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Gute Nachricht Bibel

Unter der Last von Krankheit und Schuld

1 Ein Lied Davids, um sich bei Gott in Erinnerung zu bringen.
2 Herr, du bist zornig auf mich. Aber nimm die Strafe von mir, peinige mich nicht länger!
3 Deine Pfeile bohren sich in mich hinein und deine Hand drückt mich zu Boden.
4 An meinem ganzen Körper ist nichts Gesundes mehr zu sehen und keins von meinen Gliedern ist heil. Das ist deine Antwort auf meine Schuld; du zeigst mir damit, wie sehr du mir zürnst!
5 Meine Schuld ist mir über den Kopf gewachsen; sie wiegt zu schwer, ich kann sie nicht mehr tragen.
6 Ich war so töricht, dich nicht ernst zu nehmen. Darum eitern meine Wunden und riechen widerlich.1
7 Gebeugt von Schmerzen, zerschlagen und voll Kummer schleppe ich mich von einem Tag zum andern.
8 Tief in mir fühle ich das Fieber brennen, am ganzen Körper ist kein heiler Fleck.
9 Mit meiner Kraft bin ich völlig am Ende, die Qual ist zu groß, ich kann nur noch schreien.
10 Du weißt, wonach ich mich sehne, Herr! Du hast doch all mein Stöhnen gehört!
11 Mein Herzschlag flattert, meine Kraft ist fort, selbst meine Augen versagen mir den Dienst.
12 Die Freunde und Nachbarn meiden mich, sie fürchten sich vor meinem Unglück. Auch meine Nächsten sind nun fern von mir.
13 Man will mir ans Leben, stellt mir Fallen; man wünscht mir Unheil, redet, was mir schadet, verleumdet mich den ganzen Tag.
14 Ich aber stelle mich taub, als hörte ich nichts, mein Mund bleibt stumm, als könnte ich nicht reden.
15 Ich bin wie einer, der nicht hören kann und deshalb keine Antwort gibt.
16 Denn ich verlasse mich auf dich, mein Gott und Herr; du wirst an meiner Stelle Antwort geben.2
17 Ich möchte nicht, dass sie mein Unglück feiern, dass sie sich überheben, wenn ich strauchle.
18 Denn es fehlt nicht mehr viel zu meinem Sturz; meine Schmerzen erinnern mich ständig daran.
19 Ich gestehe es: Ich habe gesündigt. Ich finde keine Ruhe wegen meiner Schuld.
20 Doch meine Todfeinde sind stark und mächtig; viele sind es, die mich grundlos hassen.
21 Gutes vergelten sie mir mit Bösem, sie feinden mich an, weil ich das Gute suche.
22 Herr, lass mich nicht im Stich, bleib nicht fern von mir, mein Gott!
23 Komm, hilf mir bald, Herr, du mein Retter!
1 Ein Schwerkranker bringt seine Not vor Gott. Als Grund für seine Krankheit nennt er seine Schuld, auch wenn er keine konkreten Verfehlungen aufzählt. Außerdem klagt er über Verlassenheit und Anfeindungen (Verse 12-13).
2 Weil der Beter um seine Schuld weiß, bleibt er allen Herausforderungen gegenüber stumm und überlässt es Gott, die Antwort zu geben. An sich selbst möchte er verzweifeln, nicht aber an seinem Gott.
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