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Gute Nachricht Bibel

Der unbequeme Mahner

1 Weh denen, die nachts wach liegen und Böses ausbrüten, um es früh am Morgen auszuführen, weil sie die Macht haben!
2 Wollen sie ein Stück Land, so rauben sie es; gefällt ihnen ein Haus, so nehmen sie es. Rücksichtslos unterdrücken sie die Leute und nehmen ihnen ihr Eigentum weg.
3 Darum sagt der Herr: »Auch ich denke mir Böses aus gegen eure ganze Sippschaft! Ich lege euch ein Joch auf den Nacken, damit ihr den Kopf nicht mehr so hoch tragen könnt. Es warten schlimme Zeiten auf euch!«
4 Dann werden sie euch verspotten und euer Klagegeschrei nachäffen: »Unser Ende ist gekommen, Gott gab Fremden unser Land. Alles haben sie genommen, nichts mehr blieb in unserer Hand!«
5 Wenn das Land neu verteilt wird, werdet ihr leer ausgehen. In der Gemeinde des Herrn wird es niemand geben, der für euch noch einen Acker ausmisst.
6 »Hör auf mit dem Gesabber«, so sabbern diese Leute.1 »So darf ein Prophet nicht reden! Deine Beschimpfung trifft uns nicht!
7 So spricht man nicht zu den Nachkommen Jakobs. Der Herr verliert nicht die Geduld mit uns,2 das ist nicht seine Art!« Was wollt ihr denn? Ich verkünde doch Gutes – für den, der krumme Wege meidet!
8 Der Herr sagt: »Erst gestern wieder sind die führenden Kreise in meinem Volk als Feinde gegen mich aufgetreten! So macht ihr es: Wenn ein Schuldner nichts ahnend an euch vorübergeht und keinen Streit sucht, entreißt ihr ihm vor aller Augen sein Letztes, das Obergewand, und stellt ihn damit bloß.3
9 Die Frauen treibt ihr vom heimatlichen Herd und bringt ihre Kinder um das väterliche Erbe.4
10 Fort mit euch, in diesem Land findet ihr keine Ruhe mehr! Denn ihr habt es mit euren Verbrechen unrein gemacht und werdet einen schrecklichen Untergang erleben.«
11 Soll ich etwa den Mantel nach dem Wind hängen, soll ich lügen, dass sich die Balken biegen, soll ich prophezeien, dass es Wein und Bier in Strömen regnet? Das wäre ein Prophet nach dem Geschmack dieses Volkes!5

Zukünftige Rettung

12 Der Herr sagt: »Ich hole euch zusammen, ihr Nachkommen Jakobs! Ich versammle alles, was von Israel übrig geblieben ist; ich bringe euch zusammen wie Schafe im schützenden Pferch,6 wie eine Herde auf der Weide,7 und es wird im Land nur so wimmeln von Menschen.«
13 Ein starker Held wird sie anführen, mit ihm an der Spitze brechen sie hervor. Der Herr ist dieser Held, als ihr König zieht er ihnen voran.
1 Anspielung auf den Speichelfluss als Begleiterscheinung ekstatischer Prophetenrede (siehe Sacherklärung »«).
2 Die Gegner berufen sich auf Ex 34,6. Die gleiche falsche Sicherheit in 3,11.
3 Deutung unsicher; wörtlich: Gegenüber einem Obergewand entkleidet ihr der Ehre die, die im Gefühl der Sicherheit vorübergehen und vom Streit abgewandt sind.
4 das väterliche Erbe: Deutung unsicher: wörtlich meine Zier für immer.
5 Micha wendet sich dagegen, dass dem Volk unter Berufung auf Gott eingeredet wird, es brauche Michas Warnungen nicht ernst zu nehmen.
6 Schafe im (schützenden) Pferch: mit alten Übersetzungen; H Schafe von Bozra.
7 Weide: mit alten Übersetzungen; H unverständlich.
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