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Lutherbibel 2017

Elberfelder Bibel

Hoffnung für Alle

1 Aber wer glaubt dem, was uns verkündet wurde, und an wem ist der Arm des HERRN offenbart?
2 Er schoss auf vor ihm wie ein Reis und wie eine Wurzel aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und Hoheit. Wir sahen ihn, aber da war keine Gestalt, die uns gefallen hätte.
3 Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und Krankheit. Er war so verachtet, dass man das Angesicht vor ihm verbarg; darum haben wir ihn für nichts geachtet.
4 Fürwahr, er trug unsre Krankheit und lud auf sich unsre Schmerzen. Wir aber hielten ihn für den, der geplagt und von Gott geschlagen und gemartert wäre.
5 Aber er ist um unsrer Missetat willen verwundet und um unsrer Sünde willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf dass wir Frieden hätten, und durch seine Wunden sind wir geheilt.
6 Wir gingen alle in die Irre wie Schafe, ein jeder sah auf seinen Weg. Aber der HERR warf unser aller Sünde auf ihn.
7 Als er gemartert ward, litt er doch willig und tat seinen Mund nicht auf wie ein Lamm, das zur Schlachtbank geführt wird; und wie ein Schaf, das verstummt vor seinem Scherer, tat er seinen Mund nicht auf.
8 Er ist aus Angst und Gericht hinweggenommen. Wen aber kümmert sein Geschick? Denn er ist aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, da er für die Missetat seines Volks geplagt war.
9 Und man gab ihm sein Grab bei Gottlosen und bei Übeltätern, als er gestorben war, wiewohl er niemand Unrecht getan hat und kein Betrug in seinem Munde gewesen ist.
10 Aber der HERR wollte ihn also zerschlagen mit Krankheit. Wenn er sein Leben zum Schuldopfer gegeben hat, wird er Nachkommen haben und lange leben, und des HERRN Plan wird durch ihn gelingen.
11 Weil seine Seele sich abgemüht hat, wird er das Licht schauen und die Fülle haben. Durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, den Vielen Gerechtigkeit schaffen; denn er trägt ihre Sünden.
12 Darum will ich ihm die Vielen zur Beute geben und er soll die Starken zum Raube haben dafür, dass er sein Leben in den Tod gegeben hat und den Übeltätern gleichgerechnet ist und er die Sünde der Vielen getragen hat und für die Übeltäter gebeten.
1 Wer hat unserer Verkündigung1 geglaubt? An wem ist der Arm des HERRN offenbar geworden?
2 Er ist wie ein Trieb vor ihm aufgeschossen und wie ein Wurzelspross aus dürrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und keine Pracht. Und als wir ihn sahen, da hatte er kein Aussehen2, dass wir Gefallen an ihm gefunden hätten3.
3 Er war verachtet und von den Menschen verlassen, ein Mann der Schmerzen und mit Leiden4 vertraut5, wie einer, vor dem man das Gesicht verbirgt. Er war verachtet, und wir haben ihn nicht geachtet.
4 Jedoch unsere Leiden6 - er hat sie getragen, und unsere Schmerzen - er hat sie auf sich geladen. Wir aber, wir hielten ihn für bestraft7, von Gott geschlagen und niedergebeugt.
5 Doch er war durchbohrt um unserer Vergehen8 willen, zerschlagen um unserer Sünden willen. Die Strafe9 lag auf ihm zu unserm Frieden, und durch seine Striemen ist uns Heilung geworden.
6 Wir alle irrten umher wie Schafe, wir wandten uns jeder auf seinen eigenen Weg; aber der HERR ließ ihn treffen unser aller Schuld.
7 Er wurde misshandelt, aber er beugte sich und tat seinen Mund nicht auf wie das Lamm, das zur Schlachtung geführt wird und wie ein Schaf, das stumm ist vor seinen Scherern; und er tat seinen Mund nicht auf10.
8 Aus Bedrängnis und Gericht wurde er hinweggenommen11. Und wer wird über seine Generation12 nachsinnen? Denn er wurde abgeschnitten vom Lande der Lebendigen.13 Wegen des Vergehens seines14 Volkes hat ihn Strafe15 getroffen16.
9 Und man gab ihm bei Gottlosen sein Grab, aber bei einem Reichen ist er gewesen in seinem Tod, weil17 er kein Unrecht18 begangen hat und kein Trug in seinem Mund gewesen ist.
10 Doch dem HERRN gefiel es, ihn zu zerschlagen. Er hat ihn leiden lassen19. Wenn er sein Leben als Schuldopfer eingesetzt hat20, wird er21 Nachkommen sehen, er wird seine Tage verlängern. Und was dem HERRN gefällt, wird durch seine Hand gelingen22.
11 Um der Mühsal seiner Seele willen wird er Frucht23 sehen, er wird sich sättigen. Durch seine Erkenntnis wird der Gerechte, mein Knecht, den Vielen zur Gerechtigkeit verhelfen, und ihre Sünden wird er sich selbst aufladen.
12 Darum werde ich ihm Anteil geben unter den Großen, und mit Gewaltigen wird er die Beute teilen: dafür, dass er seine Seele ausgeschüttet hat in den Tod und sich zu den Verbrechern24 zählen ließ. Er aber hat die Sünde vieler getragen und für die Verbrecher Fürbitte getan25.
1 o. der Botschaft an uns
2 Mit Änderung der mas. Zeichensetzung üs. andere: keine Pracht, die wir angesehen hätten, und kein Aussehen
3 o. kein Aussehen, das uns gefallen hätte
4 w. Krankheit
5 o. bekannt
6 w. Krankheiten
7 w. für einen von göttlichen Plagen Getroffenen
8 w. unserer Treuebrüche Gott gegenüber
9 w. Züchtigung
10 so mit Qu.; Mas. T.: er wird seinen Mund nicht auftun
11 o. Von Hass und Gericht wurde er weggerafft
12 o. sein Geschlecht
13 o. Bei seinem Geschlecht - wer wird bedenken, dass er abgeschnitten wurde . . .?
14 so mit Qu.; Mas. T.: meines
15 w. Schlag, o. Plage
16 Andere nehmen in Anlehnung an Qu. und LXX als ursprünglichen Text an: Für ihre Sünden wurde er zu Tode getroffen.
17 Qu.: Bei einem Reichen war sein Steingrab, weil. - Andere meinen, der Text habe ursprünglich gelautet: bei Gottlosen sein Grab und bei Übeltätern sein Steingrab, obwohl
18 w. keine Gewalttat
19 w. Er hat ihn krank gemacht
20 so mit Vulg.; Mas. T.: Wenn sein Leben das Schuldopfer eingesetzt hat
21 Andere nehmen als ursprünglichen Text an: Doch der HERR hatte Gefallen an seinem Zerschlagenen. Er ließ den erstarken, der sein Leben als Schuldopfer eingesetzt hatte. Er wird
22 o. wird durch ihn wirksam werden
23 Qu. und LXX: Licht. - Im Mas. T. fehlt das Objekt.
24 o. den bzw. die von Gott Abgefallenen
25 Qu.: und hat sich für ihre Verbrechen treffen lassen
1 Doch wer glaubt schon unserer Botschaft? Wer erkennt, dass der HERR es ist, der diese mächtigen Taten vollbringt?
2 Gott ließ seinen Diener emporwachsen wie einen jungen Trieb aus trockenem Boden. Er war weder stattlich noch schön. Nein, wir fanden ihn unansehnlich, er gefiel uns nicht!
3 Er wurde verachtet, von allen gemieden. Von Krankheit und Schmerzen war er gezeichnet. Man konnte seinen Anblick kaum ertragen. Wir wollten nichts von ihm wissen, ja, wir haben ihn sogar verachtet.
4 Dabei war es unsere Krankheit, die er auf sich nahm; er erlitt die Schmerzen, die wir hätten ertragen müssen. Wir aber dachten, diese Leiden seien Gottes gerechte Strafe für ihn. Wir glaubten, dass Gott ihn schlug und leiden ließ, weil er es verdient hatte.
5 Doch er wurde blutig geschlagen, weil wir Gott die Treue gebrochen hatten; wegen unserer Sünden wurde er durchbohrt. Er wurde für uns bestraft – und wir? Wir haben nun Frieden mit Gott! Durch seine Wunden sind wir geheilt.
6 Wir alle irrten umher wie Schafe, die sich verlaufen haben; jeder ging seinen eigenen Weg. Der HERR aber lud alle unsere Schuld auf ihn.
7 Er wurde misshandelt, aber er duldete es ohne ein Wort. Er war stumm wie ein Lamm, das man zur Schlachtung führt. Und wie ein Schaf, das sich nicht wehrt, wenn es geschoren wird, hat er alles widerspruchslos ertragen. Man hörte von ihm keine Klage.
8 Er wurde verhaftet, zum Tode verurteilt und grausam hingerichtet. Niemand glaubte, dass er noch eine Zukunft haben würde.1 Man hat sein Leben auf dieser Erde ausgelöscht. Wegen der Sünden meines Volkes wurde er zu Tode gequält!
9 Man begrub ihn bei Gottlosen, im Grab eines reichen Mannes,2 obwohl er sein Leben lang kein Unrecht getan hatte. Nie kam ein betrügerisches Wort über seine Lippen.
10 Doch es war der Wille des HERRN: Er musste leiden und blutig geschlagen werden. Wenn er mit seinem Leben für die Schuld der anderen bezahlt hat, wird er Nachkommen haben. Er wird weiterleben und den Plan des HERRN ausführen.
11 Wenn er dieses schwere Leid durchgestanden hat, sieht er wieder das Licht3 und wird für sein Leiden belohnt. Der Herr sagt: »Mein Diener kennt meinen Willen, er ist schuldlos und gerecht. Aber er lässt sich für die Sünden vieler bestrafen, um sie von ihrer Schuld zu befreien.
12 Deshalb gebe ich ihm die Ehre, die sonst nur mächtige Herrscher erhalten. Mit seinen starken Kämpfern wird er sich die Beute teilen. So wird er belohnt, weil er den Tod auf sich nahm und wie ein Verbrecher behandelt wurde. Er hat viele von ihren Sünden erlöst und für die Schuldigen gebetet4
1 Oder: Doch niemand dachte darüber nach, was mit ihm geschah.
2 Möglicherweise hat der Text ursprünglich gelautet: »Man begrub ihn bei Gottlosen und Übeltätern«.
3 Das Wort »Licht« ist nach der griechischen Übersetzung eingefügt. Im hebräischen Text fehlt es in vielen Handschriften.
4 Oder: und ließ sich für ihre Verbrechen bestrafen.
5 o. bekannt
6 w. Krankheiten
7 w. für einen von göttlichen Plagen Getroffenen
8 w. unserer Treuebrüche Gott gegenüber
9 w. Züchtigung
10 so mit Qu.; Mas. T.: er wird seinen Mund nicht auftun
11 o. Von Hass und Gericht wurde er weggerafft
12 o. sein Geschlecht
13 o. Bei seinem Geschlecht - wer wird bedenken, dass er abgeschnitten wurde . . .?
14 so mit Qu.; Mas. T.: meines
15 w. Schlag, o. Plage
16 Andere nehmen in Anlehnung an Qu. und LXX als ursprünglichen Text an: Für ihre Sünden wurde er zu Tode getroffen.
17 Qu.: Bei einem Reichen war sein Steingrab, weil. - Andere meinen, der Text habe ursprünglich gelautet: bei Gottlosen sein Grab und bei Übeltätern sein Steingrab, obwohl
18 w. keine Gewalttat
19 w. Er hat ihn krank gemacht
20 so mit Vulg.; Mas. T.: Wenn sein Leben das Schuldopfer eingesetzt hat
21 Andere nehmen als ursprünglichen Text an: Doch der HERR hatte Gefallen an seinem Zerschlagenen. Er ließ den erstarken, der sein Leben als Schuldopfer eingesetzt hatte. Er wird
22 o. wird durch ihn wirksam werden
23 Qu. und LXX: Licht. - Im Mas. T. fehlt das Objekt.
24 o. den bzw. die von Gott Abgefallenen
25 Qu.: und hat sich für ihre Verbrechen treffen lassen
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