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Gute Nachricht Bibel

Warum greift Gott nicht ein?

1 1Warum bist du so weit weg, Herr? Warum verbirgst du dich vor uns? Wir sind vor Elend am Ende!
2 Schamlose Schurken stellen den Armen nach und fangen sie in heimtückischen Fallen.
3 Sie geben auch noch damit an, dass sie so unersättlich sind. Nichts zählt bei ihnen, nur ihr Gewinn. Sie danken dir nicht, Gott, sie lästern dich nur!
4 In ihrem Größenwahn reden sie sich ein: »Wie sollte Gott uns zur Rechenschaft ziehen? Wo er doch gar nicht existiert!« Weiter reicht ihr vermessenes Denken nicht.
5 Sie tun, was sie wollen, und alles gelingt. Ob du sie verurteilst, berührt sie nicht; du bist ja so fern dort oben! Sie lachen spöttisch über jeden Gegner.
6 »Was soll uns erschüttern?«, sagen sie. »An uns geht jedes Unglück vorüber; so war es immer, so bleibt es auch!«2
7 Sie fluchen, sie lügen und drohen, was sie reden, bringt Verderben und Unheil.
8 Im Hinterhalt liegen sie nah bei den Dörfern, warten auf Leute, die nichts Böses ahnen, heimlich ermorden sie schuldlose Menschen.
9 Sie liegen und lauern wie Löwen im Dickicht, sie spähen nach hilflosen Opfern aus und fangen sie ein mit ihren Netzen.
10 Sie ducken sich, werfen sich auf die Armen und stoßen sie nieder mit roher Gewalt.
11 Bei alledem sagen diese Verbrecher: »Gott fragt nicht danach, er sieht niemals her, er will von uns gar nichts wissen.«
12 Steh auf, Herr! Greif doch ein, Gott! Vergiss nicht die Schwachen, nimm sie in Schutz!
13 Lass nicht zu, dass die Schurken dich missachten! Warum dürfen sie sagen: »Er straft uns ja nicht«?
14 Aber du bist nicht blind! Du siehst all das Leiden und Unheil und du kannst helfen. Darum kommen die Schwachen und Waisen zu dir und vertrauen dir ihre Sache an.
15 Zerschlage die Macht der Unheilstifter, rechne mit ihnen ab, mach dem Verbrechen ein Ende!
16 Du, Herr, bist König für immer und ewig. Die Fremden, die nichts von dir wissen wollen, müssen aus deinem Land verschwinden.3
17 Du nimmst die Bitten der Armen an, du hörst ihr Rufen, Herr, du machst ihnen Mut.
18 Den Waisen und Unterdrückten verschaffst du Recht und lässt keinen Menschen mehr Schrecken verbreiten auf der Erde.
1 Die Psalmen 9 und 10 bilden im hebräischen Text eine Einheit.
2 Dass den Menschen, die Gott missachten, anscheinend alles gelingt, weil Gott nichts gegen sie unternimmt, war für die Frommen eine schwere Anfechtung.
3 Die Fremden sollen verschwinden, nicht weil sie keine Israeliten sind, sondern weil sie mit ihrem Götzendienst die Israeliten an Gott irremachen könnten.
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