Hilfe

Lutherbibel 2017

Elberfelder Bibel

Hoffnung für Alle

Der alte und der neue Mensch

1 Seid ihr nun mit Christus auferweckt, so sucht, was droben ist, wo Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes.
2 Trachtet nach dem, was droben ist, nicht nach dem, was auf Erden ist.
3 Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus in Gott.
4 Wenn aber Christus, euer Leben, offenbar wird, dann werdet ihr auch offenbar werden mit ihm in Herrlichkeit.
5 So tötet nun die Glieder, die auf Erden sind, Unzucht, Unreinheit, schändliche Leidenschaft, böse Begierde und die Habsucht, die Götzendienst ist.
6 Um solcher Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Ungehorsams.
7 In dem allen seid auch ihr einst gewandelt, als ihr noch darin lebtet.
8 Nun aber legt auch ihr das alles ab: Zorn, Grimm, Bosheit, Lästerung, schandbare Worte aus eurem Munde;
9 belügt einander nicht; denn ihr habt den alten Menschen mit seinen Werken ausgezogen
10 und den neuen angezogen, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat.
11 Da ist nicht mehr Grieche oder Jude, Beschnittener oder Unbeschnittener, Nichtgrieche, Skythe, Sklave, Freier, sondern alles und in allen Christus.
12 So zieht nun an als die Auserwählten Gottes, als die Heiligen und Geliebten, herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld;
13 und ertrage einer den andern und vergebt euch untereinander, wenn jemand Klage hat gegen den andern; wie der Herr euch vergeben hat, so vergebt auch ihr!
14 Über alles aber zieht an die Liebe, die da ist das Band der Vollkommenheit.
15 Und der Friede Christi, zu dem ihr berufen seid in einem Leibe, regiere in euren Herzen; und seid dankbar.
16 Lasst das Wort Christi reichlich unter euch wohnen: Lehrt und ermahnt einander in aller Weisheit; mit Psalmen, Lobgesängen und geistlichen Liedern singt Gott dankbar in euren Herzen.
17 Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles im Namen des Herrn Jesus und dankt Gott, dem Vater, durch ihn.

Die Ordnung des Hauses (Die christliche Haustafel)

18 Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter, wie sich's gebührt in dem Herrn.
19 Ihr Männer, liebt eure Frauen und seid nicht bitter gegen sie.
20 Ihr Kinder, seid gehorsam den Eltern in allen Dingen; denn das ist wohlgefällig in dem Herrn.
21 Ihr Väter, kränkt eure Kinder nicht, auf dass sie nicht verzagen.
22 Ihr Sklaven, seid gehorsam in allen Dingen euren irdischen Herren; dient nicht allein vor ihren Augen, um den Menschen zu gefallen, sondern in Einfalt des Herzens und in der Furcht des Herrn.
23 Alles, was ihr tut, das tut von Herzen als dem Herrn und nicht den Menschen,
24 denn ihr wisst, dass ihr von dem Herrn als Lohn das Erbe empfangen werdet. Dient dem Herrn Christus!
25 Denn wer unrecht tut, der wird empfangen, was er unrecht getan hat; und es gilt kein Ansehen der Person.

Himmlischer Sinn - Der alte und der neue Mensch

1 Wenn ihr nun mit dem Christus auferweckt worden seid, so sucht, was droben ist, wo der Christus ist, sitzend zur Rechten Gottes!
2 Sinnt auf das, was droben ist, nicht auf das, was auf der Erde ist!
3 Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit dem Christus in Gott.
4 Wenn der Christus, euer1 Leben, offenbart werden wird, dann werdet auch ihr mit ihm offenbart werden in Herrlichkeit.
5 Tötet nun eure Glieder, die auf der Erde sind: Unzucht2, Unreinheit, Leidenschaft, böse Begierde und Habsucht3, die Götzendienst ist!
6 Um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Söhne des Ungehorsams4.
7 Unter denen seid auch ihr einst gewandelt, als ihr in diesen Dingen lebtet.
8 Jetzt aber legt auch ihr das alles ab: Zorn, Wut, Bosheit, Lästerung, schändliches Reden aus eurem Mund.
9 Belügt einander nicht, da ihr den alten Menschen mit seinen Handlungen ausgezogen
10 und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis nach dem Bild dessen, der ihn erschaffen hat!
11 Da ist weder Grieche5 noch Jude, Beschneidung noch Unbeschnittensein, Barbar6, Skythe7, Sklave, Freier, sondern Christus alles und in allen.
12 Zieht nun an als Auserwählte Gottes, als Heilige und Geliebte: herzliches Erbarmen8, Güte, Demut, Milde, Langmut!
13 Ertragt einander und vergebt euch gegenseitig, wenn einer Klage gegen den anderen hat; wie auch der Herr euch vergeben hat, so auch ihr!
14 Zu diesem allen aber zieht die Liebe an, die9 das Band der Vollkommenheit ist!
15 Und der Friede des Christus regiere10 in euren Herzen, zu dem ihr auch berufen worden seid in einem Leib! Und seid dankbar!
16 Das Wort des Christus wohne reichlich in euch11; in aller Weisheit lehrt und ermahnt euch gegenseitig! Mit Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern singt Gott12 in euren Herzen in Gnade!
17 Und alles, was ihr tut, im Wort oder im Werk, alles tut im Namen des Herrn Jesus, und sagt Gott, dem Vater, Dank durch ihn!

Gegenseitige Pflichten der Hausgenossen

18 Ihr Frauen, ordnet euch euren13 Männern unter, wie es sich im Herrn ziemt!
19 Ihr Männer, liebt eure14 Frauen und seid nicht bitter gegen sie!
20 Ihr Kinder, gehorcht euren15 Eltern in allem! Denn dies ist wohlgefällig im Herrn.
21 Ihr Väter, reizt eure Kinder nicht, damit sie nicht mutlos werden!
22 Ihr Sklaven, gehorcht in allem euren irdischen Herren16, nicht in Augendienerei, als Menschengefällige, sondern in Einfalt des Herzens, den Herrn fürchtend!
23 Was ihr auch tut, arbeitet von Herzen17 als dem Herrn und nicht den Menschen,
24 da ihr wisst, dass ihr vom Herrn als Vergeltung das Erbe empfangen werdet; ihr dient18 dem Herrn Christus.
25 Denn wer Unrecht tut, wird das Unrecht empfangen, das er getan hat; und da ist kein Ansehen der Person.
1 mit anderen Handschr.: unser
2 o. Hurerei
3 o. Gier
4 in mehreren alten Handschr. nicht enthalten. Der Anfang von V. 7 müsste dann übersetzt werden: Darin seid
5 Darunter konnten alle griech. sprechenden und griech. beeinflussten nichtjüd. Menschen des östl. Mittelmeerraumes verstanden werden; hier ist der Begriff aber wohl auf alle Menschen, die nicht unter dem jüd. Gesetz stehen, erweitert worden.
6 So wurden von den Griechen und Römern alle Menschen genannt, die nicht griech. oder röm. Abstammung waren und eine fremde Sprache redeten.
7 Nomadenvolk der südrussischen Steppe; "Skythen" wurden aber auch verallgemeinernd überhaupt die Barbaren genannt.
8 w. Eingeweide des Erbarmens
9 w. was
10 o. entscheide; o. sei Kampfrichter
11 o. unter euch
12 o. ermahnt euch gegenseitig mit Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern, singt Gott
13 w. den
14 w. die
15 w. den
16 w. den Herren nach dem Fleisch
17 w. aus der Seele
18 o. seid Sklaven
1 Wenn ihr nun mit Christus zu einem neuen Leben auferweckt worden seid, dann richtet euch ganz auf Gottes himmlische Welt aus. Seht dahin, wo Christus ist, auf dem Ehrenplatz an Gottes rechter Seite.
2 Ja, richtet eure Gedanken auf Gottes himmlische Welt und nicht auf das, was diese irdische Welt ausmacht.
3 Denn für sie seid ihr gestorben, aber Gott hat euch mit Christus zu neuem Leben auferweckt, auch wenn das jetzt noch verborgen ist.
4 Doch wenn Christus, euer Leben, erscheinen wird, dann wird jeder sehen, dass ihr an seiner Herrlichkeit Anteil habt.

Wie Christen leben sollen

5 Also trennt euch ganz entschieden von einem Lebensstil, wie er für diese Welt kennzeichnend ist! Trennt euch von sexueller Unmoral und Ausschweifungen, von Leidenschaften und Lastern, aber auch von der Habgier, die den Besitz für das Wichtigste hält und ihn zu ihrem Gott macht!
6 Gerade mit einem solchen Verhalten ziehen die Menschen, die Gott nicht gehorchen wollen, seinen Zorn auf sich.
7 Auch ihr habt früher so gelebt und habt euch von diesen Dingen beherrschen lassen.
8 Aber jetzt ist es Zeit, das alles abzulegen. Lasst euch nicht mehr zum Zorn und zu Wutausbrüchen hinreißen. Schluss mit aller Bosheit! Redet nicht schlecht übereinander und beleidigt niemanden!
9 Hört auf, euch gegenseitig zu belügen. Ihr habt doch euer altes Leben mit allem, was dazugehörte, wie alte Kleider abgelegt.
10 Jetzt habt ihr neue Kleider an, denn ihr seid neue Menschen geworden. Gott ist beständig in euch am Werk, damit ihr immer mehr seinem Ebenbild entsprecht, nach dem er euch geschaffen hat. So habt ihr Gemeinschaft mit Gott und versteht immer besser, was ihm gefällt.
11 Dann ist unwichtig, ob einer Grieche oder Jude ist, beschnitten oder unbeschnitten, ob er aus einem anderen Kulturkreis oder aus einem Nomadenvolk stammt, ob er ein Sklave oder Herr ist. Wichtig ist einzig und allein Christus, der in allen lebt.
12 Ihr seid von Gott auserwählt und seine geliebten Kinder, die zu ihm gehören. Darum soll jetzt herzliches Mitgefühl euer Leben bestimmen, ebenso wie Güte, Bescheidenheit, Nachsicht und Geduld.
13 Ertragt einander und vergebt euch gegenseitig, wenn jemand euch Unrecht getan hat. Denn auch Christus hat euch vergeben.
14 Wichtiger als alles andere ist die Liebe. Wenn ihr sie habt, wird euch nichts fehlen. Sie ist das Band, das euch verbindet.
15 Und der Friede, den Christus schenkt, soll euer ganzes Leben bestimmen. Gott hat euch dazu berufen, in Frieden miteinander zu leben; ihr gehört ja alle zu dem einen Leib von Christus. Dankt Gott dafür!
16 Lasst die Botschaft von Christus ihren ganzen Reichtum bei euch entfalten. Unterweist und ermahnt euch gegenseitig mit aller Weisheit und dankt Gott von ganzem Herzen mit Psalmen, Lobgesängen und Liedern, die euch Gottes Geist schenkt. Ihr habt doch Gottes Gnade erfahren!
17 All euer Tun – euer Reden wie euer Handeln – soll zeigen, dass Jesus euer Herr ist. Weil ihr mit ihm verbunden seid, könnt ihr Gott, dem Vater, für alles danken.

Das Zusammenleben in Ehe und Familie

18 Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter. So erwartet es Christus, der Herr, von euch, mit dem ihr verbunden seid.
19 Ihr Männer, liebt eure Frauen und kränkt sie nicht.
20 Ihr Kinder, seid euren Eltern in allen Dingen gehorsam; denn so ist es richtig, da ihr ja zum Herrn gehört.
21 Ihr Väter, behandelt eure Kinder nicht zu streng, damit sie nicht ängstlich und mutlos werden.

Der Umgang zwischen Sklaven und ihren Herren

22 Ihr Sklaven, gehorcht in allem euren irdischen Herren! Tut dies nicht nur, wenn sie euch dabei beobachten und ihr von ihnen anerkannt werden wollt. Verrichtet eure Arbeit aufrichtig und in Ehrfurcht vor Christus, dem Herrn im Himmel.
23 Denkt bei allem daran, dass ihr letztlich für ihn und nicht für die Menschen arbeitet.
24 Als Lohn dafür wird er euch das Erbe geben, das er versprochen hat. Das wisst ihr ja. Denn Jesus Christus ist euer wahrer Herr!
25 Wer allerdings Unrecht tut, wird auch dafür den entsprechenden Lohn bekommen. Gott beurteilt alle Menschen gleich, egal welches Ansehen sie genießen.
1 mit anderen Handschr.: unser
2 o. Hurerei
3 o. Gier
4 in mehreren alten Handschr. nicht enthalten. Der Anfang von V. 7 müsste dann übersetzt werden: Darin seid
5 Darunter konnten alle griech. sprechenden und griech. beeinflussten nichtjüd. Menschen des östl. Mittelmeerraumes verstanden werden; hier ist der Begriff aber wohl auf alle Menschen, die nicht unter dem jüd. Gesetz stehen, erweitert worden.
6 So wurden von den Griechen und Römern alle Menschen genannt, die nicht griech. oder röm. Abstammung waren und eine fremde Sprache redeten.
7 Nomadenvolk der südrussischen Steppe; "Skythen" wurden aber auch verallgemeinernd überhaupt die Barbaren genannt.
8 w. Eingeweide des Erbarmens
9 w. was
10 o. entscheide; o. sei Kampfrichter
11 o. unter euch
12 o. ermahnt euch gegenseitig mit Psalmen, Lobliedern und geistlichen Liedern, singt Gott
13 w. den
14 w. die
15 w. den
16 w. den Herren nach dem Fleisch
17 w. aus der Seele
18 o. seid Sklaven
© 2017 ERF Medien