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Lutherbibel 2017

Elberfelder Bibel

Hoffnung für Alle

Einheitsübersetzung 2016

Neues Leben. Die Bibel

1 Siehe, ich will meinen Engel senden, der vor mir her den Weg bereiten soll. Und bald wird kommen zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht; und der Engel des Bundes, den ihr begehrt, siehe, er kommt!, spricht der HERR Zebaoth.
2 Wer wird aber den Tag seines Kommens ertragen können, und wer wird bestehen, wenn er erscheint? Denn er ist wie das Feuer eines Schmelzers und wie die Lauge der Wäscher.
3 Er wird sitzen und schmelzen und das Silber reinigen, er wird die Söhne Levi reinigen und läutern wie Gold und Silber. Dann werden sie dem HERRN Opfer bringen in Gerechtigkeit,
4 und es wird dem HERRN wohlgefallen das Opfer Judas und Jerusalems wie vormals und vor langen Jahren.
5 Und ich will zu euch kommen zum Gericht und will ein schneller Zeuge sein gegen die Zauberer, Ehebrecher, Meineidigen und gegen die, die Gewalt und Unrecht tun den Tagelöhnern, Witwen und Waisen und die den Fremdling drücken und mich nicht fürchten, spricht der HERR Zebaoth.

Gegen die Unterschlagung des Zehnten

6 Ich, der HERR, wandle mich nicht; und ihr habt nicht aufgehört, Jakobs Söhne zu sein:
7 Ihr seid von eurer Väter Zeit an immerdar abgewichen von meinen Geboten und habt sie nicht gehalten. Kehrt um zu mir, so will ich zu euch umkehren, spricht der HERR Zebaoth. Ihr aber sprecht: »Wovon sollen wir umkehren?«
8 Ist's recht, dass ein Mensch Gott betrügt? Doch ihr betrügt mich. Ihr aber sprecht: »Womit betrügen wir dich?« Mit dem Zehnten und der Abgabe!
9 Ihr seid verflucht, mich betrügt ihr allesamt.
10 Bringt aber die Zehnten in voller Höhe in mein Vorratshaus, auf dass in meinem Hause Speise sei, und prüft mich hiermit, spricht der HERR Zebaoth, ob ich euch dann nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschütten die Fülle.
11 Und ich will um euretwillen den »Fresser« bedrohen, dass er euch die Frucht auf dem Acker nicht verderben soll und der Weinstock auf dem Felde euch nicht unfruchtbar sei, spricht der HERR Zebaoth.
12 Dann werden euch alle Völker glücklich preisen, denn ihr sollt ein herrliches Land sein, spricht der HERR Zebaoth.

Der Lohn der Gottesfurcht

13 Ihr redet hart gegen mich, spricht der HERR. Ihr aber sprecht: »Was reden wir gegen dich?«
14 Ihr sagt: »Es ist umsonst, dass man Gott dient; und was nützt es, dass wir sein Gebot halten und in Trauer einhergehen vor dem HERRN Zebaoth?
15 Und nun preisen wir die Verächter; denn die Gottlosen gedeihen, und die Gott versuchen, bleiben bewahrt.«
16 So redeten die Gottesfürchtigen untereinander. Der HERR merkte auf und hörte es, und es ward vor ihm ein Gedenkbuch geschrieben für die, welche den HERRN fürchten und an seinen Namen gedenken.
17 Sie sollen, spricht der HERR Zebaoth, an dem Tage, den ich machen will, mein Eigentum sein, und ich will mich ihrer erbarmen, wie ein Mann sich seines Sohnes erbarmt, der ihm dient.
18 Dann sollt ihr wieder sehen, was für ein Unterschied ist zwischen dem Gerechten und dem Gottlosen, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient.
19 Denn siehe, es kommt der Tag, der brennen soll wie ein Ofen. Da werden alle Verächter und Gottlosen Stroh sein, und der kommende Tag wird sie anzünden, spricht der HERR Zebaoth, und er wird ihnen weder Wurzel noch Zweig lassen.
20 Euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, soll aufgehen die Sonne der Gerechtigkeit und Heil unter ihren Flügeln. Und ihr sollt herausgehen und springen wie die Mastkälber.
21 Ihr werdet die Gottlosen zertreten; denn sie sollen Staub unter euren Füßen werden an dem Tage, den ich machen will, spricht der HERR Zebaoth.

Das Gesetz des Mose und die Wiederkehr des Elia

22 Gedenkt an das Gesetz meines Knechtes Mose, das ich ihm befohlen habe auf dem Berge Horeb für ganz Israel, an alle Gebote und Rechte!
23 Siehe, ich will euch senden den Propheten Elia, ehe der große und schreckliche Tag des HERRN kommt.
24 Der soll das Herz der Väter bekehren zu den Kindern und das Herz der Kinder zu ihren Vätern, auf dass ich nicht komme und das Erdreich mit dem Bann schlage.
1 Siehe, ich sende meinen Boten, damit er den Weg vor mir her bereite. Und plötzlich kommt zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht, und der Engel des Bundes, den ihr herbeiwünscht1, siehe, er kommt, spricht der HERR der Heerscharen.
2 Wer aber kann den Tag seines Kommens ertragen, und wer wird bestehen bei seinem Erscheinen? Denn er wird wie das Feuer eines Schmelzers und wie das Laugensalz von Wäschern sein.
3 Und er wird sitzen und das Silber schmelzen und reinigen, und er wird die Söhne Levi reinigen und sie läutern wie Gold und wie Silber, so dass sie Männer werden, die dem HERRN Opfergaben in Gerechtigkeit darbringen.
4 Dann wird die Opfergabe Judas und Jerusalems dem HERRN angenehm sein, wie in den Tagen der Vorzeit und wie in den Jahren der Vergangenheit2.
5 Und ich werde an euch herantreten zum Gericht und werde ein schneller Zeuge sein gegen die Zauberer und gegen die Ehebrecher und gegen die falsch Schwörenden3 und gegen solche, die den Lohn des Tagelöhners drücken, die Witwe und die Waise unterdrücken und den Fremden wegdrängen4 und die mich nicht fürchten, spricht der HERR der Heerscharen.
6 Nein, ich, der HERR, ich habe mich nicht geändert; aber ihr, Söhne Jakob, ihr habt nicht aufgehört5.
7 Seit den Tagen eurer Väter seid ihr von meinen Ordnungen abgewichen und habt sie nicht beachtet. Kehrt um zu mir! Und ich kehre um zu euch, spricht der HERR der Heerscharen. Ihr aber sagt: "Worin6 sollen wir umkehren?"
8 Darf ein Mensch Gott berauben7? Ja, ihr beraubt mich! - Ihr aber sagt: "Worin8 haben wir dich beraubt?" Im Zehnten und im Hebopfer9.
9 Mit dem Fluch seid ihr verflucht, mich aber beraubt ihr weiterhin, ihr, die ganze Nation!10
10 Bringt den ganzen Zehnten in das Vorratshaus, damit Nahrung in meinem Haus ist! Und prüft mich doch darin, spricht der HERR der Heerscharen, ob ich euch nicht die Fenster des Himmels öffnen und euch Segen ausgießen werde bis zum Übermaß11!
11 Und ich werde um euretwillen den Fresser12 bedrohen, damit er euch die Frucht des Erdbodens nicht verdirbt und damit euch der Weinstock auf dem Feld nicht fruchtleer bleibt, spricht der HERR der Heerscharen.
12 Und alle Nationen werden euch glücklich preisen, denn ihr, ihr werdet ein Land des Wohlgefallens13 sein, spricht der HERR der Heerscharen.

Der Triumph der Gottesfürchtigen am Tag des HERRN

13 Eure Worte sind anmaßend gegen mich, spricht der HERR. Ihr aber sagt: Was bereden wir gegen dich?
14 Ihr sagt: Nichts bringt es, Gott zu dienen. Und was ist der Gewinn, dass wir für seinen Dienst sorgen und dass wir in Trauer einhergehen vor dem HERRN der Heerscharen?
15 Und nun, wir preisen die Frechen glücklich: Sie kamen sogar noch voran14, als sie gottlos handelten; ja, sie versuchten Gott und kamen davon.
16 Da redeten die miteinander, die den HERRN fürchteten, und der HERR merkte auf und hörte. Und ein Buch der Erinnerung wurde vor ihm geschrieben für die, die den HERRN fürchten und seinen Namen achten15.
17 Und sie werden mir, spricht der HERR der Heerscharen, zum Eigentum sein an dem Tag, den ich machen werde. Und ich werde sie schonen, wie ein Mann seinen Sohn schont, der ihm dient.
18 Und ihr werdet wieder den Unterschied sehen zwischen dem Gerechten und dem Ungerechten16, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient.
19 Denn siehe, der Tag kommt, der wie ein Ofen brennt. Da werden alle Frechen und alle, die gottlos handeln, Strohstoppeln sein. Und der kommende Tag wird sie verbrennen, spricht der HERR der Heerscharen, so dass er ihnen weder Wurzel noch Zweig übrig lässt.
20 Aber euch, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen, und Heilung ist unter17 ihren Flügeln. Und ihr werdet hinausgehen und umherspringen wie Mastkälber18.
21 Und ihr werdet die Gottlosen zertreten. Denn sie werden Staub sein unter euren Fußsohlen an dem Tag, den ich machen werde, spricht der HERR der Heerscharen.

Das Kommen des Elia vor dem Tag des HERRN

22 Haltet im Gedächtnis das Gesetz19 meines Knechtes Mose, dem ich am Horeb für20 ganz Israel Ordnungen und Rechtsbestimmungen geboten habe21.
23 Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, bevor der Tag des HERRN kommt, der große und furchtbare.
24 Und er wird das Herz der Väter zu den Söhnen und das Herz der Söhne zu ihren Vätern umkehren lassen, damit ich nicht komme und das Land mit dem Bann schlage22.
1 o. an dem ihr Gefallen habt
2 o. des Ursprungs
3 w. zur Lüge Schwörenden. - LXX: die in meinem Namen falsch Schwörenden
4 o. im Gericht unterdrücken; o. abweisen
5 d. h. aufgehört, euch zu verändern; andere üs.: aber ihr habt nicht aufgehört, Jakobs Söhne zu sein
6 o. Wieso
7 o. betrügen; viell. steht hinter der Verwendung des Wortes eine Anspielung auf den Namen Jakob, d. i. Betrüger; so auch im Folgenden
8 o. Wieso
9 Abgaben, die nach 2Mo 29,27 und 4Mo 15,19-21; 18,24-29 von den Erzeugnissen des Feldes und des Viehs erhoben wurden.
10 o. Im Zehnten und im Hebopfer - mit dem Fluch seid ihr verflucht - beraubt ihr mich, ihr, die ganze Nation.
11 w. bis zum Mangel an Ausreichendem; nämlich an ausreichendem Platz
12 d. i. eine Heuschreckenart
13 d. h. an dem man (o. an dem Gott) Wohlgefallen hat
14 w. Sie wurden sogar noch aufgebaut
15 LXX: und Zuflucht suchen in seinem Namen
16 o. dem Gottlosen
17 w. in
18 w. Kälber des Anbindungsortes; d. h. aus dem Maststall freigelassene Kälber
19 o. Denkt an die Weisung
20 w. über
21 o. das Gesetz meines Knechtes Mose, das ich ihm am Horeb für ganz Israel in Form von Ordnungen und Rechtsbestimmungen geboten habe
22 d. h. damit ich nicht, wenn ich komme, den Bann an dem Land vollstrecken muss
1 Der HERR, der allmächtige Gott, antwortet: »Ich schicke meinen Boten voraus, der mein Kommen ankündigt und mir den Weg bereitet. Noch wartet ihr auf den Herrn, ihr wünscht euch den Boten herbei, der meinen Bund mit euch bestätigt. Ich sage euch: Er ist schon unterwegs! Ganz plötzlich werde ich, der Herr, in meinen Tempel einziehen.
2 Doch wer kann mein Kommen ertragen? Wer kann an diesem Tag vor mir bestehen? Ich werde für euch wie Feuer im Schmelzofen sein und wie scharfe Lauge im Waschtrog.
3 So wie man Gold und Silber schmilzt, um es zu läutern, so werde ich Levis Nachkommen von ihrer Schuld reinigen. Dann werden sie wieder zu mir gehören und mir in rechter Weise Opfer darbringen.
4 Ja, so wie früher, wie in längst vergangenen Zeiten, werden mir die Opfer wieder Freude bereiten, die mir die Menschen in Juda und Jerusalem darbringen.
5 Ich, der HERR, der allmächtige Gott, kündige euch an: Ich komme zum Gericht und mache kurzen Prozess mit den Zauberern und Ehebrechern, mit allen, die Meineide schwören, die ihre Arbeiter um den gerechten Lohn bringen und die Witwen, Waisen und Ausländer unterdrücken. Ja, ich selbst trete dann als Zeuge gegen alle von euch auf, die keine Ehrfurcht vor mir haben.«

Ihr betrügt Gott!

6 »Ich, der HERR, habe mich nicht geändert. Ihr aber habt euch auch nicht geändert, ihr seid genau solche Betrüger wie euer Stammvater Jakob!1
7 Ihr habt schon immer gegen meine Gebote verstoßen, so wie es eure Vorfahren taten. Kehrt doch endlich um zu mir! Dann werde auch ich mich euch wieder zuwenden! Das verspreche ich, der HERR, der allmächtige Gott. Ihr aber fragt: ›Warum sollen wir umkehren, was haben wir denn getan?‹
8 Ich antworte euch: Findet ihr es etwa richtig, wenn ein Mensch Gott betrügt? Doch genau das tut ihr die ganze Zeit! Ihr entgegnet: ›Womit haben wir dich denn betrogen?‹ Nun, ihr habt mir nicht den zehnten Teil eurer Ernte gegeben, und ihr habt den Priestern ihren Anteil an den Opfergaben verweigert.
9 Mein Fluch lastet schwer auf dem Volk, und trotzdem hört ihr nicht auf, mich allesamt zu hintergehen.
10 Ich, der HERR, der allmächtige Gott, fordere euch nun auf: Bringt den zehnten Teil eurer Erträge in vollem Umfang zu meinem Tempel, damit in den Vorratsräumen kein Mangel herrscht! Stellt mich doch auf die Probe und seht, ob ich meine Zusage halte! Denn ich verspreche euch, dass ich dann die Schleusen des Himmels wieder öffne und euch überreich mit meinem Segen beschenke.
11 Ich lasse es nicht mehr zu, dass Heuschreckenschwärme eure Felder und Weinberge kahl fressen und euch die Ernte verderben.
12 Dann werden alle Völker euch glücklich preisen, weil ihr in einem so herrlichen Land lebt! Darauf gebe ich, der HERR, der allmächtige Gott, mein Wort!«

Treue macht sich am Ende bezahlt

13 »Ihr Israeliten redet überheblich und anmaßend über mich, den HERRN. Doch ihr fragt: ›Wieso, was sagen wir denn über dich?‹
14 Nun, ihr behauptet: ›Es bringt nichts, Gott zu dienen. Was haben wir schon davon, wenn wir uns nach seinen Weisungen richten und ihm zeigen, dass wir unsere Taten bereuen?
15 Wie gut haben es dagegen die Menschen, die ohne Gott leben. Sie tun Böses und haben auch noch Erfolg damit. Ja, sie kommen ungestraft davon, obwohl sie Gott frech die Stirn bieten!‹«
16 Dann aber redeten diejenigen miteinander, die noch Ehrfurcht vor dem HERRN hatten, und der HERR hörte ihnen genau zu. In einem Buch ließ er die Namen aller aufschreiben, die ihn achten und seinen Namen in Ehren halten. So sollten sie immer in Erinnerung bleiben.
17 Der HERR, der allmächtige Gott, sagt: »An dem Tag, an dem ich mein Urteil spreche, werden diese Menschen in besonderer Weise mein Eigentum sein. Ich will sie verschonen, so wie ein Vater seinen Sohn verschont, der ihm gehorcht.
18 Dann werdet ihr wieder den Unterschied sehen zwischen einem Menschen, der mir die Treue hält, und einem Gottlosen; ihr werdet erkennen, welche Folgen es hat, ob jemand mir dient oder nicht.
19 Ja, es kommt der Tag, an dem mein Zorn wie ein Feuer im Ofen sein wird und alle wie Stroh verbrennt, die sich frech gegen mich auflehnen. Nichts, kein einziger Halm bleibt dann mehr von ihnen übrig! Darauf gebe ich, der HERR, der allmächtige Gott, mein Wort!
20 Für euch aber, die ihr mir die Treue gehalten habt, wird an jenem Tag die Rettung2 kommen, so wie am Morgen die Sonne aufgeht. Sie wird euch Heilung bringen, und ihr werdet vor Freude springen wie Kälber, die aus dem Stall hinaus auf die Weide dürfen!
21 An dem Tag, an dem ich mein Urteil vollstrecke, werdet ihr die Gottlosen zertreten wie Staub unter euren Füßen! Das verspreche ich, der HERR, der allmächtige Gott.
22 Denkt immer an das Gesetz meines Dieners Mose! Richtet euch nach den Weisungen und Ordnungen, die ich ihm am Berg Horeb für das ganze Volk Israel gab!
23 Ihr werdet sehen: Noch bevor der große und schreckliche Tag kommt, an dem ich Gericht halte, schicke ich den Propheten Elia zu euch.
24 Er wird Eltern und Kinder wieder miteinander versöhnen, damit ich euch und euer Land nicht völlig vernichten muss, wenn ich komme.«
1 Oder: Ihr seid (darum) noch nicht am Ende, ihr Nachkommen von Jakob!
2 Wörtlich: Gerechtigkeit.
3 w. zur Lüge Schwörenden. - LXX: die in meinem Namen falsch Schwörenden
4 o. im Gericht unterdrücken; o. abweisen
5 d. h. aufgehört, euch zu verändern; andere üs.: aber ihr habt nicht aufgehört, Jakobs Söhne zu sein
6 o. Wieso
7 o. betrügen; viell. steht hinter der Verwendung des Wortes eine Anspielung auf den Namen Jakob, d. i. Betrüger; so auch im Folgenden
8 o. Wieso
9 Abgaben, die nach 2Mo 29,27 und 4Mo 15,19-21; 18,24-29 von den Erzeugnissen des Feldes und des Viehs erhoben wurden.
10 o. Im Zehnten und im Hebopfer - mit dem Fluch seid ihr verflucht - beraubt ihr mich, ihr, die ganze Nation.
11 w. bis zum Mangel an Ausreichendem; nämlich an ausreichendem Platz
12 d. i. eine Heuschreckenart
13 d. h. an dem man (o. an dem Gott) Wohlgefallen hat
14 w. Sie wurden sogar noch aufgebaut
15 LXX: und Zuflucht suchen in seinem Namen
16 o. dem Gottlosen
17 w. in
18 w. Kälber des Anbindungsortes; d. h. aus dem Maststall freigelassene Kälber
19 o. Denkt an die Weisung
20 w. über
21 o. das Gesetz meines Knechtes Mose, das ich ihm am Horeb für ganz Israel in Form von Ordnungen und Rechtsbestimmungen geboten habe
22 d. h. damit ich nicht, wenn ich komme, den Bann an dem Land vollstrecken muss
1 Seht, ich sende meinen Boten; er soll den Weg für mich bahnen. Dann kommt plötzlich zu seinem Tempel der Herr, den ihr sucht, und der Bote des Bundes, den ihr herbeiwünscht. Seht, er kommt!, spricht der HERR der Heerscharen.
2 Doch wer erträgt den Tag, an dem er kommt? Wer kann bestehen, wenn er erscheint? Denn er ist wie das Feuer des Schmelzers und wie die Lauge der Walker.
3 Er setzt sich, um das Silber zu schmelzen und zu reinigen: Er reinigt die Söhne Levis, er läutert sie wie Gold und Silber. Dann werden sie dem HERRN die richtigen Opfer darbringen.
4 Und dem HERRN wird das Opfer Judas und Jerusalems angenehm sein wie in den Tagen der Vorzeit, wie in längst vergangenen Jahren.
5 Ich komme herbei, um euch zu richten; schnell trete ich als Zeuge auf gegen die Zauberer und die Ehebrecher, gegen die Meineidigen und gegen alle, welche die Taglöhner, Witwen und Waisen ausbeuten, den Fremden im Land ihr Recht verweigern und mich nicht fürchten, spricht der HERR der Heerscharen.
6 Nein, ich, der HERR, habe mich nicht geändert und ihr habt nicht aufgehört, Söhne Jakobs zu sein.
7 Seit den Tagen eurer Väter seid ihr von meinen Gesetzen abgewichen und habt auf sie nicht geachtet. Kehrt um zu mir, dann kehre ich mich euch zu, spricht der HERR der Heerscharen. Doch ihr sagt: Worin soll denn unsere Umkehr bestehen? -
8 Darf der Mensch Gott berauben? Denn ihr beraubt mich. Doch ihr sagt: Wobei berauben wir dich? - Bei dem Zehnten und bei der Abgabe!
9 Dem Fluch seid ihr verfallen, doch ihr beraubt mich weiter, ihr, das ganze Volk.
10 Bringt den ganzen Zehnten ins Vorratshaus, damit in meinem Haus Nahrung vorhanden ist! Ja, stellt mich auf die Probe damit, spricht der HERR der Heerscharen, ob ich euch dann nicht die Schleusen des Himmels öffne und Segen im Übermaß auf euch herabschütte.
11 Den Fresser wehre ich von euch ab, damit er euch die Frucht des Ackers nicht vertilgt und damit euch der Weinstock auf dem Feld nicht ohne Ertrag bleibt, spricht der HERR der Heerscharen.
12 Dann werden alle Völker euch glücklich preisen; denn ihr seid ein glückliches Land, spricht der HERR der Heerscharen.
13 Was ihr über mich sagt, ist kühn, spricht der HERR. Doch ihr fragt: Was sagen wir denn über dich?
14 Ihr sagt: Es hat keinen Sinn, Gott zu dienen. Was haben wir davon, wenn wir auf seine Anordnungen achten und vor dem HERRN der Heerscharen in Trauergewändern umhergehen?
15 Darum preisen wir die Überheblichen glücklich, denn die Frevler haben Erfolg; sie stellen Gott auf die Probe und kommen doch straflos davon.
16 Darüber redeten die miteinander, die den HERRN fürchten. Der HERR horchte auf und hörte hin. Und man schrieb vor ihm ein Buch, das alle in Erinnerung hält, die den HERRN fürchten und seinen Namen achten.
17 Sie werden an dem Tag, den ich herbeiführe - spricht der HERR der Heerscharen - , mein besonderes Eigentum sein. Ich werde gut zu ihnen sein, wie ein Mann gut ist zu seinem Sohn, der ihm dient.
18 Dann werdet ihr wieder den Unterschied sehen zwischen dem Gerechten und dem Frevler, zwischen dem, der Gott dient, und dem, der ihm nicht dient.
19 Denn seht, der Tag kommt, er brennt wie ein Ofen: Da werden alle Überheblichen und alle Frevler zu Spreu und der Tag, der kommt, wird sie verbrennen, spricht der HERR der Heerscharen. Weder Wurzel noch Zweig wird ihnen dann bleiben.
20 Für euch aber, die ihr meinen Namen fürchtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen und ihre Flügel bringen Heilung. Ihr werdet hinausgehen und Freudensprünge machen wie Kälber, die aus dem Stall kommen.
21 Und ihr werdet die Ruchlosen zertreten, sodass sie unter euren Fußsohlen zu Asche werden, an dem Tag, den ich herbeiführe, spricht der HERR der Heerscharen.
22 Gedenkt der Weisung meines Knechtes Mose; am Horeb habe ich ihm Gesetze und Rechtsentscheide übergeben, die für ganz Israel gelten.
23 Bevor aber der Tag des HERRN kommt, der große und furchtbare Tag, seht, da sende ich zu euch den Propheten Elija.
24 Er wird das Herz der Väter wieder den Söhnen zuwenden und das Herz der Söhne ihren Vätern, damit ich nicht komme und das Land schlage mit Bann.
1 Oder: Ihr seid (darum) noch nicht am Ende, ihr Nachkommen von Jakob!
2 Wörtlich: Gerechtigkeit.
3 w. zur Lüge Schwörenden. - LXX: die in meinem Namen falsch Schwörenden
4 o. im Gericht unterdrücken; o. abweisen
5 d. h. aufgehört, euch zu verändern; andere üs.: aber ihr habt nicht aufgehört, Jakobs Söhne zu sein
6 o. Wieso
7 o. betrügen; viell. steht hinter der Verwendung des Wortes eine Anspielung auf den Namen Jakob, d. i. Betrüger; so auch im Folgenden
8 o. Wieso
9 Abgaben, die nach 2Mo 29,27 und 4Mo 15,19-21; 18,24-29 von den Erzeugnissen des Feldes und des Viehs erhoben wurden.
10 o. Im Zehnten und im Hebopfer - mit dem Fluch seid ihr verflucht - beraubt ihr mich, ihr, die ganze Nation.
11 w. bis zum Mangel an Ausreichendem; nämlich an ausreichendem Platz
12 d. i. eine Heuschreckenart
13 d. h. an dem man (o. an dem Gott) Wohlgefallen hat
14 w. Sie wurden sogar noch aufgebaut
15 LXX: und Zuflucht suchen in seinem Namen
16 o. dem Gottlosen
17 w. in
18 w. Kälber des Anbindungsortes; d. h. aus dem Maststall freigelassene Kälber
19 o. Denkt an die Weisung
20 w. über
21 o. das Gesetz meines Knechtes Mose, das ich ihm am Horeb für ganz Israel in Form von Ordnungen und Rechtsbestimmungen geboten habe
22 d. h. damit ich nicht, wenn ich komme, den Bann an dem Land vollstrecken muss
1 »Siehe! Ich sende meinen Boten, damit er mir den Weg ebnet. Dann wird der Herr, den ihr sucht, unverhofft in seinen Tempel kommen. Der Bote des Bundes, auf den ihr so sehnsüchtig wartet, kommt«, spricht der Herr, der Allmächtige.
2 »Doch wer wird es ertragen, wenn er kommt? Wer kann bestehen, wenn er erscheint? Denn er wird sein wie das Feuer im Schmelzofen oder wie die Lauge, die man zum Waschen benutzt.
3 Er wird sitzen und das Silber schmelzen und reinigen. Er wird die Leviten reinigen und sie läutern wie Gold oder Silber, sodass sie dem Herrn Opfer bringen, die ihm gefallen.
4 Dann werden dem Herrn die Opfer Judas und Jerusalems wieder gefallen, so wie es früher einmal der Fall war.
5 Und ich werde kommen, um euch zu richten. Ich werde als Zeuge gegen die Zauberer, die Ehebrecher und die Lügner auftreten und gegen diejenigen, die Arbeiter um ihren Lohn bringen und die Witwen, Waisen und Ausländer unterdrücken, denn sie haben keinen Respekt vor mir«, spricht der allmächtige Herr.

Aufforderung zur Umkehr

6 »Denn ich bin der Herr und ich habe mich nicht geändert. Und ihr, ihr Nachkommen Jakobs, seid noch immer Jakobs Nachkommen.
7 Wie eure Väter habt ihr meine Gebote nicht gehalten und ihnen nicht gehorcht. Kehrt um zu mir, dann werde ich mich auch euch zuwenden«, spricht der allmächtige Herr. »Doch ihr fragt: `Warum sollen wir umkehren?´
8 Darf ein Mensch Gott betrügen? Ihr habt mich betrogen! Und dann fragt ihr noch: `Womit sollen wir dich betrogen haben?´ Mit dem Zehnten und den Abgaben1.
9 Ihr seid verflucht, denn das ganze Volk hat mich betrogen.
10 Bringt den kompletten zehnten Teil eurer Ernte ins Vorratshaus, damit es in meinem Tempel genügend Nahrung gibt. Stellt mich doch damit auf die Probe«, spricht der allmächtige Herr, »ob ich nicht die Fenster des Himmels für euch öffnen und euch mit unzähligen Segnungen überschütten werde!
11 Euretwegen werde ich den Fresser2 bedrohen, damit er euch nicht mehr um eure Ernte bringt und damit der Weinstock auf dem Feld wieder Früchte trägt«, spricht der allmächtige Herr.
12 »Dann werden euch alle Völker beglückwünschen, denn euer Land wird ein Land sein, das Gott gefällt«, spricht der allmächtige Herr.

Der Herr verspricht Barmherzigkeit

13 »Ihr habt mich mit euren Worten beleidigt«, spricht der Herr. »Doch ihr fragt: `Was haben wir denn gegen dich gesagt?´
14 Ihr sagt: `Welchen Wert hat es, Gott zu dienen? Was haben wir davon, dass wir seine Gebote befolgen und unsere falschen Wege vor dem Herrn, dem Allmächtigen, bereuen?
15 Den Gottlosen geht es viel besser: Obwohl sie Böses tun, geht es ihnen gut; ja, sie stellten Gott auf die Probe und wurden trotzdem nicht bestraft.´«
16 Da unterhielten sich die, die den Herrn achteten, miteinander, und der Herr bemerkte es und hörte ihnen zu. Und er ließ alle, die Ehrfurcht vor ihm hatten und seinen Namen achteten, in ein Buch eintragen, um sich an sie zu erinnern.
17 »An dem Tag, an dem ich handle, werden sie mir gehören«, spricht der allmächtige Herr. »Ich werde sie verschonen, wie ein Vater sein Kind verschont, das ihn achtet.
18 Dann werdet ihr den Unterschied zwischen den Gerechten und den Gottlosen, zwischen denen, die Gott dienen, und denen, die dies nicht tun, erkennen.

Der Tag des Gerichts steht bevor

19 Der Tag kommt, der wie ein Feuer brennt. Dann werden alle Hochmütigen und Gottlosen wie Stroh sein, das der kommende Tag verbrennt«, spricht der Herr, der Allmächtige. »Weder Zweige noch Wurzeln wird er von ihnen übrig lassen.
20 Für euch aber, die ihr meinen Namen achtet, wird die Sonne der Gerechtigkeit aufgehen, und ihre Strahlen werden Heilung bringen. Ihr werdet hinausgehen und vor Freude hüpfen wie Kälber, die auf die Weide gelassen werden.
21 An dem Tag, an dem ich handle, werdet ihr die Gottlosen zertreten, ja, wie werden Staub unter euren Füßen«, spricht der allmächtige Herr.
22 »Denkt an die Anweisungen, Gebote und Vorschriften, die ich meinem Diener Mose am Horeb3 für ganz Israel gab.
23 Doch bevor der große und schreckliche Tag des Herrn kommt, sende ich euch den Propheten Elia.
24 Er wird die Herzen der Väter ihren Kindern und die Herzen der Kinder ihren Vätern zuwenden, damit ich bei meinem Kommen nicht das Land vernichten muss.«
1 3,8 Vgl. 4. Mose 18,24-29.
2 3,11 Hierbei handelt es sich um eine Heuschreckenart.
3 3,22 Ein anderer Name für Sinai.
4 o. im Gericht unterdrücken; o. abweisen
5 d. h. aufgehört, euch zu verändern; andere üs.: aber ihr habt nicht aufgehört, Jakobs Söhne zu sein
6 o. Wieso
7 o. betrügen; viell. steht hinter der Verwendung des Wortes eine Anspielung auf den Namen Jakob, d. i. Betrüger; so auch im Folgenden
8 o. Wieso
9 Abgaben, die nach 2Mo 29,27 und 4Mo 15,19-21; 18,24-29 von den Erzeugnissen des Feldes und des Viehs erhoben wurden.
10 o. Im Zehnten und im Hebopfer - mit dem Fluch seid ihr verflucht - beraubt ihr mich, ihr, die ganze Nation.
11 w. bis zum Mangel an Ausreichendem; nämlich an ausreichendem Platz
12 d. i. eine Heuschreckenart
13 d. h. an dem man (o. an dem Gott) Wohlgefallen hat
14 w. Sie wurden sogar noch aufgebaut
15 LXX: und Zuflucht suchen in seinem Namen
16 o. dem Gottlosen
17 w. in
18 w. Kälber des Anbindungsortes; d. h. aus dem Maststall freigelassene Kälber
19 o. Denkt an die Weisung
20 w. über
21 o. das Gesetz meines Knechtes Mose, das ich ihm am Horeb für ganz Israel in Form von Ordnungen und Rechtsbestimmungen geboten habe
22 d. h. damit ich nicht, wenn ich komme, den Bann an dem Land vollstrecken muss
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