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Gute Nachricht Bibel

Gott hasst zweierlei Gewicht

1 Der Wein macht zum Großmaul und das Bier zum Krakeeler; wer sich ständig betrinkt, wird niemals weise.
2 Ein König ist so bedrohlich wie ein knurrender Löwe; seinen Zorn zu wecken wäre Selbstmord.
3 Es ehrt einen Mann, sich aus einem Streit herauszuhalten; nur ein Dummkopf stürzt sich hinein.
4 Im Herbst mag der Faulpelz nicht pflügen; später will er ernten und kann nichts finden.
5 Guter Rat liegt tief im Menschenherzen wie Wasser in einem Brunnen; wer Verstand hat, holt ihn herauf.
6 Viele reden von ihrer Treue; aber finde mal einen Menschen, auf den Verlass ist!
7 Wer rechtschaffen ist und untadelig lebt, dessen Kinder können von Glück reden!1
8 Wenn der König Gericht hält, findet sein Blick jeden Verbrecher heraus.
9 Welcher Mensch kann von sich behaupten: »Ich habe ein reines Gewissen, ich bin meine Fehler losgeworden«?
10 Zweierlei Maß, zweierlei Gewicht: Der Herr hasst beides.
11 Schon einen jungen Menschen erkennst du an seinen Taten; du siehst daran, ob er Charakter hat.
12 Das Ohr ist zum Hören und das Auge zum Sehen, dazu hat der Herr beide geschaffen.
13 Liebst du den Schlaf, so bist du bald arm. Mach die Augen früh auf, dann hast du immer satt zu essen!
14 »Viel zu teuer!«, sagt der Käufer; doch wenn er weggeht, reibt er sich die Hände.
15 Gold und edle Steine gibt es haufenweise, aber einsichtsvolle Worte sind eine Seltenheit.
16 Wenn einer so dumm war, für einen Fremden zu bürgen, dann nimm ruhig sein Obergewand als Pfand, wenn er von dir etwas borgen will.2
17 Wer von Betrug lebt, findet anfangs Geschmack daran; aber hinterher hat er den Mund voll Sand.
18 Durch Beratung kommen Pläne zum Ziel; wenn du in den Kampf ziehen willst, brauchst du einen guten Plan.
19 Wer jedes Gerücht weiterträgt, plaudert auch Geheimnisse aus. Darum meide Leute, die zu viel reden!
20 Wenn du deinen Vater oder deine Mutter verfluchst, wird es dir ergehen wie einem, dessen Lampe in dunkelster Nacht erlöscht.
21 Wenn du zu schnell nach deinem Erbe greifst, bringt es dir am Ende kein Glück.
22 Nimm dir nicht vor, erlittenes Unrecht selber zu vergelten! Vertrau auf den Herrn, er wird dir Recht verschaffen!
23 Der Herr hasst zweierlei Gewicht, und falsche Waage heißt er nicht gut.
24 Der Herr bestimmt jeden unserer Schritte. Wie kann ein Mensch wissen, welche Richtung sein Leben nimmt?3
25 Wenn du Gott etwas versprichst und erst dann überlegst, wie du es erfüllen kannst, begibst du dich in eine ausweglose Falle.
26 Ein weiser König findet die Verbrecher heraus und bestraft sie ohne Erbarmen.
27 Der Lebensgeist ist die Lampe des Herrn;4 mit ihr durchleuchtet er das Menschenherz und seine Gedanken.5
28 Gottes Güte und Treue beschützen den König, und durch Güte festigt der König seine Herrschaft.
29 Junge Männer können stolz sein auf ihre Kraft und die Alten auf ihr graues Haar.
30 Striemen sind ein Heilmittel gegen die Bosheit, Schläge bessern den Charakter.6
1 Vgl. Ps 112,1-2.
2 Wer durch eine unbedachte Bürgschaft in Schwierigkeiten kommt, verdient nicht einmal die Schonung, die das Gesetz den Armen gewährt (Ex 22,25-26; Dtn 24,12-13). Vgl. die Anmerkung zu 6,1.
3 Die Weisheit im Umkreis des alten Israels lehrt: Der Mensch hat sein Glück selbst in der Hand; vgl. 3,13-17. Dem wird hier entgegengehalten, dass es letzten Endes von Gott abhängt, ob der Weg des Menschen zum erwarteten Erfolg führt.
4 H eine Lampe des Herrn.
5 das Menschenherz ...: wörtlich alle Kammern des Körpers.
6 den Charakter: wörtlich die Kammern des Körpers.
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