei Tachpene im Palast aufwuchs. So war Genubat stets mit Pharaos Söhnen zusammen.
21 Als Hadad in Ägypten hörte, dass David und sein Heerführer Joab tot waren, sagte er zum Pharao: »Lass mich gehen. Ich möchte in mein Land zurückkehren.«
22 Der Pharao fragte ihn: »Was fehlt dir bei uns, dass du nach Hause zurückkehren willst?« »Mir fehlt nichts«, antwortete Hadad. »Aber bitte lass mich gehen.«
23 Außerdem machte Gott auch Reson, Eljadas Sohn, zu Salomos Feind. Reson war vor seinem Herrn, dem König Hadad-Eser von Zoba, geflohen.
24 Nun war er der Anführer von ein paar aufständischen Männern, die als Räuberbande durch das Land zogen, als David die Aramäer besiegte. Reson und seine Männer gingen nach Damaskus, blieben dort und herrschten wie Könige.
25 Er war während der ganzen Regierungszeit Salomos Israels erbitterter Feind und stiftete, ebenso wie Hadad, viel Unruhe. Reson, der später in Aram herrschte, hasste Israel.

Jerobeam rebelliert gegen Salomo

26 Ein weiterer Aufrührer gegen den König war Jerobeam, der Sohn von Nebat, einer von Salomos eigenen Leuten. Er stammte aus der Stadt Zereda in Ephraim; seine Mutter war eine Witwe namens Zerua.
27 Und so wurde Jerobeam zum Feind des Königs: Salomo ließ den Millo1 bauen und damit die Lücke in der Stadt seines Vaters David schließen.
28 Jerobeam war ein fähiger junger Mann, und als Salomo sah, wie tüchtig er war, machte er ihn zum Aufseher über die Fronarbeiter aus den Stämmen Ephraim und Manasse2.
29 Eines Tages, als Jerobeam Jerusalem verließ, begegnete ihm auf der Straße der Prophet Ahija aus Silo, der einen neuen Mantel trug. Die beiden waren allein auf dem Feld
30 und Ahija nahm den neuen Mantel, den er trug, und riss ihn in zwölf Stücke.
31 Dann sagte er zu Jerobeam: »Nimm zehn von diesen Stücken, denn so spricht der Herr, der Gott Israels: `Ich entreiße Salomo das Reich und gebe dir zehn Stämme!
32 Einen Stamm werde ich ihm lassen, meinem Diener David und der Stadt Jerusalem zuliebe, die ich aus allen Stämmen Israels auserwählt habe.
33 Denn sie haben mich verlassen und Astarte, die Göttin der Sidonier, Kemosch, den Gott der Moabiter, und Milkom, den Gott der Ammoniter, angebetet. Sie haben meine Wege verlassen und nicht länger nach meinem Willen gehandelt, meinen Gesetzen nicht gehorcht und meine Vorschriften nicht befolgt, wie Salomos Vater David es getan hat.
34 Doch ich will Salomo nicht das ganze Königreich wegnehmen. Denn weil mein Diener David, den ich erwählt habe, meinen Geboten und Gesetzen gehorcht hat, werde ich Salomo die Herrschaft lassen, solange er lebt.
35 Seinem Sohn aber nehme ich das Reich und gebe zehn der Stämme dir.
36 Ein Stamm aber wird seinem Sohn bleiben, sodass die Nachkommen meines Dieners David weiterhin in Jerusalem herrschen3, der Stadt, die ich erwählt habe, damit dort mein Name wohne.
37 Dich werde ich auf den Thron Israels setzen und du wirst über alles herrschen, was dein Herz begehrt, und wirst König sein über Israel.
38 Wenn du auf das hören wirst, was ich dir sage, meinen Weg nicht verlässt und nach meinem Willen fragst, und wenn du meinen Gesetzen und Geboten gehorchst, wie mein Diener David es getan hat, dann werde ich immer auf deiner Seite sein. Ich gründe mit dir ein bleibendes Herrschergeschlecht, wie ich es für David tat, und vertraue dir Israel an.
39 Die Nachkommen Davids dagegen werde ich deswegen bestrafen - doch nicht für immer.´«
40 Salomo versuchte nun, Jerobeam umzubringen, doch dieser floh nach Ägypten zu König Schischak von Ägypten und blieb dort, bis Salomo starb.
41 Alles Weitere über Salomos Herrschaft, einschließlich eines Berichts über seine große Weisheit, steht im Buch der Taten Salomos.
42 Salomo herrschte 40 Jahre von Jerusalem aus über ganz Israel.
43 Als er starb, wurde er in der Stadt seines Vaters David begraben. Danach wurde sein Sohn Rehabeam König.
1 11,27 O. die Stützmauern.
2 11,28 Hebr. aus dem Haus Josef.
3 11,36 Hebr. weiterhin eine Leuchte dort haben.
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