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Gute Nachricht Bibel

Gott, ich gehöre zu dir!

1 Ein Lied Asafs. Ich weiß es: Gott ist gut zu Israel, zu allen, die ihm mit ganzem Herzen gehorchen.
2 Doch beinahe wäre ich irregeworden, ich wäre um ein Haar zu Fall gekommen:
3 Ich war eifersüchtig auf die Menschen, die nicht nach dem Willen Gottes fragen; denn ich sah, dass es ihnen so gut geht.
4 Ihr Leben lang kennen sie keine Krankheit, gesund sind sie und wohlgenährt.
5 Sie verbringen ihre Tage ohne Sorgen und müssen sich nicht quälen wie andere Leute.1
6 Ihren Hochmut tragen sie zur Schau wie einen Schmuck, ihre Gewalttätigkeit wie ein kostbares Kleid.
7 Ihr Luxusleben verführt sie zur Sünde,2 ihr Herz quillt über von bösen Plänen.
8 Ihre Reden sind voll von Spott und Verleumdung, mit großen Worten schüchtern sie die Leute ein.
9 Sie reißen das Maul auf und lästern den Himmel, ihre böse Zunge verschont nichts auf der Erde.
10 Darum läuft das Volk Gottes ihnen nach und lauscht begierig auf ihr Geschwätz.3
11 »Gott merkt ja doch nichts!«, sagen sie. »Was weiß der da oben von dem, was hier vorgeht?«
12 So sind sie alle, die Gott verachten; sie häufen Macht und Reichtum und haben immer Glück.
13 Es war ganz umsonst, Herr, dass ich mir ein reines Gewissen bewahrte und wieder und wieder meine Unschuld bewies.
14 Ich werde ja trotzdem täglich gepeinigt, ständig bin ich vom Unglück verfolgt.
15 Aber wenn ich so reden wollte wie sie, würde ich alle verraten, die zu dir gehören.4
16 Ich mühte mich ab, das alles zu verstehen, aber es schien mir ganz unmöglich.
17 Doch dann kam ich in dein Heiligtum. Da erkannte ich, wie es mit ihnen ausgeht:5
18 Du stellst sie auf schlüpfrigen Boden; du verblendest sie, damit sie stürzen.
19 Ganz plötzlich ist es aus mit ihnen, sie alle nehmen ein Ende mit Schrecken.
20 Herr, wenn du aufstehst, verschwinden sie wie die Bilder eines Traumes beim Erwachen.
21 Als ich verbittert war und innerlich zerrissen,
22 da hatte ich den Verstand verloren, wie ein Stück Vieh stand ich vor dir.
23 Und dennoch gehöre ich zu dir!6 Du hast meine Hand ergriffen und hältst mich;
24 du leitest mich nach deinem Plan und holst mich am Ende in deine Herrlichkeit.
25 Wer im Himmel könnte mir helfen, wenn nicht du? Was soll ich mir noch wünschen auf der Erde? Ich habe doch dich!
26 Auch wenn ich Leib und Leben verliere, du, Gott, hältst mich; du bleibst mir für immer!7
27 Wer sich von dir entfernt, geht zugrunde; wer dir untreu wird, den vernichtest du.
28 Ich aber setze mein Vertrauen auf dich, meinen Herrn; dir nahe zu sein ist mein ganzes Glück. Ich will weitersagen, was du getan hast.
1 Zur Zeit der Abfassung des Psalms galt nach allgemeinem Verständnis Wohlergehen als Beweis für ein gottgefälliges Leben, während Leiden als Strafe für Schuld angesehen wurde. Wenn einer Gott gehorchte und trotzdem ins Unglück geriet, kam er ins Zweifeln und Fragen, um so mehr, wenn es dem Bösen gutging.
2 So mit G; H Ihr Auge tritt aus dem Fett hervor.
3 Wörtlich und Wasser in Fülle wird von ihnen geschlürft.
4 Wörtlich würde ich die Generationen deiner Söhne verraten.
5 An dem Ort, an dem Gott gegenwärtig ist, geht dem Beter eine Wahrheit auf, in deren Licht sich für ihn die Widersprüche des Lebens lösen.
6 Luthers »Dennoch bleibe ich stets an dir« entspricht nicht dem hebräischen Text. Es geht nicht um Glaubenstrotz, sondern um die Feststellung einer Tatsache: Der Beter gehört zu Gott, und Gott hält ihn fest.
7 Die Verse 24-26 durchbrechen das im Alten Testament übliche Denken, für das mit dem Tod alles zu Ende ist; vgl. Ps 6,6 und Vergleichsstellen dazu. Viele Ausleger sehen hier ein Aufleuchten der neuen Erkenntnis, dass Gott das Leben der Seinen über den Tod hinaus bewahrt.
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