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Gute Nachricht Bibel

Beugt euch unter das babylonische Joch!

1 Zidkija,1 der Sohn von Joschija, war noch nicht lange König von Juda, da erging an mich, Jeremia, das Wort des Herrn, er sagte zu mir:
2 »Mach dir aus Hölzern und Stricken Joche und leg sie dir auf den Nacken.2
3 Dann schicke sie den Königen von Edom, Moab, Ammon, Tyrus und Sidon. Sag ihren Gesandten, die zu König Zidkija nach Jerusalem gekommen sind:3
4 ›Der Gott Israels, der Herrscher der Welt,4 befiehlt euch, euren Königen auszurichten:
5 Ich bin es, der durch seine gewaltige Kraft und Macht die Erde geschaffen hat mit allen Menschen und Tieren, die darauf leben. Ich kann sie geben, wem ich will.
6 Jetzt gebe ich alle eure Länder in die Hand meines Bevollmächtigten, des Königs Nebukadnezzar von Babylonien; selbst die wilden Tiere habe ich zu seinen Untertanen gemacht.
7 Alle Völker sollen ihm dienen, ihm, seinem Sohn und seinem Enkel, bis auch für sein eigenes Land die Zeit kommt, dass es großen Völkern und mächtigen Königen unterworfen wird.
8 Will aber ein Volk oder Reich König Nebukadnezzar nicht dienen und den Nacken nicht unter sein Joch beugen, so werde ich den König von Babylonien gegen dieses Volk schicken, bis ich es durch Schwert, Hunger und Pest völlig vernichtet habe. Das sage ich, der Herr.
9 Hört nicht auf eure Propheten und auf alle, die mit Hilfe von Träumen, Totenbeschwörungen oder Zauberei die Zukunft voraussagen wollen.5 Sie reden euch ein, dass ihr euch dem König von Babylonien nicht unterwerfen müsst.
10 Aber sie lügen! Wenn ihr auf sie hört, werdet ihr aus eurer Heimat vertrieben; ich muss euch verstoßen und ihr werdet zugrunde gehen.
11 Wenn aber ein Volk seinen Nacken unter das Joch des Königs von Babylonien beugt und sich ihm unterwirft, lasse ich es ungestört auf seinem heimatlichen Boden; es kann ihn bebauen und dort wohnen bleiben. Das sage ich, der Herr.‹«
12 Dasselbe sagte Jeremia6 auch zu Zidkija, dem König von Juda: »Beugt euren Nacken unter das Joch des Königs von Babylonien; unterwerft euch ihm und seinem Volk. Dann bleibt ihr am Leben.
13 Oder willst du mit deinem Volk umkommen durch Schwert, Hunger oder Pest? Ein solches Ende hat der Herr jedem Volk angedroht, das sich dem König von Babylonien nicht unterwerfen will.
14 Hört nicht auf die Propheten, die zu euch sagen: ›Unterwerft euch doch nicht dem König von Babylonien!‹ Sie führen euch ins Unglück.
15 Der Herr sagt: ›Ich habe sie nicht gesandt. Sie lügen, wenn sie behaupten, in meinem Auftrag zu reden. Wenn ihr auf sie hört, muss ich euch verstoßen. Ihr werdet zugrunde gehen, ihr und die Propheten, die euch belügen!‹«
16 Zu den Priestern und dem ganzen Volk sagte Jeremia: »So spricht der Herr: ›Hört nicht auf eure Propheten, die euch einreden wollen, dass die heiligen Geräte des Tempels bald aus Babylon zurückgebracht werden. Sie lügen euch an!
17 Hört nicht auf sie! Unterwerft euch dem König von Babylonien, dann bleibt ihr am Leben. Warum soll diese Stadt ein Trümmerfeld werden?
18 Wären diese Leute wirklich Propheten, bei denen das Wort des Herrn zu finden ist, dann würden sie etwas anderes tun: Sie würden den Herrn, den Herrscher der Welt,7 bestürmen, dass er die wenigen Schätze, die noch im Tempel, im Königspalast und in der Stadt geblieben sind, nicht auch noch nach Babylon wegbringen lässt!‹
19-21 Noch sind sie hier: die beiden bronzenen Säulen, das große Bronzebecken, die Kesselwagen und ein Rest der anderen Geräte; Nebukadnezzar, der König von Babylonien, hat sie nicht mitgenommen, als er Jojachin, den Sohn Jojakims, den König von Juda, mit allen einflussreichen Leuten aus Juda und Jerusalem nach Babylonien weggeführt hat. Aber der Herr, der Herrscher der Welt, der Gott Israels, sagt: ›Die Schätze, die im Tempel, im Königspalast und in der Stadt übrig geblieben sind,
22 werden auch noch nach Babylon gebracht; und dort werden sie bleiben, bis ich selbst dafür sorge, dass sie hierher zurückkommen.‹«8
1 Zidkija: mit einigen Handschriften und alten Übersetzungen; H Jojakim.
2 Zu 27,1-15 vgl. Anmerkung zu 13,1.
3 Die genannten Kleinstaaten planten, sich zusammen mit Juda von der babylonischen Oberherrschaft loszusagen.
4 der Herrscher ...: wörtlich der Herr Zebaot.
5 Zum Wirken falscher Propheten (Vers 9-10.14-18) vgl. 14,13-15 und Vergleichsstellen dazu.
6 Jeremia: wörtlich ich.
7 Wörtlich den Herrn Zebaot; entsprechend in den Versen 19-21 und in 28,2.14.
8 Die Drohung ist wahr geworden (52,17-23). Auch die Andeutung, dass die Geräte einmal zurückkommen werden, hat sich erfüllt (Esra 1,7-11).
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