Hilfe

Gute Nachricht Bibel

Keine Hilfe von Ägypten und Äthiopien

1-2 Auf Befehl des Königs Sargon von Assyrien rückte sein oberster Feldherr gegen die Stadt Aschdod vor, belagerte sie und nahm sie ein. Drei Jahre zuvor1 hatte der Herr zu Jesaja, dem Sohn von Amoz, gesagt: »Leg dein Gewand2 ab und zieh deine Sandalen aus!« Das hatte Jesaja getan und war im Hemd3 und barfuß umhergelaufen. In dem Jahr, als Aschdod erobert wurde,
3 ließ der Herr durch Jesaja verkünden: »Seit drei Jahren läuft mein Diener Jesaja im Hemd und barfuß umher als ein lebendes Zeichen und eine Ankündigung für das, was mit Ägypten und Äthiopien geschehen wird.
4 Denn der König von Assyrien wird die Ägypter und die Äthiopier,4 Junge und Alte, gefangen wegführen, im Hemd und barfuß, ja sogar mit bloßem Gesäß – welche Schande für die Ägypter!
5 Dann werden alle enttäuscht und entmutigt sein, die von Äthiopien Hilfe erwarteten und so große Stücke auf Ägypten hielten.«
6 Wenn das geschieht, werden die Philister und die Leute von Juda sagen: »Sie sind unsere Hoffnung gewesen, zu ihnen sind wir um Schutz und Hilfe gelaufen, sie sollten uns vor dem König von Assyrien retten. Und was ist nun aus ihnen geworden! Wie sollte es da für uns noch Rettung geben?«
1 Wohl mit ägyptischer Unterstützung hatte sich König Jamani von Aschdod gegen die assyrische Oberherrschaft erhoben und auch Juda als Bundesgenossen zu gewinnen gesucht; vgl. 14,32. Jesajas Zeichenhandlung (siehe Anmerkung zu Jer 13,1) ist als Warnung an die Adresse Judas zu verstehen (Vers 5).
2 Gewand: wörtlich Sack. Vielleicht trug der Prophet, um auf den Ernst der Lage hinzuweisen, die Trauerkleidung.
3 im Hemd: wörtlich nackt, d.h. im Lendenschurz.
4 Zur Rolle der Äthiopier siehe Anmerkung zu 18,2.
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