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Gute Nachricht Bibel

Über wahre und falsche Freunde

1 Jeder kann sagen: »Ich bin dein Freund.« Aber mancher ist es nur dem Namen nach.
2 Der Schmerz, den du empfindest, wenn ein vertrauter Freund zum Feind wird, ist so schlimm wie der Tod.
3 Die Neigung zum Bösen in uns, wie konnte sie nur entstehen? Wie konnte sie die Erde mit Falschheit überschwemmen?
4 Da genießt einer alle Freuden am Tisch seines Freundes; aber sobald es dem Freund schlecht geht, wendet er sich gegen ihn.
5 Solange er etwas für seinen Bauch bekommt, ist er bereit, mit seinem Freund zu leiden. Doch wenn es zum Kampf kommt, verschwindet er hinter seinem Schild.
6 Einen Freund darfst du nie vergessen, erst recht nicht, wenn du reich wirst.

Über gute und schlechte Ratgeber

7 Jeder Ratgeber hält seinen Plan für den besten; aber mancher sucht mit seinem Rat nur den eigenen Vorteil.
8 Sei vorsichtig, wenn dir einer gute Ratschläge geben will! Finde heraus, was er damit bezweckt; denn für sich selbst plant er zuerst. Dann zieht er für dich das schlechtere Los
9 und sagt: »Es sieht gut für dich aus.« In sicherem Abstand bleibt er stehen und wartet ab, was mit dir geschieht.
10 Hol dir keinen Rat bei jemand, der dir nichts gönnt! Und einem Menschen, der neidisch auf dich ist, sag nichts von deinen Plänen!
11 Berate dich nie mit einer Frau über ihre Rivalin,1 mit einem Feigling über den Krieg, mit einem Händler über ein gutes Geschäft, mit einem Käufer über das Verkaufen, mit einem Geizhals über Dankbarkeit, mit einem Unbarmherzigen über Güte, mit einem Faulenzer über eine Arbeit, mit einem Gelegenheitsarbeiter über ein Werk vieler Jahre, mit einem trägen Diener über eine schwierige Aufgabe. Erwarte von keinem dieser Leute einen brauchbaren Rat!
12 Halte dich vielmehr an jemand, der Gott ernst nimmt und von dem du weißt, dass er die Gebote befolgt. Halte dich an einen, der so denkt und fühlt wie du und dem es genauso wehtut wie dir, wenn dir etwas misslingt.
13 Und verlass dich auf dein eigenes Gewissen, es ist dein zuverlässigster Ratgeber!
14 Dein eigenes Empfinden sagt dir für gewöhnlich mehr als sieben Wächter, die auf einer Anhöhe Ausschau halten.
15 Vor allem aber bitte Gott, den Höchsten, dich immer auf den richtigen Weg zu bringen.

Über Weisheit und nutzloses Wissen

16 Der Anfang jeder Tat ist das Gespräch; vor jedem Unternehmen kommt die Unterredung.
17-18 Die Entscheidung, die ein Mensch trifft, kann in vier verschiedene Richtungen führen: zum Guten oder zum Bösen, zum Leben oder zum Tod. Und deine Zunge kann andere Menschen in jede dieser Richtungen lenken.
19 Mancher ist so klug, dass er andere belehren kann, aber nicht klug genug, um sich selber zu helfen.
20 Mancher kann geschickt mit Worten umgehen; aber er muss hungern, weil ihn niemand leiden kann.
21 Der Herr hat ihm keine Liebenswürdigkeit geschenkt, weil von wirklicher Weisheit nichts bei ihm zu finden ist.
22 Mancher ist nur für sich selbst weise und von seinem Wissen hat er allein den Nutzen.
23 Ein wirklich weiser Mann belehrt sein Volk und seine Belehrung hat beständigen Nutzen.
24 Ein solcher Mann wird von allen gerühmt; alle, die ihn kennen, preisen ihn glücklich.
25 Ein Mensch lebt nur eine bestimmte Zahl von Jahren; aber die Lebensjahre Israels kann man nicht zählen.
26 Ein Weiser gewinnt das Vertrauen seines Volkes und sein Name wird für alle Zeiten fortleben.

Über Gesundheit und Krankheit

27 Mein Sohn,2 während deines ganzen Lebens prüfe dich selbst! Wenn du merkst, dass dir etwas nicht bekommt, dann verweigere es dir!
28 Nicht jeder kann alles vertragen und nicht alles ist für alle gleich gut.
29 Sei maßvoll bei jeder Art von Genuss, stürze dich nicht gierig auf das Essen!
30 Zu viel Essen macht krank und Maßlosigkeit führt nur zu Bauchschmerzen.
31 Gefräßigkeit hat schon viele umgebracht; wer sie vermeidet, lebt länger.
1 Gemeint ist die Nebenfrau in einer Vielehe.
2 Siehe Anmerkung zu Spr 1,8.
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