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Gute Nachricht Bibel

Erweiterung Israels über die Grenzen des Davidsreiches hinaus

1 Prophetische Botschaft: Das Wort des Herrn hat das Land Hadrach erreicht,1 es wohnt in Damaskus; denn auf den Herrn richten sich die Blicke aller Menschen und der Stämme Israels.
2 Es ist ins angrenzende Hamat gelangt und es kommt bis nach Tyrus und Sidon, wo die Leute so überaus klug sind.
3 Tyrus hat sich mit mächtigen Mauern umgeben, es hat Berge von Gold und Silber aufgehäuft;
4 aber der Herr wird ihm seine Schätze wegnehmen und seine Mauern ins Meer stürzen;2 die Stadt wird zum Opfer der Flammen.
5 Die Philister in den Städten Aschkelon, Gaza und Ekron werden davon hören und vor Angst vergehen, weil sie nun keinen Beschützer mehr haben. Der König wird aus Gaza verschwinden, Aschkelon wird entvölkert,
6 in Aschdod werden Fremde angesiedelt. »Ich mache ein Ende mit der Überheblichkeit der Philister«, sagt der Herr.
7 Er reißt ihnen die blutigen Fleischstücke aus den Zähnen und das Fleisch der Tiere, die er verabscheut.3 Dann zählt der Überrest der Philister zum Volk unseres Gottes, sie werden zu einer Sippe in Juda, und die Leute von Ekron werden so unter ihnen wohnen wie die Jebusiter in Jerusalem.
8 »Ich selbst«, sagt der Herr, »stelle mich als Wache vor mein Haus und meine Stadt, sodass kein fremder Herrscher mit seinem Heer mehr dort einfällt. Ich selbst kümmere mich jetzt um mein Volk.«

Der Friedenskönig zieht in Jerusalem ein

9 Freu dich, du Zionsstadt! Jubelt laut, ihr Bewohner Jerusalems! Seht, euer König kommt zu euch! Er bringt Gerechtigkeit, Gott steht ihm zur Seite.4 Demütig ist er vor seinem Gott. Er reitet auf einem Esel, auf einem starken Eselshengst.5
10 Er schafft die Pferde und Streitwagen ab in Jerusalem und ganz Israel, auch die Kriegsbogen werden zerbrochen. Er stiftet Frieden unter den Völkern. Von Meer zu Meer reicht seine Herrschaft, vom Eufratstrom bis zu den Enden der Erde.

Was dem Einzug des Friedenskönigs vorangeht

11 »Hört«, sagt der Herr, »ich werde eure Gefangenen aus dem Kerker holen, aus der wasserlosen Grube,6 so gewiss ich mit euch meinen Bund geschlossen und mit Opferblut besiegelt habe.7
12 Kehrt zurück zur befestigten Stadt, ihr Gefangenen, eure Hoffnung wird nicht enttäuscht! Die Zusage gilt noch immer: ›Ich werde euch voll8 entschädigen.‹
13 Ich selbst werde gegen das Heer der Griechen antreten:9 Die Männer von Juda sind mein Bogen, die Männer von Efraïm meine Pfeile und die von Jerusalem mein Schwert, das ich gegen die Feinde schwinge.«
14 Ja, der Herr wird über dem ausziehenden Heer seines Volkes erscheinen: Sein Pfeil fährt dahin wie der Blitz; donnernd stößt er ins Horn; er fegt einher im Sturm aus dem Süden.
15 Der Herr, der Herrscher der Welt,10 wird sein Volk beschützen. Seine Krieger werden die Schleudersteine auffangen11 und zu Boden treten, sie werden von Blut betrunken sein wie von Wein, sie werden von Feindesblut überströmt sein wie Opferschalen, wie die Ecken des Opferaltars.
16 An jenem Tag wird der Herr, der Gott Israels, die Seinen retten, denn sie sind seine Herde. Wie funkelnde Edelsteine werden sie das Land zieren.
17 Wie herrlich wird das sein! Die Kinder werden zu blühenden jungen Leuten heranwachsen, weil das Land so viel Korn und Wein hervorbringt.
1 Es geht nicht um Mission, sondern um Besitzergreifung (vgl. die Grenzen Israels nach Jos 13,1-6).
2 und seine Mauern ...: andere mögliche Übersetzung und seine Macht/Streitmacht (d.h. Flotte) auf dem Meer zerschlagen.
3 Die Philister werden dem Gottesvolk voll eingegliedert. Bedingung dafür ist die Beachtung der Nahrungsvorschriften des Gesetzes (siehe Lev 11; 17,10-14 und Sacherklärungen »« und »«. Zu Jebusiter vgl. Jos 15,63.
4 Gott steht ...: wörtlich Er ist einer, dem geholfen wird; die Wiedergabe im Neuen Testament (Mt 21,5) entspricht den alten Übersetzungen: Er ist ein Helfer.
5 auf einem starken ...: wörtlich auf einem Hengst, dem Sohn einer Eselin. Die alten Übersetzungen und Mt 21,5 haben Hengst als Fohlen gedeutet; Sohn bezeichnet im Hebräischen nicht das jugendliche Alter, sondern die Abstammung.
6 Wasserlose Zisternen wurden oft als zeitweiliges Gefängnis benutzt; vgl. Gen 37,20-24; Jer 37,7-9.
7 Gedacht ist an den Bundesschluss von Ex 24,8.
8 voll: wörtlich doppelt. Das ist nach israelitischem Recht die übliche Entschädigung; vgl. Ex 22,3.6.8.
9 Überraschend sehen wir uns aus der Perserzeit (Kap 1–8) in die Zeit Alexanders d. Gr. und seiner Nachfolger versetzt, als Judäa unter griechischer Vorherrschaft stand und (wie einst zwischen Ägypten und Assyrien/Babylonien) zum Zankapfel zwischen dem Ptolemäer- und dem Seleuzidenreich geworden war.
10 Wörtlich Der Herr Zebaot; entsprechend in 10,3.
11 auffangen: wörtlich fressen. Deutung unsicher.
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