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Gute Nachricht Bibel

Wahres und falsches Priestertum

1 »Deshalb spreche ich jetzt mein Urteil über euch Priester«, sagt der Herr, der Herrscher der Welt.1
2 »Wenn ihr nicht meine Warnung zu Herzen nehmt und meinem Namen die Ehre gebt, werde ich den Fluch gegen euch schleudern und euch Unglück schicken. Den Segen, den ihr euren Kindern zusprecht, werde ich zum Fluch machen – ja, ich mache das bestimmt, weil ihr meine Warnungen ja doch nicht zu Herzen nehmt.
3 Ich stürze eure Nachkommen ins Unglück. Ich schleudere euch den Kot eurer Opfertiere ins Gesicht und ihr werdet auf den Abfallhaufen geworfen, der sich von euren Opferfesten angesammelt hat.
4 Dann werdet ihr erkennen: Ich, der Herr, der Herrscher der Welt, habe dieses Urteil an euch vollstreckt, damit mein Bund mit den Nachkommen von Levi weiterbestehen kann.
5 Darin besteht mein Bund mit ihnen: Ich gab ihnen Leben und Wohlergehen und sie erwiesen mir Ehre. Meine Nähe erfüllte sie mit Furcht und Zittern.
6 Sie verkündeten dem Volk meine Weisungen unverfälscht und gaben zuverlässig Auskunft; sie versahen ihren Dienst in ganzer Treue und in engster Verbindung mit mir. So bewahrten sie viele Menschen davor, Schuld auf sich zu laden.
7 Denn das ist der Auftrag der Priester: Sie sollen mein Gesetz verkünden und wer Rat sucht, soll bei ihnen Rat finden; sie sind Botschafter des Herrn, des Herrschers der Welt.
8 Ihr aber seid von meinem Weg abgewichen und habt viele in die Irre geführt mit euren falschen Weisungen.2 So habt ihr den Bund gebrochen, den ich mit den Nachkommen von Levi geschlossen habe. Darum sage ich, der Herrscher der Welt:
9 Weil ihr mein Gesetz missachtet und euch bei euren Weisungen nach Rang und Stand der Menschen richtet, die zu euch kommen, darum strafe auch ich euch mit Verachtung; ihr sollt in Schande dastehen vor dem ganzen Volk.«

Unerlaubte Ehen und Ehescheidungen

10 Haben wir nicht alle denselben Vater? Hat nicht der eine Gott uns alle geschaffen? Warum handeln wir dann treulos aneinander und entweihen so den Bund, den Gott mit unseren Vorfahren geschlossen hat?
11 In Jerusalem und im ganzen Land ist Abscheuliches geschehen: Männer von Juda haben Gott die Treue gebrochen, sie haben Frauen geheiratet, die fremde Götter verehren, und haben damit den Tempel des Herrn entweiht, den er liebt.
12 Wer so etwas tut, dessen Nachkommen sollen aus dem Volk Jakobs ausgerottet werden; er soll keine Söhne haben, die ihm beistehen und für ihn eintreten und dem Herrn, dem Herrscher der Welt, Opfer darbringen.
13 Aber noch etwas Zweites muss ich euch vorhalten: Ihr überschwemmt den Altar des Herrn mit Tränen, ihr weint und schluchzt, weil der Herr eure Opfer nicht annimmt und euch nicht hilft.
14 Und dann fragt ihr: »Warum das?« Weil der Herr als Zeuge und Richter gegen euch auftritt!3 Ihr habt eurer ersten Frau die Treue gebrochen, obwohl sie zu eurem eigenen Volk gehört, dem Volk, mit dem der Herr seinen Bund geschlossen hat.
15 Das tut keiner, in dem noch etwas von der Gesinnung dieses Bundes lebt. Denn solch einem Menschen liegt alles daran, Nachkommen hervorzubringen, die zum Volk Gottes gehören.4 Darum hütet euch vor eigensüchtiger Gesinnung und verstoßt nicht eure erste Frau!
16 Der Herr, der Gott Israels, der Herrscher der Welt, sagt: »Ich hasse es, wenn einer seine Frau verstößt. Wer so etwas tut, begeht ein Verbrechen.«5 Lasst euch also warnen! Keiner verstoße seine Frau!

Gott sorgt bestimmt für Recht!

17 Hört, ihr werdet dem Herrn lästig mit eurem Gerede! Ihr fragt: »Mit was für einem Gerede?« Nun, ihr sagt: »Jeder, der Böses tut, ist gut in den Augen des Herrn, an solchen Leuten hat er Gefallen. Wo bleibt er denn? Warum sorgt er nicht für Recht?«6
1 Wörtlich der Herr Zebaot; entsprechend in den Versen 4.7.8.12.16.
2 Vgl. 1,7-8.12-13; Lev 10,10-11.
3 Es ist nicht deutlich, ob dies im Zusammenhang mit den zuvor getadelten »Mischehen« geschah (zu diesen vgl. Esra 9,2; Neh 13,23).
4 Das tut keiner ...: Deutung unsicher.
5 Wörtlich bedeckt sein Gewand mit Gewalt.
6 Dieselbe Frage wie in 1,2 (vgl. auch 3,13-15). Sie wird im Alten Testament immer von neuem laut (Ps 14,1 und Vergleichsstellen) und gewinnt in der Spätzeit zunehmend an Gewicht (vgl. Weish 2).
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