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Lutherbibel 2017

Elberfelder Bibel

Hoffnung für Alle

Neue evangelistische Übersetzung

Die Herrlichkeit des Wortes Gottes

1 Wohl denen, die ohne Tadel leben, die im Gesetz des HERRN wandeln!
2 Wohl denen, die sich an seine Zeugnisse halten, die ihn von ganzem Herzen suchen,
3 die auf seinen Wegen wandeln und kein Unrecht tun.
4 Du hast geboten, fleißig zu halten deine Befehle.
5 O dass mein Leben deine Gebote mit ganzem Ernst hielte.
6 Wenn ich schaue allein auf deine Gebote, so werde ich nicht zuschanden.
7 Ich danke dir mit aufrichtigem Herzen, dass du mich lehrst die Ordnungen deiner Gerechtigkeit.
8 Deine Gebote will ich halten; verlass mich nimmermehr!
9 Wie wird ein junger Mann seinen Weg unsträflich gehen? Wenn er sich hält an dein Wort.
10 Ich suche dich von ganzem Herzen; lass mich nicht abirren von deinen Geboten.
11 Ich behalte dein Wort in meinem Herzen, damit ich nicht wider dich sündige.
12 Gelobet seist du, HERR! Lehre mich deine Gebote!
13 Ich will mit meinen Lippen erzählen alle Urteile deines Mundes.
14 Ich freue mich über den Weg deiner Zeugnisse wie über allen Reichtum.
15 Ich will nachsinnen über deine Befehle und schauen auf deine Wege.
16 Ich habe Freude an deinen Satzungen und vergesse deine Worte nicht.
17 Tu wohl deinem Knecht, dass ich lebe und dein Wort halte.
18 Öffne mir die Augen, dass ich sehe die Wunder an deinem Gesetz.
19 Ich bin ein Gast auf Erden; verbirg deine Gebote nicht vor mir.
20 Meine Seele verzehrt sich vor Verlangen nach deinen Ordnungen allezeit.
21 Du schiltst die Stolzen; verflucht sind, die von deinen Geboten abirren.
22 Wende von mir Schmach und Verachtung; denn ich halte mich an deine Zeugnisse.
23 Fürsten sitzen da und reden wider mich; aber dein Knecht sinnt nach über deine Gebote.
24 Ich habe Freude an deinen Zeugnissen; sie sind meine Ratgeber.
25 Meine Seele liegt im Staube; erquicke mich nach deinem Wort.
26 Ich erzähle dir meine Wege, und du erhörst mich; lehre mich deine Gebote.
27 Lass mich verstehen den Weg deiner Befehle, so will ich nachsinnen über deine Wunder.
28 Meine Seele verschmachtet vor Gram; richte mich auf durch dein Wort.
29 Halte fern von mir den Weg der Lüge und gib mir in Gnaden dein Gesetz.
30 Ich habe erwählt den Weg der Wahrheit, deine Urteile habe ich vor mich gestellt.
31 Ich halte an deinen Zeugnissen fest; HERR, lass mich nicht zuschanden werden!
32 Ich laufe den Weg deiner Gebote; denn du tröstest mein Herz.
33 Zeige mir, HERR, den Weg deiner Gebote, dass ich sie bewahre bis ans Ende.
34 Unterweise mich, dass ich bewahre dein Gesetz und es halte von ganzem Herzen.
35 Führe mich auf dem Steig deiner Gebote; denn ich habe Gefallen daran.
36 Neige mein Herz zu deinen Zeugnissen und nicht zur Habsucht.
37 Wende meine Augen ab, dass sie nicht sehen nach unnützer Lehre, und erquicke mich auf deinem Wege.
38 Erfülle deinem Knecht dein Wort, dass man dich fürchte.
39 Wende meine Schmach, vor der mir graut; denn deine Urteile sind gut.
40 Siehe, ich begehre deine Befehle; erquicke mich mit deiner Gerechtigkeit.
41 HERR, lass mir deine Gnade widerfahren, deine Hilfe nach deinem Wort,
42 dass ich antworten kann dem, der mich schmäht; denn ich verlasse mich auf dein Wort.
43 Und nimm ja nicht von meinem Munde das Wort der Wahrheit; denn ich hoffe auf deine Urteile.
44 Ich will dein Gesetz halten allezeit, immer und ewiglich.
45 Und ich wandle in weitem Raum; denn ich suche deine Befehle.
46 Ich rede von deinen Zeugnissen vor Königen und schäme mich nicht.
47 Ich habe meine Freude an deinen Geboten, sie sind mir sehr lieb,
48 und hebe meine Hände auf zu deinen Geboten, die mir lieb sind, und sinne nach über deine Weisungen.
49 Denk an das Wort für deinen Knecht, und lass mich darauf hoffen.
50 Das ist mein Trost in meinem Elend, dass dein Wort mich erquickt.
51 Die Stolzen treiben ihren Spott mit mir; dennoch weiche ich nicht von deinem Gesetz.
52 HERR, wenn ich an deine ewigen Ordnungen denke, so werde ich getröstet.
53 Zorn erfasst mich über die Frevler, die dein Gesetz verlassen.
54 Deine Gebote sind mein Lied geworden im Haus, in dem ich Fremdling bin.
55 HERR, ich gedenke des Nachts an deinen Namen und halte dein Gesetz.
56 Das ist mein Schatz, dass ich mich an deine Befehle halte.
57 Ich habe gesagt: HERR, das soll mein Erbe sein, dass ich deine Worte halte.
58 Ich suche deine Gunst von ganzem Herzen; sei mir gnädig nach deinem Wort.
59 Ich bedenke meine Wege und lenke meine Füße zu deinen Zeugnissen.
60 Ich eile und säume nicht, zu halten deine Gebote.
61 Der Frevler Stricke umschlingen mich; aber dein Gesetz vergesse ich nicht.
62 Zur Mitternacht stehe ich auf, dir zu danken für die Ordnungen deiner Gerechtigkeit.
63 Ich halte mich zu allen, die dich fürchten und deine Befehle halten.
64 HERR, die Erde ist voll deiner Güte; lehre mich deine Gebote.
65 Du tust Gutes deinem Knecht, HERR, nach deinem Wort.
66 Lehre mich heilsame Einsicht und Erkenntnis; denn ich glaube deinen Geboten.
67 Ehe ich gedemütigt wurde, irrte ich; nun aber halte ich dein Wort.
68 Du bist gütig und freundlich, lehre mich deine Gebote.
69 Die Stolzen erdichten Lügen über mich, ich aber halte von ganzem Herzen deine Befehle.
70 Träge wie Fett ist ihr Herz; ich aber habe Freude an deinem Gesetz.
71 Es ist gut für mich, dass ich gedemütigt wurde, damit ich deine Gebote lerne.
72 Das Gesetz deines Mundes ist mir lieber als viel tausend Stück Gold und Silber.
73 Deine Hände haben mich gemacht und bereitet; unterweise mich, dass ich deine Gebote lerne.
74 Die dich fürchten, sehen mich und freuen sich; denn ich hoffe auf dein Wort.
75 HERR, ich weiß, dass deine Urteile gerecht sind; in deiner Treue hast du mich gedemütigt.
76 Deine Gnade soll mein Trost sein, wie du deinem Knecht zugesagt hast.
77 Lass mir deine Barmherzigkeit widerfahren, dass ich lebe; denn ich habe Freude an deinem Gesetz.
78 Ach dass die Stolzen zuschanden würden, / die mich mit Lügen niederdrücken! Ich aber sinne nach über deine Befehle.
79 Ach dass sich zu mir hielten, die dich fürchten und deine Zeugnisse kennen!
80 Mein Herz bleibe rechtschaffen in deinen Geboten, damit ich nicht zuschanden werde.
81 Meine Seele verlangt nach deinem Heil; ich hoffe auf dein Wort.
82 Meine Augen sehnen sich nach deinem Wort und sagen: Wann tröstest du mich?
83 Ich bin wie ein Weinschlauch im Rauch; doch deine Gebote vergesse ich nicht.
84 Wie lange soll dein Knecht warten? Wann willst du Gericht halten über meine Verfolger?
85 Die Stolzen graben mir Gruben, sie, die nicht tun nach deinem Gesetz.
86 All deine Gebote sind Wahrheit; sie aber verfolgen mich mit Lügen; hilf mir!
87 Sie haben mich fast umgebracht auf Erden; ich aber verlasse deine Befehle nicht.
88 Erquicke mich nach deiner Gnade, dass ich halte das Zeugnis deines Mundes.
89 HERR, dein Wort bleibt ewiglich, so weit der Himmel reicht;
90 deine Wahrheit währet für und für. Du hast die Erde fest gegründet, und sie bleibt stehen.
91 Nach deinen Ordnungen bestehen sie bis heute; denn es muss dir alles dienen.
92 Wenn dein Gesetz nicht mein Trost gewesen wäre, so wäre ich vergangen in meinem Elend.
93 Ich will deine Befehle nimmermehr vergessen; denn du erquickst mich damit.
94 Ich bin dein, hilf mir; denn ich suche deine Befehle.
95 Frevler lauern mir auf, dass sie mich umbringen; ich aber merke auf deine Zeugnisse.
96 Ich habe gesehen, dass alles Vollkommene ein Ende hat, aber dein Gebot bleibt bestehen.
97 Wie habe ich dein Gesetz so lieb! Täglich sinne ich ihm nach.
98 Du machst mich mit deinem Gebot weiser, als meine Feinde sind; denn es ist ewiglich mein Schatz.
99 Ich habe mehr Einsicht als alle meine Lehrer; denn über deine Zeugnisse sinne ich nach.
100 Ich bin klüger als die Alten; denn ich halte deine Befehle.
101 Ich verwehre meinem Fuß alle bösen Wege, dass ich dein Wort halte.
102 Ich weiche nicht von deinen Ordnungen; denn du lehrest mich.
103 Dein Wort ist meinem Munde süßer als Honig.
104 Dein Wort macht mich klug; darum hasse ich alle falschen Wege.
105 Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.
106 Ich schwöre und will's halten: Die Ordnungen deiner Gerechtigkeit will ich bewahren.
107 Ich bin sehr gedemütigt; HERR, erquicke mich nach deinem Wort!
108 Lass dir gefallen, HERR, das Opfer meines Mundes, und lehre mich deine Ordnungen.
109 Mein Leben ist immer in Gefahr; aber dein Gesetz vergesse ich nicht.
110 Frevler legen mir Schlingen; ich aber irre nicht ab von deinen Befehlen.
111 Deine Zeugnisse sind mein ewiges Erbe; denn sie sind meines Herzens Wonne.
112 Ich neige mein Herz, zu tun deine Gebote immer und ewiglich.
113 Ich hasse die Wankelmütigen und liebe dein Gesetz.
114 Du bist mein Schutz und mein Schild; ich hoffe auf dein Wort.
115 Weichet von mir, ihr Übeltäter! Ich will halten die Gebote meines Gottes.
116 Erhalte mich nach deinem Wort, dass ich lebe, und lass mich nicht zuschanden werden in meiner Hoffnung.
117 Stärke mich, dass ich gerettet werde, so will ich stets Freude haben an deinen Geboten.
118 Du verwirfst alle, die von deinen Geboten abirren; denn ihr Tun ist Lug und Trug.
119 Du schaffst alle Frevler auf Erden weg wie Schlacken, darum liebe ich deine Zeugnisse.
120 Ich fürchte mich vor dir, dass mir die Haut schaudert, und ich entsetze mich vor deinen Urteilen.
121 Ich übe Recht und Gerechtigkeit; übergib mich nicht denen, die mir Gewalt antun wollen.
122 Tritt ein für deinen Knecht und tröste ihn, dass mir die Stolzen nicht Gewalt antun!
123 Meine Augen sehnen sich nach deinem Heil und nach dem Wort deiner Gerechtigkeit.
124 Handle mit deinem Knechte nach deiner Gnade und lehre mich deine Gebote.
125 Ich bin dein Knecht: Unterweise mich, dass ich verstehe deine Zeugnisse.
126 Es ist Zeit, dass der HERR handelt; sie haben dein Gesetz zerbrochen.
127 Darum liebe ich deine Gebote mehr als Gold und feines Gold.
128 Darum halte ich alle deine Befehle für recht, ich hasse alle falschen Wege.
129 Deine Zeugnisse sind Wunderwerke; darum hält sie meine Seele.
130 Wenn dein Wort offenbar wird, so erleuchtet es und macht klug die Unverständigen.
131 Ich tue meinen Mund weit auf und lechze, denn mich verlangt nach deinen Geboten.
132 Wende dich zu mir und sei mir gnädig, wie du pflegst zu tun denen, die deinen Namen lieben.
133 Lass meinen Gang in deinem Wort fest sein und lass kein Unrecht über mich herrschen.
134 Erlöse mich von der Bedrückung durch Menschen, so will ich halten deine Befehle.
135 Lass dein Antlitz leuchten über deinen Knecht, und lehre mich deine Gebote.
136 Wasserbäche fließen aus meinen Augen, weil man dein Gesetz nicht hält.
137 HERR, du bist gerecht, und deine Urteile sind richtig.
138 Du hast deine Zeugnisse geboten in Gerechtigkeit und großer Treue.
139 Ich habe mich fast zu Tode geeifert, weil meine Widersacher deine Worte vergessen.
140 Dein Wort ist ganz durchläutert, und dein Knecht hat es lieb.
141 Ich bin gering und verachtet; ich vergesse aber nicht deine Befehle.
142 Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit, und dein Gesetz ist Wahrheit.
143 Angst und Not haben mich getroffen; ich habe aber Freude an deinen Geboten.
144 Deine Zeugnisse sind gerecht in Ewigkeit; unterweise mich, so lebe ich.
145 Ich rufe von ganzem Herzen; erhöre mich, HERR; ich will deine Gebote halten.
146 Ich rufe zu dir, hilf mir, so will ich deine Zeugnisse halten.
147 Ich komme in der Frühe und rufe um Hilfe; auf dein Wort hoffe ich.
148 Ich wache auf, wenn's noch Nacht ist, nachzusinnen über dein Wort.
149 Höre meine Stimme nach deiner Gnade; HERR, erquicke mich nach deinen Ordnungen.
150 Meine arglistigen Verfolger nahen; sie sind fern von deinem Gesetz.
151 HERR, du bist nahe, und alle deine Gebote sind Wahrheit.
152 Längst weiß ich aus deinen Zeugnissen, dass du sie für ewig gegründet hast.
153 Sieh doch mein Elend und errette mich; denn ich vergesse dein Gesetz nicht.
154 Führe meine Sache und erlöse mich; erquicke mich durch dein Wort.
155 Das Heil ist fern von den Gottlosen; denn sie achten deine Gebote nicht.
156 HERR, deine Barmherzigkeit ist groß; erquicke mich nach deinen Ordnungen.
157 Meiner Verfolger und Widersacher sind viele; ich weiche aber nicht von deinen Zeugnissen.
158 Ich sehe die Verächter und es tut mir wehe, dass sie dein Wort nicht halten.
159 Siehe, ich liebe deine Befehle; HERR, erquicke mich nach deiner Gnade.
160 Dein Wort ist nichts als Wahrheit, alle Ordnungen deiner Gerechtigkeit währen ewiglich.
161 Fürsten verfolgen mich ohne Grund; aber mein Herz fürchtet sich nur vor deinen Worten.
162 Ich freue mich über dein Wort wie einer, der große Beute macht.
163 Lügen bin ich feind, und sie sind mir ein Gräuel; aber dein Gesetz habe ich lieb.
164 Ich lobe dich des Tages siebenmal um deiner gerechten Ordnungen willen.
165 Großen Frieden haben, die dein Gesetz lieben; sie werden nicht straucheln.
166 HERR, ich warte auf dein Heil und tue nach deinen Geboten.
167 Meine Seele hält deine Zeugnisse und liebt sie sehr.
168 Ich halte deine Befehle und deine Zeugnisse; denn alle meine Wege liegen offen vor dir.
169 HERR, lass mein Klagen vor dich kommen; unterweise mich nach deinem Wort.
170 Lass mein Flehen vor dich kommen; errette mich nach deinem Wort.
171 Meine Lippen sollen dich loben; denn du lehrst mich deine Gebote.
172 Meine Zunge soll singen von deinem Wort; denn alle deine Gebote sind gerecht.
173 Lass deine Hand mir beistehen; denn ich habe erwählt deine Befehle.
174 HERR, mich verlangt nach deinem Heil, und an deinem Gesetz habe ich Freude.
175 Lass meine Seele leben, dass sie dich lobe, und deine Ordnungen mir helfen.
176 Ich bin wie ein verirrtes und verlorenes Schaf; suche deinen Knecht, denn ich vergesse deine Gebote nicht.

Psalm 119*

1 Glücklich sind, die im Weg untadelig sind, die im Gesetz des HERRN wandeln.
2 Glücklich sind, die seine Zeugnisse bewahren, die ihn von ganzem Herzen suchen.
3 Die auch kein Unrecht tun, die auf seinen Wegen wandeln!
4 Du hast deine Vorschriften geboten, dass man sie eifrig beobachte.
5 Oh, dass doch meine Wege beständig wären, deine Ordnungen zu halten!
6 Dann werde ich nicht beschämt werden, wenn ich beachte alle deine Gebote.
7 Ich will dich preisen mit aufrichtigem Herzen, wenn ich gelernt habe die Bestimmungen deiner Gerechtigkeit.
8 Deine Ordnungen will ich halten. Verlass mich nicht ganz und gar!
9 Wodurch hält ein Jüngling seinen Pfad rein? Indem er sich bewahrt nach deinem Wort.
10 Mit meinem ganzen Herzen habe ich dich gesucht. Lass mich nicht abirren von deinen Geboten!
11 In meinem Herzen habe ich dein Wort verwahrt, damit ich nicht gegen dich sündige.
12 Gepriesen seist du, HERR! Lehre mich deine Ordnungen!
13 Mit meinen Lippen habe ich erzählt alle Bestimmungen deines Mundes.
14 An dem Weg deiner Zeugnisse habe ich Freude, mehr als an allem Reichtum.
15 Deine Vorschriften will ich bedenken und beachten deine Pfade.
16 An deinen Satzungen habe ich meine Lust. Dein Wort vergesse ich nicht.
17 Tue Gutes an deinem Knecht, so werde ich leben. Ich will dein Wort halten!
18 Öffne meine Augen, damit ich schaue die Wunder aus deinem Gesetz.
19 Ein Gast bin ich im Land. Verbirg nicht vor mir deine Gebote!
20 Meine Seele zermürbt sich vor Verlangen nach deinen Bestimmungen zu aller Zeit.
21 Gescholten1 hast du die Übermütigen, die Verfluchten, die abirren von deinen Geboten.
22 Wälze von mir Hohn und Verachtung! Denn deine Zeugnisse habe ich bewahrt.
23 Sitzen auch Oberste und verhandeln gegen mich, dein Knecht sinnt nach über deine Ordnungen.
24 Deine Zeugnisse sind auch meine Lust, meine Ratgeber sind sie.
25 Am Staub klebt meine Seele. Belebe mich nach deinem Wort!
26 Meine Wege habe ich erzählt, und du hast mich erhört. Lehre mich deine Ordnungen!
27 Lass mich verstehen den Weg deiner Vorschriften. Sinnen will ich über deine Wunder.
28 Keinen Schlaf findet2 meine Seele vor Kummer. Richte mich auf nach deinem Wort!
29 Halte fern von mir den Weg der Lüge, und gewähre mir dein Gesetz!
30 Den Weg der Treue habe ich erwählt, ich habe vor mich gestellt deine Bestimmungen.
31 Ich halte an deinen Zeugnissen fest. HERR, lass mich nicht beschämt werden!
32 Den Weg deiner Gebote werde ich laufen, denn du machst mir das Herz weit.
33 Lehre mich, HERR, den Weg deiner Ordnungen, und ich will ihn bewahren bis ans Ende.
34 Gib mir Einsicht, und ich will dein Gesetz bewahren und es halten von ganzem Herzen.
35 Leite mich auf dem Pfad deiner Gebote! Denn ich habe Gefallen daran.
36 Neige mein Herz zu deinen Zeugnissen und nicht zum Gewinn!
37 Wende meine Augen davon ab, das Eitle zu betrachten. Belebe mich auf deinen Wegen!
38 Halte deinem Knecht deine Zusage aufrecht, die deiner Furcht entspricht3!
39 Wende ab meine Schande, die ich fürchte! Denn deine Bestimmungen sind gut.
40 Siehe, ich sehne mich nach deinen Vorschriften! Belebe mich durch deine Gerechtigkeit!
41 Lass über mich kommen deine Gnaden, HERR, dein Heil nach deiner Zusage,
42 damit ich meinem Lästerer ein Wort antworten kann. Denn ich vertraue auf dein Wort.
43 Entziehe meinem Mund das Wort der Wahrheit4 nicht allzu sehr! Denn ich hoffe auf deine Bestimmungen.
44 Halten will ich dein Gesetz beständig, immer und ewig.
45 Und ich werde wandeln in weitem Raum, denn nach deinen Vorschriften habe ich geforscht.
46 Vor Königen will ich reden von deinen Zeugnissen und mich nicht schämen.
47 Ich habe meine Lust an deinen Geboten, die ich liebe,
48 und werde meine Hände aufheben zu deinen Geboten, die ich lieb habe. Und über deine Ordnungen will ich nachdenken.
49 Gedenke des Wortes an deinen Knecht, worauf du mich hast warten lassen!
50 Dies ist mein Trost in meinem Elend, dass deine Zusage mich belebt hat.
51 Die Übermütigen haben mich über die Maßen verspottet, aber von deinem Gesetz bin ich nicht abgewichen.
52 Ich gedachte, HERR, deiner Bestimmungen von alters her, und ich tröstete mich.
53 Zornglut hat mich ergriffen wegen der Gottlosen, die dein Gesetz verlassen.
54 Lieder waren mir deine Ordnungen im Haus meiner Fremdlingschaft.
55 In der Nacht habe ich deines Namens gedacht, HERR, und ich habe dein Gesetz gehalten.
56 Dies ist mir zuteilgeworden: Dass ich deine Vorschriften bewahre.
57 Mein Teil ist der HERR! Ich habe versprochen, deine Worte zu bewahren.5
58 Ich suchte dich zu besänftigen von ganzem Herzen. Sei mir gnädig nach deiner Zusage!
59 Ich habe meine Wege überdacht und meine Füße gekehrt zu deinen Zeugnissen.
60 Ich bin geeilt und habe nicht gezögert, deine Gebote zu halten.
61 Stricke der Gottlosen haben mich umgeben. Dein Gesetz habe ich nicht vergessen.
62 Um Mitternacht stehe ich auf, um dich zu preisen wegen der Bestimmungen deiner Gerechtigkeit.
63 Ich bin der Gefährte aller, die dich fürchten, derer, die deine Vorschriften einhalten.
64 Von deiner Gnade, HERR, ist die Erde erfüllt. Lehre mich deine Ordnungen!
65 Du hast Gutes getan an deinem Knecht, HERR, nach deinem Wort!
66 Gute Einsicht und Erkenntnis lehre mich! Denn ich habe deinen Geboten geglaubt.
67 Bevor ich gedemütigt wurde, irrte ich. Jetzt aber halte ich dein Wort.
68 Du bist gut und tust Gutes. Lehre mich deine Ordnungen!
69 Lügen haben die Übermütigen gegen mich erdichtet.6 Ich bewahre deine Vorschriften von ganzem Herzen.
70 Ihr Herz ist unempfindlich geworden wie Fett. Ich habe meine Lust an deinem Gesetz.
71 Es war gut für mich, dass ich gedemütigt wurde, damit ich deine Ordnungen lernte.
72 Lieber ist mir das Gesetz deines Mundes als Tausende von Gold- und Silberstücken.
73 Deine Hände haben mich gemacht und bereitet. Gib mir Einsicht, ich will deine Gebote lernen.
74 Die dich fürchten, werden mich sehen und sich freuen, denn ich harre auf dein Wort.
75 Ich habe erkannt, HERR, dass deine Gerichte Gerechtigkeit sind und dass du mich in Treue gedemütigt hast.
76 Lass doch deine Gnade mir zum Trost sein nach deiner Zusage an deinen Knecht!
77 Lass deine Erbarmungen über mich kommen, dass ich lebe. Denn dein Gesetz ist meine Lust.
78 Lass beschämt werden die Übermütigen, die mich lügnerisch bedrücken. Ich denke über deine Vorschriften nach.
79 Lass sich zu mir wenden, die dich fürchten und die deine Zeugnisse erkennen!
80 Lass mein Herz untadelig sein in deinen Ordnungen, damit ich nicht in Schande komme.
81 Meine Seele verzehrt sich nach deinem Heil. Ich warte auf dein Wort.
82 Meine Augen verzehren sich nach deiner Zusage: "Wann wirst du mich trösten?"
83 Denn wie ein Schlauch im Rauch bin ich. Deine Ordnungen habe ich nicht vergessen.
84 Wie viele werden der Tage deines Knechts sein? Wann wirst du Gericht halten über meine Verfolger?
85 Die Übermütigen haben mir Gruben gegraben, sie, die nicht nach deinem Gesetz sind.
86 Alle deine Gebote sind Treue7. Sie haben mich verfolgt ohne Grund. Hilf mir!
87 Wenig fehlte, so hätten sie mich vernichtet im Land. Ich aber, ich habe deine Vorschriften nicht verlassen.
88 Belebe mich nach deiner Gnade, und ich werde bewahren das Zeugnis deines Mundes.
89 In Ewigkeit, HERR, steht dein Wort fest im Himmel.
90 Von Generation zu Generation währt deine Treue. Du hast die Erde gegründet, und sie steht.
91 Nach deinen Ordnungen bestehen sie bis heute, denn alles ist dir dienstbar.
92 Wäre nicht dein Gesetz meine Lust gewesen, dann wäre ich verloren gegangen in meinem Elend.
93 Ewig werde ich deine Vorschriften nicht vergessen, denn durch sie hast du mich belebt.
94 Ich bin dein, rette mich! Denn ich habe nach deinen Vorschriften gesucht.
95 Die Gottlosen haben mir aufgelauert, um mich umzubringen8. Ich achte auf deine Zeugnisse.
96 Von allen Vollkommenen habe ich ein Ende gesehen. Doch dein Gebot reicht sehr weit.
97 Wie liebe ich dein Gesetz! Es ist mein Nachdenken den ganzen Tag.
98 Dein Gebot macht mich weiser als meine Feinde. Denn ewig ist es mein!
99 Verständiger bin ich als alle meine Lehrer. Denn deine Zeugnisse sind mein Überlegen.
100 Einsichtiger als Greise bin ich. Denn deine Vorschriften habe ich gehalten.
101 Von jedem bösen Pfad habe ich meine Füße zurückgehalten, damit ich dein Wort bewahre.
102 Von deinen Bestimmungen gewichen bin ich nicht, denn du, du hast mich unterwiesen.
103 Wie süß sind meinem Gaumen deine Worte, mehr als Honig meinem Mund!
104 Aus deinen Vorschriften empfange ich Einsicht. Darum hasse ich jeden Lügenpfad!
105 Eine Leuchte für meinen Fuß ist dein Wort, ein Licht für meinen Pfad.
106 Ich habe geschworen und halte es aufrecht, die Bestimmungen deiner Gerechtigkeit zu bewahren.
107 Ich bin über die Maßen gebeugt. HERR, belebe mich nach deinem Wort!
108 Die Gaben9 meines Mundes lass dir doch wohlgefallen, HERR! Lehre mich deine Bestimmungen!
109 Mein Leben ist ständig in meiner Hand10, aber dein Gesetz habe ich nicht vergessen.
110 Die Gottlosen haben mir eine Schlinge gelegt, aber von deinen Vorschriften bin ich nicht abgeirrt.
111 Deine Zeugnisse sind mein Erbe für ewig, denn die Freude meines Herzens sind sie.
112 Ich habe mein Herz geneigt, deine Ordnungen zu tun. Für ewig ist der Lohn!11
113 Die Gemeinen hasse ich, aber ich liebe dein Gesetz.
114 Mein Schutz12 und mein Schild bist du. Auf dein Wort hoffe ich.
115 Weicht von mir, ihr Übeltäter, ich will die Gebote meines Gottes halten!
116 Stütze mich nach deiner Zusage, so werde ich leben. Lass mich nicht beschämt werden in meiner Hoffnung!
117 Stütze mich, dass ich gerettet werde. Und ich will beständig auf deine Ordnungen schauen13.
118 Abgewiesen hast du alle, die von deinen Ordnungen abirren. Denn Lüge ist ihr Sinnen14.
119 Wie Schlacken hast du hinweggeräumt alle Gottlosen des Landes, darum liebe ich deine Zeugnisse.
120 Vor deinem Schrecken schaudert mein Fleisch, ich fürchte mich vor deinen Urteilen.
121 Ich habe Recht und Gerechtigkeit geübt. Überlass mich nicht meinen Unterdrückern!
122 Sei Bürge für deinen Knecht zum Guten! Lass die Übermütigen mich nicht unterdrücken!
123 Meine Augen sehnen sich nach deinem Heil und nach der Zusage deiner Gerechtigkeit.
124 Handle mit deinem Knecht nach deiner Gnade und lehre mich deine Ordnungen!
125 Dein Knecht bin ich; gib mir Einsicht, so werde ich deine Zeugnisse erkennen.
126 Es ist Zeit für den HERRN, zu handeln. Sie haben dein Gesetz gebrochen15.
127 Darum liebe ich deine Gebote mehr als Gold und Feingold.
128 Darum wandle ich aufrichtig nach allen deinen Vorschriften16. Jeden Lügenpfad hasse ich.
129 Wunderbar sind deine Zeugnisse, darum bewahrt sie meine Seele.
130 Die Eröffnung deiner Worte leuchtet17, sie gibt Einsicht den Einfältigen.
131 Ich habe meinen Mund weit aufgetan und gelechzt, denn ich sehne mich nach deinen Geboten.
132 Wende dich zu mir und sei mir gnädig nach dem Anrecht derer, die deinen Namen lieben!
133 Befestige meine Schritte durch dein Wort, und gib keinem Unrecht Macht über mich!
134 Erlöse mich von der Bedrückung durch Menschen, und ich will deine Vorschriften einhalten.
135 Lass dein Angesicht leuchten über deinen Knecht, und lehre mich deine Ordnungen!
136 Wasserbäche fließen herab aus meinen Augen, weil man dein Gesetz nicht hält.
137 Gerecht bist du, HERR, und richtig sind deine Urteile.
138 Du hast in Gerechtigkeit deine Zeugnisse geboten und in großer Treue18.
139 Verzehrt19 hat mich mein Eifer, denn meine Bedränger haben deine Worte vergessen.
140 Wohlgeläutert ist dein Wort, dein Knecht hat es lieb.
141 Gering bin ich und verachtet. Deine Vorschriften habe ich nicht vergessen.
142 Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit, und dein Gesetz ist Wahrheit20.
143 Angst und Bedrängnis haben mich erreicht. Deine Gebote sind meine Lust.
144 Gerechtigkeit sind deine Zeugnisse für ewig. Gib mir Einsicht, damit ich lebe!
145 Von ganzem Herzen habe ich gerufen: Erhöre mich, HERR! Ich will deine Ordnungen halten.
146 Zu dir habe ich gerufen: Rette mich! Ich will deine Zeugnisse bewahren.
147 Der Morgendämmerung bin ich zuvorgekommen und habe um Hilfe gerufen. Auf deine Worte habe ich gehofft.
148 Meine Augen sind den Nachtwachen zuvorgekommen, um nachzudenken über dein Wort.
149 Höre meine Stimme nach deiner Gnade! HERR, belebe mich nach deinen Bestimmungen!
150 Nahe sind gekommen, die mich arglistig verfolgen21. Fern sind sie von deinem Gesetz.
151 Du bist nahe, HERR, und alle deine Gebote sind Wahrheit22.
152 Längst habe ich aus deinen Zeugnissen erkannt, dass du sie gegründet hast auf ewig.
153 Sieh mein Elend an und rette mich! Denn dein Gesetz habe ich nicht vergessen.
154 Führe meinen Rechtsstreit und erlöse mich! Belebe mich nach deiner Zusage!
155 Fern von den Gottlosen ist das Heil, denn nach deinen Ordnungen suchen sie nicht.
156 Deiner Erbarmungen sind viele, HERR. Belebe mich nach deinen Bestimmungen!
157 Zahlreich sind meine Verfolger und meine Bedränger. Doch von deinen Zeugnissen bin ich nicht abgewichen.
158 Die Treulosen habe ich gesehen, und es ekelte mich an, weil sie dein Wort nicht bewahrten.
159 Sieh, dass ich deine Vorschriften lieb habe. Nach deiner Gnade, HERR, belebe mich!
160 Die Summe deines Wortes ist Wahrheit23, und jedes Urteil deiner Gerechtigkeit währt ewig.
161 Oberste haben mich verfolgt ohne Ursache. Aber vor deinem Wort hat mein Herz gebebt.
162 Ich freue mich über dein Wort wie einer, der große Beute macht.
163 Lüge hasse und verabscheue ich. Dein Gesetz liebe ich.
164 Siebenmal am Tag lobe ich dich wegen der Bestimmungen deiner Gerechtigkeit.
165 Großen Frieden haben die, die dein Gesetz lieben. Sie trifft kein Straucheln.
166 Ich habe auf dein Heil gewartet, HERR, und deine Gebote habe ich erfüllt.
167 Meine Seele hat deine Zeugnisse befolgt, und ich liebe sie sehr.
168 Deine Vorschriften und deine Zeugnisse habe ich befolgt, denn alle meine Wege sind vor dir.
169 Lass mein Schreien nahe vor dich kommen, HERR! Gib mir Einsicht nach deinem Wort!
170 Lass vor dich kommen mein Flehen! Rette mich nach deiner Zusage!
171 Meine Lippen sollen Lob hervorströmen lassen, denn du lehrst mich deine Ordnungen.
172 Meine Zunge soll dein Wort besingen24. Denn alle deine Gebote sind Gerechtigkeit.
173 Lass deine Hand mir zur Hilfe kommen! Denn ich habe deine Vorschriften erwählt.
174 Ich sehne mich nach deiner Hilfe, HERR! Dein Gesetz ist meine Lust.
175 Meine Seele soll leben und dich loben! Deine Bestimmungen sollen mir helfen!
176 Ich bin umhergeirrt wie ein verloren gegangenes Schaf. Suche deinen Knecht! Denn ich habe deine Gebote nicht vergessen.
1 o. Angeschrien
2 o. Es zerfließt
3 Gemeint ist: die denen gilt, die dich fürchten
4 o. Treue
5 o. Mein Teil ist der HERR!, habe ich gesagt, um deine Worte zu bewahren.
6 eigentlich: Mit Lügen haben die Übermütigen mich besudelt.
7 o. Wahrheit
8 w. verloren gehen zu lassen
9 d. h. freiwilligen Gaben; vgl. 3Mo 22,23
10 Das bedeutet: stets in Gefahr.
11 o. Für ewig bis ans Ende!
12 w. Versteck
13 Die alten Üs. lesen: Und ich freue mich beständig an deinen Ordnungen
14 so mit alten Üs.; Mas. T.: Denn Lüge ist ihr Trug.
15 o. aufgehoben
16 so mit LXX, lat. und syr. Üs.; Mas. T.: alle Befehle alles
17 o. erleuchtet
18 w. und Treue sehr
19 o. Zum Schweigen gebracht
20 o. Treue
21 so mit einigen hebr. Handschr. und alten Üs.; Mas. T.: die Arglist verfolgen
22 o. Treue
23 o. Treue
24 o. dein Wort anheben o. anstimmen
1 Glücklich sind die Menschen, denen man nichts Böses nachsagen kann, die sich stets nach dem Gesetz des HERRN richten.
2 Glücklich sind alle, die sich an seine Weisungen halten und von ganzem Herzen nach ihm fragen.
3 Solche Menschen tun kein Unrecht, sie leben so, wie es Gott gefällt.
4 Was du, HERR, angeordnet hast, das soll jeder genau beachten.
5 Nichts soll mich davon abbringen können, deine Ordnungen treu zu befolgen.
6 Deine Gebote verliere ich nicht aus den Augen. Darum brauche ich mich nicht zu schämen,
7 sondern kann dich mit aufrichtigem Herzen loben. Deine guten Gesetze lerne ich immer besser kennen.
8 Ich will mich an deine Ordnungen halten – hilf mir dabei und lass mich nicht im Stich!
9 HERR, wie kann ein junger Mensch leben, ohne sich dabei schuldig zu machen? Indem er sich nach deinem Wort richtet.
10 Auch ich frage von ganzem Herzen nach dir; lass mich doch nicht von dem Weg abkommen, den deine Gebote mir weisen!
11 Tief präge ich mir dein Wort ein, damit ich nicht vor dir schuldig werde.
12 HERR, dich will ich loben und preisen! Lehre mich, deine Ordnungen zu verstehen!
13 Alle Anweisungen, die du gegeben hast, sage ich mir immer wieder auf.
14 Ein Leben nach deinen Geboten zu führen erfreut mich mehr als jeder Reichtum.
15 Ich denke über deine Vorschriften nach und halte mir deinen Willen vor Augen.
16 Deine Gesetze machen mich glücklich; nie werde ich dein Wort vergessen.
17 HERR, ich bin dein Diener! Erweise mir deine Güte, denn nur so kann ich leben und dein Wort befolgen.
18 Öffne mir die Augen, damit ich erkenne, welche Wunder dein Gesetz enthält!
19 Diese Welt wird nicht für immer meine Heimat sein. Umso mehr brauche ich deine Gebote – verheimliche sie nicht vor mir!
20 Ich wünsche mir nichts sehnlicher, als deine Weisungen stets vor Augen zu haben.
21 Du strafst die Selbstgerechten und verfluchst alle, die sich über deine Gebote hinwegsetzen.
22 Lass sie nicht länger über mich spotten – ich halte mich doch an das, was du sagst!
23 Mögen sich auch mächtige Leute verbünden und gemeine Pläne gegen mich schmieden, bleibe ich trotz allem dein Diener und denke über deine Ordnungen nach.
24 Über deine Gesetze freue ich mich, denn sie sind hervorragende Ratgeber.
25 HERR, ich bin am Boden zerstört. Schenke mir neue Kraft, wie du es versprochen hast!
26 Schon oft habe ich meine Not vor dich gebracht, und du hast mir immer geholfen. Zeige mir auch jetzt, was ich tun soll!
27 Hilf mir, deine Weisungen zu verstehen, damit ich über deine Wunder nachdenken kann.
28 Vor Kummer gehe ich fast zugrunde. Richte mich wieder auf – du hast es doch zugesagt!
29 Bewahre mich davor, unehrlich zu sein, und gewähre mir das Vorrecht, dein Gesetz zu kennen!
30 Ich habe mich entschlossen, dir treu zu bleiben. Darum will ich mir immer vor Augen halten, was du als göttliches Recht festgelegt hast.
31 HERR, unbeirrbar halte ich an deinen Anordnungen fest. Lass nicht zu, dass ich deswegen Schimpf und Schande ernte!
32 Zielstrebig will ich den Weg gehen, den deine Gebote mir weisen, denn du machst mein Herz verständig und bereit.
33 HERR, zeige mir, was deine Ordnungen bedeuten! Ich will sie beachten, solange ich lebe.
34 Gib mir Einsicht, damit ich dein Gesetz befolgen kann und mich von ganzem Herzen danach richte!
35 Hilf mir, deine Gebote zu erfüllen, denn das bereitet mir große Freude.
36 Gib mir Liebe zu deinem Wort und lass mich nicht in Habgier verfallen!
37 Ich will mich nicht mit sinnlosen Dingen abgeben; schenk du mir die Kraft, den richtigen Weg zu gehen!
38 HERR, löse doch deine Zusagen ein, die du allen gegeben hast, die dir mit Ehrfurcht begegnen.
39 Ich habe Angst, dass man mich verlacht und beschimpft, doch ich weiß: Deine Rechtsentscheidungen sind gut.
40 Ich sehne mich danach, deinen Befehlen zu gehorchen. Weil du für Gerechtigkeit sorgst, lebe ich wieder auf.
41 HERR, zeige mir doch, wie sehr du mich liebst, und hilf mir, wie du es versprochen hast!
42 Dann kann ich denen die passende Antwort geben, die jetzt noch verächtlich über mich reden. Denn ich vertraue auf das, was dein Wort mir sagt.
43 Auf deine Weisungen habe ich meine Hoffnung gesetzt. Lass mich nun nicht als Lügner dastehen, wenn ich von deiner Treue berichte!
44 Niemals will ich aufhören, dein Gesetz zu befolgen.
45 Ich führe mein Leben in Freiheit und Glück, weil ich deine Ordnungen erforsche.
46 Sogar vor Königen will ich ohne Scheu bezeugen, dass dein Gesetz unumstößlich gilt.
47 Ich befolge deine Gebote mit Freude, ja, so sehr liebe ich sie!
48 Ich sehne mich nach deinen Worten, denn sie sind wertvoll für mich; über alles, was du angeordnet hast, denke ich gründlich nach.
49 HERR, mach dein Versprechen wahr, das mich, deinen Diener, wieder hoffen ließ.
50 Denn immer, wenn ich in Not geriet, hat deine Zusage mich getröstet und belebt.
51 Selbstgefällige Leute ziehen ständig über mich her; trotzdem weiche ich kein Stück von deinem Gesetz ab.
52 Ich verliere nicht den Mut, denn ich erinnere mich daran, wie du schon früher für Recht gesorgt hast.
53 Mich packt der Zorn, wenn ich an die Menschen denke, die sich von dir und deinem Gesetz losgesagt haben.
54 Ich aber werde deine Ordnungen besingen, solange ich ein Gast auf dieser Erde bin.
55 HERR, sogar in der Nacht denke ich an dich, und deine Gebote will ich gern befolgen.
56 Ja, es ist mir zur Gewohnheit geworden, unbeirrt nach deinen Leitlinien zu leben.
57 Du, HERR, bist alles, was ich brauche! Deshalb werde ich tun, was du sagst.
58 Von ganzem Herzen flehe ich dich an: Sei mir gnädig, wie du es versprochen hast!
59 Ich gebe mir Rechenschaft über mein Leben und richte mich wieder neu nach deinen Geboten aus.
60 Ich zögere nicht und will keine Zeit verlieren, das zu tun, was du befohlen hast.
61 Die Leute, die sich dir widersetzen, wollen mich zu Fall bringen, doch ich vergesse dein Gesetz nicht.
62 Mitten in der Nacht stehe ich auf, um dir zu danken, weil deine Urteile gerecht sind.
63 Wer Ehrfurcht vor dir hat und nach deinen Maßstäben lebt, der ist mein Freund.
64 HERR, die ganze Erde ist erfüllt von deiner Güte. Lehre mich, deine Ordnungen zu verstehen!
65 HERR, du bist gut zu mir, deinem Diener, ganz so, wie du es versprochen hast.
66 Schenke mir Urteilskraft und Verständnis, denn auf deine Gebote verlasse ich mich.
67 Ich bin viele Irrwege gegangen, bis ich in Bedrängnis geriet und schließlich umkehren musste. Daher will ich mich jetzt nach deinem Willen richten.
68 Gott, du bist gut – dir verdanke ich so viel! Lass mich deine Ordnungen verstehen!
69 Unverfrorene Lügner ziehen meinen Namen in den Schmutz, aber ich befolge unbeirrbar deine Weisungen.
70 Ihr Gewissen ist abgestumpft; an ihnen prallt alles ab, was du sagst. Ich aber freue mich über dein Gesetz.
71 Für mich war es gut, dass ich in Bedrängnis geriet und schließlich umkehren musste. Denn da erst lernte ich, wie hilfreich deine Gebote sind.
72 Ja, dein Gesetz ist wertvoller für mich als Berge von Silber und Gold!
73 HERR, mein Schöpfer! Du hast mir das Leben gegeben. Schenke mir nun auch die Einsicht, die ich brauche, um nach deinen Geboten zu leben!
74 Alle, die Ehrfurcht vor dir haben, werden sich über mich freuen, denn ich verlasse mich auf dein Wort.
75 HERR, ich weiß, dass deine Entscheidungen richtig sind. Selbst als du mich leiden ließest, meintest du es gut mit mir.
76 Lass mich deine Gnade erfahren und tröste mich, wie du es versprochen hast!
77 Dein Gesetz befolge ich gerne. Erbarme dich über mich und hilf mir, denn nur so kann ich leben.
78 Bring die unverschämten Lügner zu Fall; sie haben mich grundlos ins Elend gestürzt. Ich aber denke über deine Ordnungen nach.
79 Ich wünsche mir, dass alle zu mir halten, die dich ehren und deine Anweisungen befolgen.
80 Entschlossen will ich mich nach deinen Geboten richten, damit ich mich nicht zu schämen brauche.
81 Voller Sehnsucht warte ich auf deine Hilfe, ich setze alle meine Hoffnung auf dein Wort.
82 Ich vergehe fast vor Ungeduld, bis du deine Zusage erfüllst. Wann endlich tröstest du mich?
83 Ich fühle mich nutzlos, alt und verbraucht; trotzdem werde ich nicht müde, deine Ordnungen zu befolgen.
84 Wie lange muss ich noch warten? Ich bin doch dein Diener! Wann gehst du endlich mit denen ins Gericht, die es auf mich abgesehen haben?
85 In ihrem Stolz haben sie mir eine Grube gegraben; dein Gesetz ist ihnen völlig gleichgültig.
86 Hilf mir, denn sie verfolgen mich ohne Grund! Doch auf deine Gebote kann ich mich verlassen.
87 Ich weigere mich, gegen deine Anordnungen zu verstoßen, obwohl die Feinde mich fast umgebracht hätten.
88 Sei mir gnädig und bewahre mein Leben! Dann kann ich mich weiterhin an das halten, was dein Wort bezeugt!
89 HERR, dein Wort bleibt für immer und ewig – so unverrückbar wie der Himmel hat es Bestand.
90 Deine Treue zu uns gilt ohne Ende – so unerschütterlich wie die Erde, die du erschufst.
91 Himmel und Erde bestehen bis heute, weil du es so willst, denn dir muss alles dienen.
92 Hätte ich nicht Freude an deinem Gesetz gehabt, dann wäre ich in meinem Elend umgekommen.
93 Nie will ich deine Befehle vergessen, denn durch sie hast du mich neu belebt.
94 HERR, ich gehöre zu dir. So hilf mir doch, denn ich habe immer nach deinen Geboten gefragt!
95 Gewissenlose Menschen liegen auf der Lauer, um mich zu beseitigen. Doch ich achte umso mehr auf das, was du mir sagst.
96 Ich sah, dass alles ein Ende findet, auch wenn es noch so vollkommen ist. Nur dein Wort kennt keine Grenzen.
97 HERR, wie sehr liebe ich dein Gesetz; den ganzen Tag denke ich darüber nach!
98 Gerade weil es mir immer gegenwärtig ist, bin ich meinen Feinden an Klugheit überlegen.
99 Ich habe mehr begriffen als alle meine Lehrer, denn ich mache mir ständig Gedanken über deine Ordnungen.
100 Ich besitze mehr Einsicht als alte Menschen mit ihrer Erfahrung, denn ich habe mein Leben nach deinen Geboten ausgerichtet.
101 Von krummen Wegen hielt ich mich stets fern, damit ich nicht gegen dein Wort verstoße.
102 Ich habe deine Belehrungen gerne angenommen, denn einen besseren Lehrer als dich gibt es nicht.
103 Dein Wort ist meine Lieblingsspeise, es ist süßer als der beste Honig.
104 Dein Gesetz macht mich einsichtig und klug, deshalb ist mir jede Art von Falschheit verhasst.
105 Dein Wort ist wie ein Licht in der Nacht, das meinen Weg erleuchtet.
106 Was du in deinem Wort festgelegt hast, das will ich tun, gerechter Gott! Ich habe einen Eid darauf geleistet, und dazu stehe ich.
107 Doch jetzt bin ich völlig am Ende! HERR, schenke mir neue Kraft, wie du es versprochen hast!
108 Ja, HERR, nimm meinen Dank als ein Opfer an und lehre mich, deine Ordnungen zu verstehen!
109 Mein Leben ist ständig in Gefahr, trotzdem vergesse ich dein Gesetz nicht.
110 Die Gottlosen wollen mich in ihre Fallen locken, doch ich lasse mich nicht von deinen Geboten abbringen.
111 Was uns als dein Wille überliefert wurde, ist für alle Zeit mein kostbarer Besitz und erfüllt mein Herz mit tiefer Freude.
112 Ich bin entschlossen, mich an deine Weisungen zu halten – jeden Tag meines Lebens, bis an mein Ende!
113 HERR, ich kann solche Menschen nicht leiden, die einmal »Ja« und einmal »Nein« zu dir sagen; aber dein Gesetz liebe ich mit ungeteiltem Herzen.
114 Bei dir bin ich geborgen wie unter einem schützenden Schild, auf deine Zusagen setze ich meine Hoffnung.
115 Verschwindet, ihr Unheilstifter, hindert mich nicht – denn ich will den Geboten meines Gottes gehorchen!
116 Herr, gib mir festen Halt, wie du es versprochen hast, dann lebe ich wieder auf! Lass nicht zu, dass ich vergeblich hoffe.
117 Richte mich auf, Herr, dann ist mir geholfen! Immer will ich deine Ordnungen beachten.
118 Wer deine Befehle in den Wind schlägt, den lehnst auch du ab; solche Menschen schaden sich mit ihren Lügen nur selbst.
119 Wie Müll beseitigst du alle, die dich verachten. Deshalb liebe ich, was du befiehlst.
120 Aus Furcht vor dir läuft es mir kalt den Rücken herunter, ich habe Angst, dass du mich verurteilen könntest.
121 HERR, ich habe getan, was richtig und gut ist, darum überlass mich nicht der Willkür meiner Feinde!
122 Versprich mir, dass alles wieder gut wird, und lass nicht zu, dass mich diese selbstherrlichen Menschen unterdrücken!
123 Gerechter Gott, ich sehne mich danach, dass du mich befreist und das Versprechen erfüllst, das du mir gegeben hast.
124 Herr, du bist gnädig, darum hilf mir doch! Lehre mich, deine Ordnungen zu verstehen!
125 Dir will ich dienen; nun schenke mir auch die nötige Einsicht, damit ich erkenne, was dein Wort befiehlt!
126 Es ist höchste Zeit, dass du eingreifst, HERR, denn die Menschen missachten dein Gesetz.
127 Ich aber liebe deine Gebote – sie bedeuten mir mehr als reines Gold.
128 Jede Art von Falschheit ist mir verhasst. Nur deine Gebote garantieren einen geraden Weg, darum will ich mich genau an sie halten.
129 Herr, deine Gebote sind wunderbar, deshalb befolge ich sie gern.
130 Im Leben eines Menschen wird es hell, wenn er anfängt, dein Wort zu verstehen. Wer bisher gedankenlos durchs Leben ging, der wird jetzt klug.
131 Mein Verlangen nach deinen Geboten ist wie der Durst eines Menschen, der in der Hitze nach Wasser lechzt.
132 HERR, wende dich mir zu und sei mir gnädig, so wie du es gegenüber allen bist, die dich lieben.
133 Lenke meine Schritte durch dein Wort und lass nicht zu, dass das Böse über mich Macht gewinnt!
134 Erlöse mich aus der Gewalt der Menschen, die mich unterdrücken; dann kann ich nach deinen Vorschriften leben!
135 Blicke mich freundlich an, ich gehöre doch zu dir! Lehre mich, deine Ordnungen zu verstehen!
136 Ich weine hemmungslos, wenn ich sehe, wie andere dein Gesetz missachten.
137 Du, HERR, bist ein gerechter Gott, und was du beschließt, ist richtig und gut.
138 Auf deine Weisungen kann man sich verlassen, sie alle bezeugen deine große Treue.
139 Ich bin außer mir vor Zorn, weil ich sehe, wie meine Feinde deine Worte übergehen.
140 Was du sagst, ist vollkommen zuverlässig, darum liebe ich es und will dir dienen.
141 Obwohl ich klein und verachtet bin, vergesse ich deine Ordnungen nicht.
142 Deine Gerechtigkeit bleibt für immer bestehen; dein Gesetz ist die reine Wahrheit.
143 Selbst wenn ich vor Angst keinen Ausweg mehr weiß, freue ich mich noch über deine Gebote;
144 sie sind gerecht, und daran wird sich nie etwas ändern. Hilf mir, sie zu verstehen, denn nur so kann ich leben!
145 HERR, ich flehe dich an: Erhöre mich! An deine Ordnungen will ich mich halten.
146 Ich rufe laut: Rette mich doch; wie gern möchte ich deine Gebote befolgen!
147 Schon vor Tagesanbruch schreie ich zu dir um Hilfe, ich setze alle meine Hoffnung auf dein Wort.
148 Voller Erwartung bleibe ich die ganze Nacht wach und denke über das nach, was du mir sagst.
149 Höre mich, HERR, in deiner großen Liebe; erhalte mein Leben durch dein gerechtes Urteil.
150 Böse Menschen machen sich an mich heran, um mir zu schaden; wie weit haben sie sich von deinem Gesetz entfernt!
151 Aber du, HERR, du bist mir nahe! Auf alle deine Gebote kann ich mich verlassen.
152 Schon lange weiß ich, dass du dein Gesetz erlassen hast, damit es für alle Zeiten gilt!
153 Herr, sieh doch, wie niedergeschlagen ich bin! Hilf mir, denn ich habe dein Gesetz nie aus den Augen verloren.
154 Nimm dich meiner Sache an und sorge für Recht, ja, erhalte mein Leben, so wie du es versprochen hast!
155 Wer sich dir widersetzt, kann nicht damit rechnen, dass du ihn rettest, denn deine Ordnungen sind ihm gleichgültig.
156 HERR, schon oft hast du dein Erbarmen gezeigt; richte mich auch jetzt wieder auf durch dein gerechtes Urteil!
157 Viele Feinde verfolgen und bedrängen mich, trotzdem weiche ich kein Stück von deinen Geboten ab.
158 Ich empfinde Abscheu und Ekel, wenn ich mir die Menschen ansehe, die dir untreu sind und sich über dein Wort hinwegsetzen.
159 HERR, sieh doch, wie sehr ich deine Befehle liebe! Du bist gnädig, darum schenke mir wieder neue Kraft!
160 Jedes Wort, das du sagst, ist wahr. Was du, gerechter Gott, entschieden hast, gilt für immer und ewig.
161 Herr, die Mächtigen verfolgen mich ohne Grund, doch mich beeindruckt allein das, was du mir sagst.
162 Ich freue mich über dein Wort wie jemand, der einen wertvollen Schatz findet.
163 Ich verabscheue gemeine Lügen, dein Gesetz aber liebe ich.
164 Siebenmal am Tag lobe ich dich, Herr, denn deine Entscheidungen sind gut und gerecht.
165 Wer dein Gesetz lieb hat, lebt in Frieden und Glück – ein solcher Mensch wird niemals scheitern.
166 HERR, ich hoffe darauf, dass du mich rettest, denn ich habe mich nach deinen Geboten gerichtet.
167 Deine Weisungen sind der Maßstab für mein Handeln; ich habe sie fest ins Herz geschlossen.
168 Ja, deine Befehle und Mahnungen befolge ich, denn du siehst alles, was ich tue.
169 HERR, ich flehe dich an: Erhöre mich! Gib mir die Einsicht, die dein Wort verspricht!
170 Höre auf mein Schreien und rette mich, so wie du es zugesagt hast!
171 Ich will dich von Herzen loben, denn du lässt mich deine Ordnungen verstehen.
172 Fröhlich besinge ich dein Wort, denn alles, was du befiehlst, ist richtig und gut.
173 Greif ein und komm mir zu Hilfe! Ich habe meine Wahl getroffen: Nur deine Gebote sollen der Maßstab für mein Leben sein.
174 Sehnsüchtig warte ich auf deine Hilfe; HERR, dein Gesetz ist meine größte Freude.
175 Ich möchte leben, um dich zu preisen; deine Ordnungen mögen mich dabei leiten!
176 Heimatlos irre ich umher wie ein Schaf, das seine Herde verloren hat. Suche doch nach mir, denn ich gehöre zu dir! Ich habe nicht vergessen, was du befohlen hast.
1 o. Angeschrien
2 o. Es zerfließt
3 Gemeint ist: die denen gilt, die dich fürchten
4 o. Treue
5 o. Mein Teil ist der HERR!, habe ich gesagt, um deine Worte zu bewahren.
6 eigentlich: Mit Lügen haben die Übermütigen mich besudelt.
7 o. Wahrheit
8 w. verloren gehen zu lassen
9 d. h. freiwilligen Gaben; vgl. 3Mo 22,23
10 Das bedeutet: stets in Gefahr.
11 o. Für ewig bis ans Ende!
12 w. Versteck
13 Die alten Üs. lesen: Und ich freue mich beständig an deinen Ordnungen
14 so mit alten Üs.; Mas. T.: Denn Lüge ist ihr Trug.
15 o. aufgehoben
16 so mit LXX, lat. und syr. Üs.; Mas. T.: alle Befehle alles
17 o. erleuchtet
18 w. und Treue sehr
19 o. Zum Schweigen gebracht
20 o. Treue
21 so mit einigen hebr. Handschr. und alten Üs.; Mas. T.: die Arglist verfolgen
22 o. Treue
23 o. Treue
24 o. dein Wort anheben o. anstimmen

I ÁlefJede der 22 Strophen dieses Psalms ist von einem Buchstaben in der Reihenfolge des hebräischen Alphabets bestimmt, das heißt, jeder der acht Verse in einer Strophe beginnt mit demselben Buchstaben.

1 1 Wie glücklich sind die, die tadellos leben, / die sich richten nach Jahwes Gesetz2!
2 Wie glücklich die, die glauben, was er bezeugt,3 / die, deren Herz nach ihm fragt!
3 Sie wollen kein Unrecht mehr tun, / sie gehen gern auf Gottes Weg.4
4 Du befahlst uns deine Vorschriften5 an, / damit wir sie eifrig befolgen.
5 Ach, möge ich nur beständig sein / im Achten auf dein Gesetz.6
6 Dann muss ich mich nicht schämen, / wenn mein Blick auf deine Gebote7 fällt. –
7 Mit ehrlichem Herzen danke ich dir, / wenn ich die Bestimmungen8 lerne, in denen sich deine Gerechtigkeit zeigt.
8 Deine Gesetze halte ich gern. – Verlass mich aber bitte nicht!

II Bet

9 Wie hält ein junger Mann sein Leben rein? / Indem er tut, was du ihm sagst! –
10 Von ganzem Herzen suche ich dich, / halte mich bei deinem Gebot!
11 Dein Wort9 habe ich im Herzen verwahrt, / weil ich nicht gegen dich sündigen will. –
12 Ich will dich loben, Jahwe! / Bring mir deine Ordnungen bei!
13 Gern erzähle ich weiter, / was du entschieden hast.
14 Es macht mir Freude zu tun, was du sagst, / mehr als aller Reichtum Freude macht.
15 Über deine Gebote denke ich nach, / und ich achte auf deinen Weg.10
16 An deinen Ordnungen habe ich Lust, / und deine Worte11 vergesse ich nicht.

III Gímel

17 Sei gut zu deinem Diener, / dann lebe ich auf und halte dein Wort.
18 Öffne du mir die Augen, / damit ich erkenne die Wunder in deinem Gesetz. –
19 Ich bin nur ein Gast, ein Fremder im Land: / Verweigere mir deine Gebote nicht!
20 Ich verzehre mich vor Verlangen danach, / ich sehne mich immer nach deinem Gesetz. –
21 Die Überheblichen hast du bedroht. / Ja, verflucht ist, wer abweicht von deinem Gebot.
22 Wälze Verachtung und Hohn von mir ab, / denn ich habe stets dein Zeugnis bewahrt.
23 Mögen auch die Oberen sitzen / und Rat gegen mich halten – dein Diener sitzt über deinem Gebot.
24 An deinen Weisungen freue ich mich. / Sie geben immer guten Rat.

IV Dálet

25 Ich liege ohne Kraft und klebe am Staub; / belebe mich nach deinem Wort!
26 Ich klagte mein Leid und du hörtest mich an. / Belehre mich durch dein Gesetz!
27 Lass mir deine Vorschriften einsichtig sein; / über deine Wunder sinne ich nach.
28 Vor lauter Kummer muss ich weinen: / Richte mich auf nach deinem Wort! –
29 Vom Weg der Lüge halte mich fern! / Begnadige mich mit deinem Gesetz!
30 Ich habe mich für die Wahrheit entschieden, / habe vor mich gestellt dein göttliches Recht.
31 An deinen Zeugnissen halte ich fest. / Jahwe, beschäme mich nicht!
32 Auf dem Weg deiner Gebote werde ich gehen, / denn du machst mein Herz dafür weit.

V He

33 Den Weg deiner Vorschriften zeig mir, Jahwe, / und ich will ihm folgen zum Ziel.
34 Gib mir Verstand für dein Gesetz, / ich will es entschieden befolgen!
35 Leite mich auf dem Pfad der Gebote! / Denn diesen Weg gehe ich gern.
36 Lenk meinen Sinn auf dein Gebot / und nicht auf Güter und Geld!
37 Wende meine Augen von Eitelkeit ab; / erfrische mich auf deinem Weg! –
38 Halte deinem Diener deine Zusage ein, / die jedem gilt, der Ehrfurcht vor dir hat.
39 Wende ab die Schande, vor der mir so graut! / Doch was du entscheidest, ist gut. –
40 Nach deinen Vorschriften sehne ich mich. / Durch deine Treue belebe mich, Gott.

VI Waw

41 Jahwe, lass deine Gnade über mich kommen, / die Rettung, wie du sie versprachst,
42 damit ich dem Lästerer antworten kann. / Ich nehme dich bei deinem Wort.
43 Nimm mir bitte nie das Wort der Wahrheit weg, / denn auf dein Urteil vertraue ich ganz. –
44 Beständig befolge ich dein Gesetz; / und das will ich allezeit tun!
45 So lebe ich in einem weiten Raum, / denn ich habe deine Befehle erforscht.
46 Ich halte sie selbst den Königen vor / und schäme mich deiner Zeugnisse nicht.
47 An deinen Geboten erfreue ich mich, / ich liebe sie sehr,
48 und ich hebe die Hände zu ihnen auf. / Ich denke über deine Ordnungen nach.

VII Zájin

49 Denk an das, was du mir versprachst / und was meine Hoffnung war!
50 In all meinem Elend ist das mir der Trost, / dass dein Wort mich wieder belebt.
51 Gehässig griffen die Stolzen mich an, / doch ich wich nicht ab von deinem Gesetz.
52 Denke ich an dein ewiges Recht, / Jahwe, dann bin ich getrost.
53 Bei all den Gottlosen packt mich der Zorn, / frech verlassen sie dein Gesetz.
54 Deine Ordnungen sind mir wie ein Lied, / solange ich Gast in dieser Welt bin.
55 Auch in der Nacht denke ich an dich, Jahwe, / und auf deine Weisung habe ich Acht.
56 Dass ich deinen Regeln gefolgt bin, / ist mein Geschenk und mein Glück.

VIII Het

57 Du selbst, Jahwe, bist mein Gewinn, / ich werde mich richten nach deinem Wort.
58 Von ganzem Herzen bitte ich dich, / sei mir gnädig, wie du es zugesagt hast!
59 Ich habe meine Wege überdacht / und lenke meine Schritte zu deiner Weisung zurück.
60 Ich eile und zögere nicht, / deinen Geboten gehorsam zu sein.
61 Fesselt mich auch der Gottlosen Strick, / dein Gesetz vergesse ich nicht.
62 Selbst mitternachts stehe ich auf / und danke für dein gerechtes Gesetz. –
63 Den Gottesfürchtigen bin ich ein Freund, / denen, die deine Befehle befolgen. –
64 Jahwe, deine Güte erfüllt alle Welt. / Lehre mich, deinen Willen zu tun!

IX Tet

65 Du hast deinem Diener viel Gutes getan, / wie du es mir versprochen hast, Jahwe.
66 Nun lehre mich das Gute zu verstehen, / denn ich glaube deinem Gebot.
67 Ich irrte, bevor ich gedemütigt war, / jetzt aber halte ich mich an dein Wort.
68 Gut bist du und Gutes tust du, / bring mir deine Ordnungen bei!
69 Man hat mich besudelt, mit Lügen behängt, / doch ich halte dein Gebot von ganzem Herzen fest.
70 Das Herz der Stolzen ist stumpf und fett, / doch ich erfreue mich an deinem Gesetz.
71 Es war gut für mich, dass ich gedemütigt wurde, / so lernte ich deine Ordnungen neu.
72 Die Weisung aus deinem Mund gilt mir mehr / als Berge von Silber und Gold.

X Jod

73 Du hast mich mit deinen Händen gemacht; / hilf mir zu verstehen, was du willst!
74 Die Deinen sehen mich und freuen sich, / denn ich verlasse mich auf dein Wort.
75 Ich erkannte, Jahwe: Deine Urteile sind gerecht, / zu Recht hast du mich niedergebeugt.
76 Nun gebe deine Gnade mir Trost, / denn du hast deinem Diener zugesagt,
77 dass dein Erbarmen mein Leben erhält, / denn dein Gesetz ist meine Lust. –
78 Bring doch die schamlosen Lügner zu Fall, denn sie haben mir böse Unrecht getan! / Ich aber denke über deine Vorschriften nach.
79 Lass die zu mir halten, die dich aufrichtig ehren, / denn denen ist deine Weisung bekannt.
80 Mein Herz weiche nie von deinem Gebot, / nie komme diese Schande über mich!

XI Kaf

81 Meine Seele verzehrt sich nach deinem Heil, / und meine Hoffnung setze ich auf dein Wort.
82 Sehnsüchtig halte ich Ausschau nach dir: / Wann wirst du mich trösten, ja wann?
83 Denn wie ein alter Schlauch hänge ich im Rauch. / Doch deine Ordnungen vergaß ich nicht.
84 Wie viele Tage hat dein Diener noch? / Wann hältst du über meine Verfolger Gericht?
85 Die Stolzen haben mir Gruben gegraben; / dein Gesetz bedeutet ihnen nichts.
86 Doch was du befiehlst, darauf ist Verlass. / Hilf mir, denn sie jagen mich ohne Grund!
87 Sie hätten mich fast vernichtet im Land, / doch ich verlasse dein Gesetz nicht.
88 Sei mir gnädig und belebe mich, / dann kann ich deinen Weisungen folgen.

XII Lámed

89 Dein Wort steht fest für alle Zeit, / so fest wie der Himmel, Jahwe.
90 Deine Treue gilt in jeder Generation. / Du hast die Erde gegründet. Sie steht.
91 Nach deinem Willen besteht sie bis jetzt, / denn das All steht bereit, dir zu dienen. –
92 Wäre nicht dein Gesetz meine Lust, / ich wäre im Elend zerstört.
93 Deine Regeln vergesse ich nie, / denn du gabst mir Leben durch sie.
94 Ich bin dein, Herr, rette mich doch! / Ich habe deine Befehle erforscht.
95 Es lauern mir Verbrecher auf, / doch ich gebe auf deine Weisungen Acht.
96 Ich weiß: Auch das Vollkommene hat eine Grenze. / Doch dein Gebot ist völlig unbeschränkt.

XIII Mem

97 Wie sehr liebe ich dein Gesetz! / Es füllt mein Denken den ganzen Tag.
98 Mehr als meine Feinde macht es mich klug, / denn es ist für immer bei mir.
99 Mehr als alle meine Lehrer begreife ich, / weil ich bedenke, was dein Gebot mir sagt.
100 Mehr als die Alten kann ich verstehen, / denn ich achte stets auf dein Gebot.
101 Von jedem Unrecht hielt ich mich fern, / um das zu tun, was du befohlen hast.
102 Von deiner Verordnung wich ich nicht ab, / denn du, du hattest mich belehrt.
103 Wie köstlich sind deine Worte im Mund, / wie Honig bekommen sie mir.
104 Durch dein Gesetz werde ich klug, / und ich hasse jeden krummen Weg.

XIV Nun

105 Dein Wort ist eine Leuchte vor meinem Fuß / und ein Licht auf meinem Weg.
106 Ich habe geschworen und halte es ein, / ich tue, was du festgelegt hast. –
107 Wie bin ich so niedergeschlagen, Jahwe! / Belebe mich nach deinem Wort!
108 Nimm meinen Dank als Opfergabe an, / und lehre mich deine Gesetze, Jahwe!
109 Mein Leben ist ständig in Todesgefahr, / doch dein Gesetz vergesse ich nie.
110 Schlingen legen die Bösen mir aus, / doch ich irre nicht ab von deinem Gebot. –
111 Deine Weisung ist mein Schatz für alle Zeit / und große Freude für mein Herz.
112 Entschieden folge ich deinem Wort. / Das soll mein Lohn für alle Zeit sein.

XV Sámech

113 Geteilte Herzen verabscheue ich, / aber dein Gesetz habe ich lieb.
114 Du bist mein Schutz und mein Schild, / auf dein Versprechen verlasse ich mich.
115 Ihr Unheilstifter, macht euch fort! / Ich halte mich an meines Gottes Gebot.
116 Halte mich nach deinem Wort, damit ich leben kann! / In meiner Hoffnung beschäme mich nicht!
117 Bestätige mich, und ich bin befreit! / Ich schaue immer auf dein Gesetz.
118 Wer abweicht von deinem Gebot, den schickst du fort, / denn sein Denken ist Lug und Betrug.
119 Deine Verächter entfernst du wie Müll, / darum habe ich deine Gebote so lieb.
120 Meine Haut erschaudert vor Furcht; / ich fürchte mich vor deinem Gericht.

XVI Ájin

121 Ich handelte nach Recht und lebte gerecht. / Überlass mich nicht meinen Feinden!
122 Bürge du jetzt für mich, dann wird alles gut, / und die Frechen quälen mich nicht mehr.
123 Meine Augen sehnen sich nach deinem Heil, / nach dem Wort deiner Gerechtigkeit.
124 Lass deine Güte deinem Diener sichtbar sein, / und lehre mich erkennen, was dein Wille ist.
125 Ich bin dein Diener, gib mir Verstand, / dass ich begreife, was dein Wort bezeugt! –
126 Es ist Zeit zum Handeln, Jahwe, / denn viele brechen dein Gesetz.
127 Doch ich liebe dein Gebot / mehr als das allerfeinste Gold.
128 Alle deine Regeln sind für mich recht, / und ich hasse jeden krummen Weg.

XVII Pe

129 Wunderwerke bezeugt mir dein Wort, / darum halte ich daran fest.
130 Wenn deine Worte sich auftun, erleuchten sie uns, / dann finden selbst Unerfahrene Einsicht darin.
131 Ich öffne meinen Mund erwartungsvoll, / denn ich verlange nach deinem Gebot.
132 Sei mir gnädig und wende dich zu mir, / wie du es bei denen tust, die dich lieben.
133 Durch dein gutes Wort mach meine Schritte fest, / und gib keinem Unrecht Macht über mich!
134 Von Bedrückung durch Menschen mache mich frei, / dann halte ich deine Vorschriften fest.
135 Blick freundlich auf mich, deinen Diener, / und bring mir deine Ordnungen bei!
136 Tränen überströmen mein Gesicht, / weil man dein Gesetz hier nicht hält.

XVIII Sadé

137 Wahrhaftig bist du, Jahwe, / und deine Urteilssprüche sind gerecht.
138 Auch deine Weisungen sind recht, / sie bezeugen deine Wahrheit und Treue.
139 Weil ich dich liebe, packt mich der Zorn, / denn meine Feinde vergaßen dein Wort.
140 Dein Spruch ist lauter und wahr, / und dein Diener liebt ihn sehr.
141 Ich bin verachtet und gering, / doch deine Regeln vergesse ich nicht.
142 Dein Recht ist ewiges Recht, / und dein Gesetz ist vollkommen wahr.
143 Ich bin getroffen von Sorge und Angst, / doch deine Gebote sind meine Lust.
144 Deine Weisung steht für ewiges Recht. / Gib mir Verständnis, damit ich leben kann!

XIX Qof

145 Ich flehe dich an, Jahwe, erhöre mich doch! / An deine Ordnungen halte ich mich.
146 Ich habe gerufen, befreie mich! / Deiner Weisung gehorche ich.
147 Schon frühmorgens schreie ich zu dir! / Auf dein Wort habe ich gehofft.
148 Selbst in Stunden der Nacht liege ich wach / und grüble nach über dein Wort.
149 In deiner Gnade hör mein Gebet, / belebe mich, Jahwe, gemäß deinem Recht! –
150 Üble Verfolger sind hinter mir her, / von deinem Gesetz sind sie fern.
151 Du aber bist nahe bei mir, Jahwe, / alle deine Gesetze sind wahr.
152 An deinen Geboten erkenne ich, / dass du sie für immer angeordnet hast.

XX Resch

153 Sieh mein Elend an und befreie mich! / Denn dein Gesetz vergaß ich nie.
154 Sorge du für mein Recht und mache mich frei, / schenk mir das Leben, wie du es versprachst!
155 Deine Hilfe ist den Gottlosen fern, / denn nach deiner Weisung fragen sie nicht.
156 Jahwe, dein Erbarmen ist groß, / mach mir Mut nach deinem Recht.
157 Viele verfolgen und bedrängen mich, / doch ich wich nie von deinem Zeugnis ab.
158 Sah ich Verräter – es ekelte mich an, / denn sie richten sich nicht nach deinem Gesetz.
159 Du siehst, dass ich deine Vorschriften mag. / Belebe mich nach deiner Gnade, Jahwe!
160 Dein ganzes Wort ist verlässlich und wahr, / dein gerechtes Urteil gilt für alle Zeit.

XXI Sin/Schin

161 Die Großen verfolgten mich ohne Grund, / doch nur vor deinen Worten bebt mein Herz.
162 Mit jubelnder Freude erfüllt mich dein Wort, / als hätte ich große Beute gemacht.
163 Ich hasse die Lüge und verabscheue sie, / doch dein Gesetz habe ich lieb.
164 Ich preise dich täglich wohl sieben Mal, / denn deine Gerichte sind gut und gerecht.
165 Wer dein Gesetz liebt, hat Frieden und Glück, / kein Hindernis bringt ihn zu Fall.
166 Ich hoffe auf deine Befreiung, Jahwe! / Nach deinen Geboten richte ich mich.
167 Deinen Worten habe ich gerne gehorcht, / ich schloss sie fest in mein Herz.
168 Du gabst mir Gebot und Weisung dazu, / und ob ich gehorche, weißt du genau.

XXII Taw

169 Lass mein Schreien zu dir dringen, Jahwe! / Gib mir Einsicht nach deinem Wort!
170 Mein Flehen komme vor dein Angesicht! / Rette mich gemäß deinem Spruch!
171 Von meinen Lippen erklinge dein Lob, / weil du mich deinen Willen lehrst.
172 Und meine Zunge besinge dein Wort, / denn deine Gebote sind recht.
173 Um mir zu helfen, reich mir deine Hand, / denn deine Weisung hab ich erwählt!
174 Ich sehne mich nach deiner Hilfe, Jahwe. / Und dein Gesetz ist meine Lust.
175 Ich möchte leben und dich loben! / Deine Ordnung helfe mir dabei!
176 Wie ein verlorenes Schaf verirrte ich mich. / Such deinen Diener, denn deine Gebote vergaß ich nicht!
1 Der Psalm, der auch das goldene ABC genannt wird, preist das Wort Gottes mit zehn verschiedenen Synonymen, die beim ersten Vorkommen hier näher beschrieben werden.
2 Hebräisch Tora, was auf die Wurzel jarah = lehren/leiten zurückgeht und Belehrung, Unterweisung oder Gesetz bedeutet.
3 Wörtlich: seine Zeugnisse. Hebräisch Edut. Feierliche Verordnungen, Gesetz. Mit Edut werden die Gebote und Ordnungen vor allem als Zeugnisse des Bundes zwischen Jahwe und seinem Volk verstanden. Die Bundeslade wird aron ha-edut genannt, Lade des Zeugnisses.
4 Hebräisch Däräq. Weg, Straße, Wandel, Verhalten.
5 Hebräisch Piqqudim. Von paqad – heimsuchen, anweisen. Befehle, Ersuchen, Vorschriften.
6 Hebräisch Choq. Von chaqaq – einritzen, schreiben. Das geschriebene Gebot, die erlassenen Gesetzte, Regeln, Rechte, Satzungen.
7 Hebräisch Mizwah. Gebote, Befehle, Anweisungen (eines Lehrers), Verpflichtungen, die sich für Israel aus dem Bundesverhältnis mit Gott ergeben.
8 Hebräisch Mischpat. Von schafat – richten, Recht sprechen. Eine juristische Entscheidung, durch die verbindliches Recht geschaffen wird, Urteil, Rechtsspruch, Recht, die übliche Bestimmung einer Sache.
9 Hebräisch Imrah. Von amar – sagen, sprechen. Poetisches Synonym für Dabar,Gottes Wort.
10 Hebräisch Orah. Von arah –unterwegs sein, wandern, wandeln. (Lebens-)Weg, Pfad, Wandel.
11 Hebräisch Dabar. Das gesprochene Wort, von dabar – reden, sprechen. Auch die Zehn Gebote (5. Mose 4,13) heißen "Zehn Worte".
12 w. Versteck
13 Die alten Üs. lesen: Und ich freue mich beständig an deinen Ordnungen
14 so mit alten Üs.; Mas. T.: Denn Lüge ist ihr Trug.
15 o. aufgehoben
16 so mit LXX, lat. und syr. Üs.; Mas. T.: alle Befehle alles
17 o. erleuchtet
18 w. und Treue sehr
19 o. Zum Schweigen gebracht
20 o. Treue
21 so mit einigen hebr. Handschr. und alten Üs.; Mas. T.: die Arglist verfolgen
22 o. Treue
23 o. Treue
24 o. dein Wort anheben o. anstimmen
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