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Neues Leben. Die Bibel

Paulus und die Korinther

1 Ihr sollt in uns Diener von Christus sehen, denen die Aufgabe anvertraut wurde, Gottes Geheimnisse zu erklären.
2 Nun erwartet man von einem Menschen, dem ein Amt anvertraut wurde, dass er treu ist.
3 Wie ist das nun bei mir? Bin ich treu gewesen? In dieser Frage spielt es kaum eine Rolle, was ihr oder sonst irgendjemand denkt, ja ich vertraue in diesem Punkt nicht einmal meinem eigenen Urteil.
4 Mein Gewissen ist zwar rein, doch das ist nicht entscheidend. Es ist der Herr selbst, der mich prüft und darüber zu entscheiden hat.
5 Deshalb hütet euch, voreilige Urteile über den Glauben anderer zu fällen, bevor der Herr wiederkommt. Wenn der Herr kommt, wird er unsere tiefsten Geheimnisse1 ans Licht bringen und unsere verborgensten Beweggründe offenbar machen. Und dann wird Gott jeden so loben, wie es ihm zusteht.
6 Liebe Freunde2, ich wollte euch an Apollos und mir deutlich machen, worum es mir geht. Wenn ihr euch an das haltet, was in der Schrift steht,3 werdet ihr keinen auf Kosten eines anderen herausstellen.
7 Was hast du denn irgendeinem anderen voraus? Was hast du vorzuweisen, das du nicht von Gott bekommen hast? Und wenn alles von Gott kommt, was du vorzuweisen hast, warum gibst du dann damit an, so, als ob es kein Geschenk wäre?
8 Ihr meint, ihr hättet schon alles, was ihr braucht! Ihr seid schon reich! Ihr seid Könige geworden, und zwar ohne uns! Ich wünschte, ihr säßet tatsächlich schon auf eurem Thron, denn dann würden wir mit euch herrschen!
9 Aber manchmal habe ich den Eindruck, dass Gott uns Apostel als die Geringsten erscheinen lässt, wie zum Tode Verurteilte. Wir sind ein Schauspiel geworden für die ganze Welt - für Menschen wie für Engel.
10 Wegen unserer Hingabe an Christus hält man uns für Narren - ihr aber seid klug in Christus. Wir sind schwach - ihr aber seid stark. Ihr seid angesehen - wir werden ausgelacht.
11 Bis zu dieser Stunde leiden wir Hunger und Durst und sind unbekleidet. Wir werden geschlagen und haben kein eigenes Dach über dem Kopf.
12 Wir haben uns mühsam mit unseren eigenen Händen unseren Lebensunterhalt verdient. Wir segnen die, die uns beschimpfen. Wir haben Geduld mit denen, die uns verfolgen.
13 Wir sind freundlich zu denen, die Böses über uns sagen. Und doch werden wir behandelt, als wären wir die Sündenböcke der Welt, von allen der Abschaum - und das bis zu diesem Augenblick.
14 Ich schreibe das nicht, um euch zu beschämen, sondern um euch als meine geliebten Kinder zu warnen.
15 Selbst wenn ihr zehntausend Erzieher hättet, die euch Christus nahe bringen, so habt ihr doch nicht viele Väter. Denn ich wurde euer Vater in Christus Jesus, als ich euch als Erster die Botschaft Gottes verkündete.
16 Deshalb bitte ich euch jetzt, meinem Beispiel zu folgen und es mir gleichzutun.
17 Und deshalb schicke ich euch auch Timotheus - damit er euch dabei hilft. Denn er ist mein geliebter und zuverlässiger Sohn im Herrn. Er wird euch an das erinnern, was ich in den Gemeinden über Christus Jesus lehre.
18 Ich weiß, dass manche von euch große Reden führen und glauben, dass ich euch nicht wieder besuchen komme.
19 Aber ich werde kommen - und zwar schon bald -, wenn der Herr es mir erlaubt, und dann werde ich erfahren, ob diese Leute nur Schwätzer sind oder ob sie wirklich die Kraft Gottes haben.
20 Denn das Reich Gottes besteht nicht durch die Worte, mit denen man davon erzählt, es lebt durch die Kraft Gottes.
21 Was ist euch lieber? Soll ich mit Tadel und Strafe kommen oder in Liebe und Freundlichkeit?
1 4,5 Griech. das Verborgene der Finsternis.
2 4,6a Griech. Brüder.
3 4,6b O. Ihr müsst lernen, nicht über das hinauszugehen, was geschrieben steht, damit ihr nicht ...
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