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Lutherbibel 2017

Elberfelder Bibel

Hoffnung für Alle

Klagelieder über den Pharao und über Ägypten

1 Und es begab sich im zwölften Jahr am ersten Tag des zwölften Monats, da geschah des HERRN Wort zu mir:
2 Du Menschenkind, stimm ein Klagelied an über den Pharao, den König von Ägypten, und sprich zu ihm: Du warst wie ein junger Löwe unter den Völkern und wie ein Drache im Meer und schnaubtest in deinen Strömen und rührtest das Wasser auf mit deinen Füßen und machtest seine Ströme trübe.
3 So spricht Gott der HERR: Ich will mein Netz über dich auswerfen durch eine Menge Völker; die sollen dich in meinem Garn heraufholen;
4 und ich will dich an Land ziehen und aufs Feld werfen, dass sich alle Vögel des Himmels auf dich setzen sollen und alle Tiere auf Erden von dir satt werden.
5 Und ich will dein Fleisch auf die Berge werfen und mit deinem Aas die Täler füllen.
6 Das Land will ich mit deinem Blut tränken bis zu den Bergen, und die Bäche sollen davon voll werden.
7 Und wenn du ganz dahin bist, so will ich den Himmel verhüllen und seine Sterne verfinstern und die Sonne mit Wolken überziehen, und der Mond soll nicht scheinen.
8 Alle Lichter am Himmel lasse ich über dir dunkel werden und bringe eine Finsternis über dein Land, spricht Gott der HERR.
9 Dazu will ich die Herzen vieler Völker erschrecken, wenn ich deine Gefangenen unter die Völker bringe, in viele Länder, die du nicht kennst.
10 Viele Völker sollen sich über dich entsetzen, und ihren Königen soll vor dir grauen, wenn ich mein Schwert vor ihnen blinken lasse; sie zittern und zittern, ein jeder um sein Leben, am Tag deines Falls.
11 Denn so spricht Gott der HERR: Das Schwert des Königs von Babel soll dich treffen.
12 Ich will dein stolzes Volk fällen durch die Schwerter der Helden, die allesamt die Gewalttätigsten unter den Völkern sind; sie werden die Herrlichkeit Ägyptens verheeren und sein stolzes Volk vernichten.
13 Und ich will alle seine Tiere umbringen an den großen Wassern, dass keines Menschen Fuß und keines Tieres Klaue sie mehr trübe machen soll.
14 Alsdann will ich seine Wasser klar machen, dass seine Ströme fließen wie Öl, spricht Gott der HERR,
15 wenn ich das Land Ägypten verwüste und alles, was im Land ist, öde mache und alle, die darin wohnen, erschlage, und sie sollen erfahren, dass ich der HERR bin.
16 Das ist ein Klagelied, und man soll es singen; ja, die Töchter der Völker sollen es singen, über Ägypten und sein stolzes Volk sollen sie klagen, spricht Gott der HERR.
17 Und im zwölften Jahr am fünfzehnten Tag desselben Monats geschah des HERRN Wort zu mir:
18 Du Menschenkind, wehklage über das stolze Volk Ägyptens und stoß es hinab mit den Töchtern der starken Völker, tief unter die Erde zu denen, die in die Grube gefahren sind.
19 Vor wem hast du nun etwas voraus an Schönheit? Hinunter mit dir! Lege dich zu den Unbeschnittenen!
20 Sie werden fallen mitten unter denen, die mit dem Schwert erschlagen sind. Das Schwert ist schon gefasst und gezückt über ihr stolzes Volk.
21 Von ihm werden im Totenreich die starken Helden mit ihren Helfern sagen: Sie sind hinuntergefahren und liegen da, die Unbeschnittenen und mit dem Schwert Erschlagenen.
22 Da liegt Assur mit seinem ganzen Volk, ringsherum seine Gräber, sie alle erschlagen und durchs Schwert gefallen!
23 Seine Gräber bekam es in der tiefsten Grube, und sein Volk liegt rings um sein Grab, alle erschlagen und durchs Schwert gefallen, von denen einst Schrecken ausging im Lande der Lebendigen.
24 Da liegt Elam mit seinem stolzen Volk rings um sein Grab, sie alle erschlagen und durchs Schwert gefallen, hinuntergefahren als Unbeschnittene tief unter die Erde, von denen einst Schrecken ausging im Lande der Lebendigen; sie müssen ihre Schande tragen mit denen, die in die Grube gefahren sind.
25 Man hat sie mitten unter die Erschlagenen gelegt mit ihrem stolzen Volk, ringsherum ihre Gräber, sie alle als Unbeschnittene und mit dem Schwert Erschlagene, von denen einst Schrecken ausging im Lande der Lebendigen; sie müssen ihre Schande tragen mit denen, die in die Grube gefahren sind, und bei den Erschlagenen liegen.
26 Da liegen Meschech und Tubal mit ihrem stolzen Volk, ringsherum ihre Gräber, sie alle als Unbeschnittene und mit dem Schwert Erschlagene, von denen einst Schrecken ausging im Lande der Lebendigen.
27 Sie liegen nicht bei den Helden, die in der Vorzeit gefallen und mit ihrer Kriegswehr ins Totenreich gefahren sind, denen man ihre Schwerter unter ihre Häupter gelegt und ihre Schilde über ihre Gebeine gedeckt hat, die gefürchtete Helden waren im Lande der Lebendigen.
28 Du aber musst inmitten der Unbeschnittenen zerschmettert werden und bei denen liegen, die mit dem Schwert erschlagen sind.
29 Da liegt Edom mit seinen Königen und allen seinen Fürsten, die in ihrer Heldenkraft zu den vom Schwert Erschlagenen getan wurden; da liegen sie bei den Unbeschnittenen und denen, die in die Grube gefahren sind.
30 Da sind alle Fürsten des Nordens und alle Sidonier, die mit den Erschlagenen hinabgefahren sind, und ihre schreckliche Gewalt ist zuschanden geworden; sie müssen als Unbeschnittene bei denen liegen, die mit dem Schwert erschlagen sind, und ihre Schande tragen samt denen, die in die Grube gefahren sind.
31 Diese alle wird der Pharao sehen und sich trösten über sein stolzes Volk. Mit dem Schwert erschlagen ist der Pharao und sein ganzes Heer, spricht Gott der HERR.
32 Denn ich setzte ihn zum Schrecken im Lande der Lebendigen, aber nun liegt er bei den Unbeschnittenen und mit dem Schwert Erschlagenen, der Pharao und sein stolzes Volk, spricht Gott der HERR.

Klagelied über den Pharao - Pharao im Scheol

1 Und es geschah im zwölften Jahr, im zwölften Monat, am Ersten des Monats, da geschah das Wort des HERRN zu mir so:
2 Menschensohn, erhebe ein Klagelied über den Pharao, den König von Ägypten, und sage zu ihm: Einem Junglöwen unter den Nationen1 bist du gleich geworden; und doch warst du wie ein Seeungeheuer in den Meeren2 und sprudeltest mit deinen Nüstern3 und trübtest das Wasser mit deinen Füßen und wühltest ihre Ströme auf.
3 So spricht der Herr, HERR: Daher werde ich mein Fangnetz über dich ausspannen durch eine Schar vieler Völker, und man wird dich in meinem Garn heraufziehen.
4 Und ich werfe dich auf das Land, schleudere dich auf das freie Feld; und ich mache, dass sich alle Vögel des Himmels auf dir niederlassen und sich die Tiere der ganzen Erde von dir sättigen.
5 Und ich lege dein Fleisch auf die Berge und fülle die Täler mit deinem Aas4.
6 Und ich tränke das Land mit deinem Ausfluss von deinem Blut auf den Bergen, und die Bachrinnen werden mit dir angefüllt sein.
7 Und ich werde, wenn ich dich auslösche, den Himmel bedecken und seine Sterne verdunkeln; ich werde die Sonne mit Gewölk bedecken, und der Mond wird sein Licht nicht scheinen lassen.
8 Alle leuchtenden Lichter5 am Himmel werde ich deinetwegen verdunkeln, und ich werde Finsternis über dein Land bringen, spricht der Herr, HERR6.
9 Und ich werde das Herz vieler Völker beunruhigen, wenn ich deinen Zusammenbruch7 über die Nationen kommen lasse, in Länder, die du nicht gekannt hast.
10 Und ich werde vielen Völkern deinetwegen Entsetzen einflößen, und ihren Königen werden deinetwegen die Haare zu Berge stehen, wenn ich mein Schwert vor ihnen schwinge; und sie werden immer wieder erzittern, jeder um sein Leben, am Tag deines Falls.
11 Denn so spricht der Herr, HERR: Das Schwert des Königs von Babel wird über dich kommen.
12 Durch die Schwerter von Helden werde ich deine Menge8 fällen; die Gewalttätigsten der Nationen sind sie alle; und sie werden den Hochmut Ägyptens zerstören, und sein ganzer Prunk9 wird ausgetilgt.
13 Und ich werde all sein Vieh an den vielen Wassern10 zugrunde richten, so dass der Fuß des Menschen sie nicht mehr trübt, noch die Klauen des Viehs sie trüben.
14 Dann werde ich ihre Wasser klären11 und ihre Flüsse wie Öl fließen lassen, spricht der Herr, HERR12.
15 Wenn ich das Land Ägypten zu einer Einöde mache und wenn das Land ohne seine Fülle verwüstet daliegt, wenn ich alle, die darin wohnen, schlage, dann werden sie erkennen, dass ich der HERR bin.
16 Das ist ein Klagelied, und man soll es als Klagelied singen, die Töchter der Nationen sollen es als Klagelied singen; sie sollen es als Klagelied singen über Ägypten und über seinen ganzen Prunk13, spricht der Herr, HERR14.
17 Und es geschah im zwölften Jahr, am Fünfzehnten des Monats, da geschah das Wort des HERRN zu mir so:
18 Menschensohn, wehklage über den Prunk15 Ägyptens, und stürze ihn hinab, Ägypten16 und die Töchter mächtiger Nationen, in das Land der Tiefen17, zu denen, die in die Grube hinabgefahren sind!
19 Wen übertriffst du jetzt noch an Anmut? Fahr hinab, und lege dich zu den Unbeschnittenen!
20 Mitten unter den vom Schwert Erschlagenen sollen sie fallen! Das Schwert ist ihnen bestimmt. Schleppt mit Ägypten18 auch seinen ganzen Prunk19 herbei!
21 Es reden mit ihm die gewaltigen Helden mitten aus dem Scheol, mit ihm und seinen Helfern. Sie sind hinabgefahren, sie liegen da, die Unbeschnittenen, die vom Schwert Erschlagenen.
22 Dort ist Assur und sein ganzes Aufgebot rings um sein Grab her20: sie alle, Erschlagene, durchs Schwert Gefallene,
23 Assur, dem seine Gräber in der tiefsten Grube gegeben worden sind, und sein Aufgebot ist rings um sein Grab her begraben. Sie alle sind Erschlagene, durchs Schwert Gefallene, die einst Schrecken verbreiteten im Land der Lebenden.
24 Dort ist Elam21 und sein ganzer Prunk22 rings um sein Grab her23, sie alle, Erschlagene, durchs Schwert Gefallene, die als Unbeschnittene ins Land der Tiefen24 hinabgefahren sind, die einst ihren Schrecken verbreitet hatten im Land der Lebenden; und sie tragen ihre Schmach mit denen, die in die Grube hinabgefahren sind.
25 Mitten unter Erschlagenen hat man ihm ein Lager gegeben mit seinem ganzen Prunk25 rings um sein Grab her26. Sie alle sind Unbeschnittene, vom Schwert Erschlagene, weil einst ihr Schrecken verbreitet war im Land der Lebenden; und sie tragen nun ihre Schmach mit denen, die in die Grube hinabgefahren sind. Mitten unter Erschlagene ist er gelegt.
26 Dort ist Meschech-Tubal und sein ganzer Prunk27; rings um sein Grab her28, sie alle, Unbeschnittene, sie sind vom Schwert erschlagen, weil sie ihren Schrecken verbreitet hatten im Land der Lebenden.
27 Und sie liegen nicht bei den Helden, die in der Vorzeit gefallen sind29, die in den Scheol hinabfuhren mit ihren Kriegswaffen und die ihre Schwerter unter ihre Häupter legten und deren Schilde30 auf ihren Gebeinen liegen; denn der Schrecken vor den Helden31 hatte einst im Land der Lebenden geherrscht.
28 Auch du, Ägypten, wirst mitten unter Unbeschnittenen zerschmettert werden und bei den vom Schwert Erschlagenen liegen.
29 Dort ist Edom, seine Könige und all seine Fürsten, die in ihrer Heldenkraft zu den vom Schwert Erschlagenen gelegt wurden; sie liegen bei den Unbeschnittenen und bei denen, die in die Grube hinabgefahren sind.
30 Dort sind die Fürsten des Nordens insgesamt und alle Sidonier, die zu den Erschlagenen hinabgefahren sind und trotz ihres Schreckens, den sie einflößten, in ihrer Heldenkraft zuschanden geworden sind; und sie liegen als Unbeschnittene bei den vom Schwert Erschlagenen und tragen ihre Schmach mit denen, die in die Grube hinabgefahren sind.
31 Sie alle wird der Pharao sehen und sich über seinen ganzen Prunk32 trösten. Vom Schwert Erschlagene sind der Pharao und sein ganzes Heer, spricht der Herr, HERR33.
32 Denn ich habe Schrecken vor ihm verbreitet im Land der Lebenden; und so wird er sich mitten unter Unbeschnittene legen mit den vom Schwert Erschlagenen, der Pharao und sein ganzer Prunk34, spricht der Herr, HERR35.
1 w. der Nationen
2 Gemeint ist das Krokodil im Nil.
3 So hat der Text vielleicht ursprünglich gelautet. Mas. T.: sprudeltest in deinen Strömen
4 w. mit deinem Leichenhaufen
5 w. alle Lichtträger von Licht
6 w. ist der Ausspruch des Herrn, HERRN
7 LXX: deine Kriegsgefangenen
8 o. deinen Prunk, o. Reichtum
9 o. sein ganzer Reichtum; o. seine ganze lärmende Menge
10 w. von den vielen Wassern hinweg
11 w. sich setzen lassen
12 w. ist der Ausspruch des Herrn, HERRN
13 o. seine ganze lärmende Menge; o. seinen ganzen Reichtum
14 w. ist der Ausspruch des Herrn, HERRN
15 o. die lärmende Menge; o. den Reichtum
16 w. über es. - Andere üs. mit Streichung eines Buchstabens: du
17 o. in die Tiefen unter der Erde
18 w. mit ihm
19 o. seine ganze lärmende Menge; o. seinen ganzen Reichtum
20 T. entsprechend V. 23b und 24a; Mas. T.: rings um ihn her seine Gräber
21 d. i. die persische Provinz, deren Hauptstadt Susa war
22 o. seine ganze Menge; o. sein ganzer Reichtum
23 T. entsprechend V. 23b und 24a; Mas. T.: rings um ihn her seine Gräber
24 o. in die Tiefen unter der Erde
25 o. mit seiner ganzen Menge; o. mit seinem ganzen Reichtum
26 T. entsprechend V. 23b und 24a; Mas. T.: rings um ihn her seine Gräber
27 o. seine ganze Menge; o. sein ganzer Reichtum
28 T. entsprechend V. 23b und 24a; Mas. T.: rings um ihn her seine Gräber
29 so mit LXX und der alten lat. Üs.; Mas. T.: bei den Helden, die von den Unbeschnittenen getrennt gefallen sind
30 So lautete der Text vielleicht ursprünglich. Mas. T.: deren Sünden
31 w. der Schrecken der Helden
32 o. mit seiner ganzen Menge; o. mit seinem ganzen Reichtum
33 w. ist der Ausspruch des Herrn, HERRN
34 o. seine ganze Menge; o. sein ganzer Reichtum
35 w. ist der Ausspruch des Herrn, HERRN

Der Pharao, das erlegte Krokodil

1 Im 12. Jahr unserer Verbannung, am 1. Tag des 12. Monats, empfing ich eine Botschaft vom HERRN. Er sprach zu mir:
2 »Du Mensch, stimm ein Klagelied an über den Pharao, den König von Ägypten. Richte ihm aus: Du denkst, du wärst so stark wie ein junger Löwe, mächtiger als alle Völker. Doch du gleichst eher einem Krokodil1 im großen Fluss! Du bläst ins Wasser, dass es sprudelt, und mit deinen Füßen wühlst du es auf, ja, jeden Fluss lässt du trüb werden.
3 Aber ich, Gott, der HERR, schicke viele Völker zu dir. Sie werden dich mit meinem Netz fangen und aus dem Wasser ziehen.
4 Dann schleudere ich dich aufs freie Feld und lasse dich dort liegen; die Vögel sollen sich auf dir niederlassen und die wilden Tiere dich zerreißen.
5 Deine Überreste werden die Berge bedecken und die Täler ausfüllen,
6 dein Blut wird von den Bergen herunterfließen, das Land tränken und die Flüsse anschwellen lassen.
7 Wenn ich dich vernichte, werde ich den Himmel verfinstern und die Sterne auslöschen. Schwarze Wolken verdunkeln dann die Sonne, und der Mond scheint nicht mehr.
8 Ja, alle Lichter am Himmel lösche ich aus, deinetwegen bringe ich Finsternis über das ganze Land. Darauf gebe ich, Gott, der HERR, mein Wort.
9 Die Nachricht über deinen Untergang lasse ich in Ländern bekannt werden, von denen du noch nie etwas gehört hast. Viele Völker packt das Entsetzen.
10 Mein Gericht über dich jagt ihnen Angst und Schrecken ein. Wenn ich vor aller Augen mein Schwert schwinge, stehen den Königen die Haare zu Berge. Dein Schicksal erschreckt sie so sehr, dass sie jeden Augenblick um ihr eigenes Leben fürchten.
11 Denn ich, Gott, der HERR, sage dir: Das Schwert des babylonischen Königs wird dich treffen.
12 Unter seinem Befehl lasse ich ein grausames Heer aus vielen Völkern über dich herfallen, sie werden die Bewohner deines Landes töten und deinen ganzen Reichtum zerstören. Dann hat dein Hochmut endlich ein Ende.
13 An den vielen Flüssen und Kanälen richte ich all dein Vieh zugrunde. So können in Zukunft weder Mensch noch Tier das Wasser verschmutzen.
14 Ich sorge dafür, dass deine Gewässer sauber sind und der Nil ruhig dahinfließt. Darauf kannst du dich verlassen!
15 Wenn ich dein Land leer fege und zur Einöde mache, wenn ich alle seine Bewohner strafe, dann werden sie erkennen, dass ich der HERR bin.
16 Dies ist ein Trauerlied, und in allen Völkern werden die Frauen es singen, um das Schicksal des reichen und mächtigen Ägyptens zu beklagen. Darauf gebe ich, Gott, der HERR, mein Wort.«

Die Völker in der Totenwelt

17 Im 12. Jahr unserer Verbannung, am 15. Tag des Monats2, empfing ich wieder eine Botschaft vom HERRN. Er forderte mich auf:
18 »Du Mensch, halte die Totenklage über Ägypten und seine ganze Pracht! Schick das Land hinunter ins Totenreich, wo schon andere mächtige Völker ihr Ende fanden!
19 Sag zu Ägypten: Deine ganze Pracht – wo ist sie geblieben? Was hast du anderen Völkern jetzt noch voraus? Du musst hinunter ins Totenreich, mitten unter die unbeschnittenen Heiden!
20 Ja, die Ägypter werden vernichtet wie all die anderen, die im Krieg gefallen sind. Das Schwert ist schon gezückt! Bringt das ganze ägyptische Volk herbei!
21 Im Reich der Toten warten schon große Herrscher auf sie, um sie und ihre Helfer zu verspotten: ›Nun seid auch ihr hier angekommen, nun müsst ihr euch zu den unbeschnittenen Heiden gesellen – wie alle, die im Kampf getötet wurden!‹
22 Auch der König von Assyrien ruht dort unten mit seinen ganzen Soldaten; sie alle sind im Krieg umgekommen.
23 Ihre Gräber liegen an der tiefsten Stelle der Totenwelt, rund um das Grab ihres Königs. Einst haben sie den Lebenden Angst und Schrecken eingejagt, doch nun hat das Schwert sie durchbohrt.
24-25 Auch der König von Elam liegt im Reich der Toten, und sein stolzes Heer ruht rings um sein Grab. Im Krieg sind sie getötet worden und dann in die Totenwelt gekommen. Da liegen sie nun, diese unbeschnittenen Heiden! Früher haben sie andere Völker eingeschüchtert, doch nun ruhen sie dort unten, ihr König in der Mitte und sie rund um sein Grab. Nun tragen auch sie die Schande, im Krieg gefallen zu sein.
26 Auch der Herrscher von Meschech und Tubal wartet dort unten, zusammen mit seinen Kriegern. Sie sind mit dem Schwert erstochen worden, und nun liegen diese unbeschnittenen Heiden im Reich der Toten. Einst haben sie die Lebenden in Angst und Schrecken versetzt, doch jetzt ruhen sie rund um das Grab ihres Königs.
27 Sie wurden nicht ehrenvoll bestattet wie die Helden aus vergangenen Zeiten3, die mit all ihren Waffen in die Totenwelt kamen, die mit ihrem Schwert unter dem Kopf und von ihrem Schild bedeckt begraben wurden. Einst waren diese Helden von allen gefürchtet.
28 Auch du, Ägypten, wirst nun zerschmettert und musst hinunter zu den Heiden, die im Krieg gefallen sind.
29 Der König und die Fürsten von Edom erwarten dich. Zu Lebzeiten waren sie mutige und kampferprobte Männer. Doch nun ruhen sie in der Welt der Toten bei den unbeschnittenen Heiden, die im Krieg gefallen sind.
30 Auch auf die versammelten Könige aus dem Norden und auf die Phönizier wirst du dort treffen. Einst haben sie anderen Völkern große Angst eingejagt, weil sie unerschrockene Kämpfer waren. Nun ruhen diese unbeschnittenen Heiden unter den Gefallenen und tragen die Schande, besiegt und getötet worden zu sein.
31 All diesen Königen und Völkern wird der Pharao in der Totenwelt begegnen, und das wird ihn trösten über den Untergang seines eigenen Volkes. Denn bald fällt er im Krieg und seine Soldaten mit ihm. Darauf gebe ich, Gott, der HERR, mein Wort.
32 Ich ließ es zu, dass er anderen Völkern Angst und Schrecken einjagte, doch jetzt muss er ins Totenreich zu den unbeschnittenen Heiden, die im Krieg ihr Leben ließen. Das ist das Ende des Pharaos und seiner ganzen Pracht. Das sage ich, Gott, der HERR.«
1 Vgl. die Anmerkung zu Kapitel 29,3.
2 Die Monatsangabe fehlt hier. Gemeint ist wahrscheinlich der 12. Monat wie in Vers 1.
3 So nach der griechischen Übersetzung. Der hebräische Text lautet: wie die Helden getrennt von den Unbeschnittenen.
4 w. mit deinem Leichenhaufen
5 w. alle Lichtträger von Licht
6 w. ist der Ausspruch des Herrn, HERRN
7 LXX: deine Kriegsgefangenen
8 o. deinen Prunk, o. Reichtum
9 o. sein ganzer Reichtum; o. seine ganze lärmende Menge
10 w. von den vielen Wassern hinweg
11 w. sich setzen lassen
12 w. ist der Ausspruch des Herrn, HERRN
13 o. seine ganze lärmende Menge; o. seinen ganzen Reichtum
14 w. ist der Ausspruch des Herrn, HERRN
15 o. die lärmende Menge; o. den Reichtum
16 w. über es. - Andere üs. mit Streichung eines Buchstabens: du
17 o. in die Tiefen unter der Erde
18 w. mit ihm
19 o. seine ganze lärmende Menge; o. seinen ganzen Reichtum
20 T. entsprechend V. 23b und 24a; Mas. T.: rings um ihn her seine Gräber
21 d. i. die persische Provinz, deren Hauptstadt Susa war
22 o. seine ganze Menge; o. sein ganzer Reichtum
23 T. entsprechend V. 23b und 24a; Mas. T.: rings um ihn her seine Gräber
24 o. in die Tiefen unter der Erde
25 o. mit seiner ganzen Menge; o. mit seinem ganzen Reichtum
26 T. entsprechend V. 23b und 24a; Mas. T.: rings um ihn her seine Gräber
27 o. seine ganze Menge; o. sein ganzer Reichtum
28 T. entsprechend V. 23b und 24a; Mas. T.: rings um ihn her seine Gräber
29 so mit LXX und der alten lat. Üs.; Mas. T.: bei den Helden, die von den Unbeschnittenen getrennt gefallen sind
30 So lautete der Text vielleicht ursprünglich. Mas. T.: deren Sünden
31 w. der Schrecken der Helden
32 o. mit seiner ganzen Menge; o. mit seinem ganzen Reichtum
33 w. ist der Ausspruch des Herrn, HERRN
34 o. seine ganze Menge; o. sein ganzer Reichtum
35 w. ist der Ausspruch des Herrn, HERRN
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