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Gute Nachricht Bibel

Der Friedenskönig und sein Reich

1 Ein Spross wächst aus dem Baumstumpf Isai,1 ein neuer Trieb schießt hervor2 aus seinen Wurzeln.
2 Ihn wird der Herr mit seinem Geist erfüllen, dem Geist, der Weisheit und Einsicht gibt, der sich zeigt in kluger Planung und in Stärke, in Erkenntnis und Ehrfurcht vor dem Herrn.
3 Gott zu gehorchen ist ihm eine Freude. Er urteilt nicht nach dem Augenschein und verlässt sich nicht aufs Hörensagen.
4 Den Entrechteten verhilft er zum Recht, für die Armen im Land setzt er sich ein. Seine Befehle halten das Land in Zucht, sein Urteilsspruch tötet die Schuldigen.
5 Gerechtigkeit und Treue umgeben ihn wie der Gürtel, der seine Hüften umschließt.3
6 Dann wird der Wolf beim Lamm zu Gast sein, der Panther neben dem Ziegenböckchen liegen; gemeinsam wachsen Kalb und Löwenjunges auf,4 ein kleiner Junge kann sie hüten.
7 Die Kuh wird neben dem Bären weiden und ihre Jungen werden beieinander liegen; der Löwe frisst dann Häcksel wie das Rind.
8 Der Säugling spielt beim Schlupfloch der Schlange, das Kleinkind steckt die Hand in die Höhle der Otter.
9 Niemand wird Böses tun und Unheil stiften auf dem Zion, Gottes heiligem Berg. So wie das Meer voll Wasser ist, wird das Land erfüllt sein von Erkenntnis des Herrn.
10 Wenn jene Zeit gekommen ist, dann wird der Spross aus der Wurzel Isais als Zeichen dastehen, sichtbar für die Völker; dann kommen sie und suchen bei ihm Rat. Von dem Ort, den er zum Wohnsitz nimmt, strahlt Gottes Herrlichkeit hinaus in alle Welt.

Die Heimkehr der Weggeführten

11 Wenn jene Zeit gekommen ist, wird der Herr noch einmal5 die Hand erheben: Dann wird er den Rest seines Volkes befreien. Er wird alle zurückholen, die übrig geblieben sind in Assyrien und in Ägypten, in Äthiopien, Elam, Babylonien und im syrischen Hamat und bis hin zu den fernsten Küsten.
12 Er stellt ein Feldzeichen auf, um diesen Völkern anzuzeigen, was er tun will. Er sammelt die Versprengten Israels, die Verstreuten Judas holt er zusammen. Aus allen Himmelsrichtungen bringt er sie zurück, Männer und Frauen.6
13 Dann ist Schluss mit Efraïms7 Neid und die Feindseligkeit Judas hat ein Ende. Efraïm wird nicht mehr neidisch sein auf Juda und Juda wird Efraïm nicht mehr befeinden.
14 Gemeinsam stürmen sie nach Westen, die Hänge hinab auf die Philister, und im Osten plündern sie die Wüstenstämme aus. Edom und Moab nehmen sie in Besitz, und die Ammoniter unterwerfen sich ihnen.
15 Der Herr wird die Meereszunge östlich von Ägypten für immer zum Verschwinden bringen. Dem Eufrat droht er mit erhobener Hand; durch seinen glühenden Atem zerreißt er ihn in sieben kleine Rinnsale, sodass man zu Fuß hindurchgehen kann.
16 Dann wird es eine Straße geben für den Rest seines Volkes, der in Assyrien überlebt hat,8 genauso wie es damals eine Straße gab, als Israel Ägypten verließ.
1 Die Davidsdynastie gleicht einem gefällten Baum; aber aus dem Wurzelstock (Isai war der Vater Davids; 1Sam 16,1) lässt Gott einen neuen Trieb sprossen: einen König des Davidshauses, der sich durch Gerechtigkeit und Gottesfurcht auszeichnet. Im Unterschied zu 9,5-6 spricht diese Vision von den inneren Bedingungen des Friedens, der zugleich eine Ausweitung auf die ganze Natur erfährt (Verse 6-9). Wie 9,5-6 weist auch dieser Text nach christlichem Verständnis auf den Friedenskönig Jesus Christus.
2 schießt hervor: mit alten Übersetzungen; H wird fruchtbar sein.
3 Gemeint ist der Lendenschurz als Unterkleidung.
4 gemeinsam ...: mit alten Übersetzungen; H gemeinsam Kalb und Löwenjunges und Mastvieh.
5 Hier wird weit vorausgeblickt auf eine letzte Sammlung der Zerstreuten, nachdem ein Teil der Verschleppten des Südreiches Juda in der Perserzeit zurückgekehrt ist (siehe Esra 1 und 8).
6 Durch den Zusatz Männer und Frauen bringt die Übersetzung zum Ausdruck, dass die Versprengten Wiedergabe einer männlichen, die Verstreuten einer weiblichen Mehrzahlform ist.
7 Zu Efraïm vgl. Anmerkung zu 7,2.
8 Vgl. Sacherklärung »«.
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